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Dienstag 10.01.17 13:00 Uhr|Autor: Sven Selch625
Die U23 des FC Amberg (in gelb-schwarz) hofft in der Rückrunde Konstanz in ihre Leistungen zu bringen. F: Brückmann
Mehr als ein Mittelfeldplatz ist wohl nicht drin für den FCA
Bayernliga-Reserve ist mit den bisher gezeigten Leistungen nicht unbedingt zufrieden +++ Fehlende Konstanz in den Leistungen der Hauptgrund +++ FCA setzt weiter verstärkt auf eigene Jugend
Das Bezirksliga-Team des FC Amberg II wollte wie in der letzten Spielzeit ein "Wörtchen" mitreden im Aufstiegsrennen. Der Plan der Liermann-Truppe wird aber leider nicht aufgehen, momentan befindet man sich auf einem nicht unbedingt zufriedenstellenden 9.Tabellenplatz der Bezirksliga Oberpfalz Nord. Der Aufstieg ist schon lange vom Tisch und nachdem der FCA auf der anderen Seite auf die Abstiegsränge ein großes Punktepolster vorzuweisen hat, wird die U-23 vorraussichtlich auch am Ende der Saison einen Mittelfeldplatz belegen.

Der FC Amberg II ist nach der Niederlage in der Relegation gegen den SV Neukirchen Hl. Blut am Ende der letzten Saison mit einer großen Portion Selbstbewusstsein und einer klaren Zielsetzung in die neue Spielzeit 2016/2017 gestartet. Allerdings mussten die Vilsstädter 13 Abgänge kompensieren, kein leichtes Unterfangen, das dürfte jedem FC-Anhänger vor dem Saisonstart klar gewesen sein. Dieser verlief dann verheißungsvoll, am ersten Spieltag gegen den Aufsteiger SpVgg Schirmitz wurde ein 3:0-Heimsieg eingefahren. Aber schon in den folgenden beiden Partien gab es erste Anzeichen dafür, dass die Gelb-Schwarzen nicht die Rolle in der Bezirksliga spielen können, die sie sich vorgestellt hatten. Beim SV Schwarzhofen musste die Liermann-Truppe eine 2:4-Pleite verkraften und auch im Auswärtsspiel bei der DJK Ensdorf verließ die Bayernliga-Reserve den Platz als Verlierer. 

In der Folgezeit gab es viele "Aufs" und "Abs". Nach einer deutlichen Leistungssteigerung hielt  die U23 eine  Woche später den SC Katzdorf mit 3:1 nieder. Es folgte ein "rabenschwarzen Montag": Beim 1:8 erlebte die Amberger Zweite beim TSV Detag Wernberg ein wahres Waterloo. Ein Paradebeispiel dafür, dass den Gelb-Schwarzen in der bisherigen Saison einfach die nötige Konstanz in ihren Leistungen fehlt, um ganz vorne in der Bezirksliga mitspielen zu können. Natürlich gibt es bei dieser leistungsmäßigen Berg- und Talfahrt auch Highlights.  Der Auswärtserfolg beim Aufstiegfavoriten SV Raigering zählt ohne Zweifel dazu. Bei den "Panduren" zeigten die "jungen Wilden" hervorragenden Kombinationsfußball und verließen den Platz verdient als Sieger. Das 3:0 des Tabellenneunten zählte sicher zu einer der Vorrundenüberraschungen in der Bezirksliga Nord.

Auch wenn die Amberger derzeit nicht im Konzert der "Großen" mitspielen können, ist FCA-Präsident Helmut Schweiger mit der positiven Entwicklung der letzten Jahre sehr zufrieden. Er und seine Mitarbeiter seien ungemein stolz, dass der FCA 14 Jugendmannschaften im Spielbetrieb habe und die U23-Mannschaft in den letzten Jahren mehrmals aufgestiegen sei. „Junge Spieler haben die Möglichkeit, sofern der Sprung in die erste Mannschaft zu groß ist, bei uns zu bleiben, oder zu uns zu kommen, sich zu empfehlen und sich weiter zu entwickeln. Uns ist bewusst, dass die Aufrechterhaltung der Jugendmannschaften hohe finanzielle Mittel erfordert, aber zu dem Konzept stehen wir.  Für uns muss unser eigener Unterbau sehr, sehr wichtig sein. Investiertes Geld in unsere Jugend ist für uns eine gute Anlage, von der wir zukünftig profitieren sollten. Der kurzfristige Erfolg ist damit aber nicht möglich“, so Schweiger.

Nachdem die Amberger Reserve jedes Jahr immer wieder viele Abgänge auffangen muss, wollen die Verantwortlichen des FC Amberg die jungen Akteure weiterhin an die erste Mannschaft heranführen. „Nicht alle werden dies schaffen. Die es schaffen können, müssen langfristig an den Verein gebunden werden, um auch zu verhindern, dass wir die Spieler jahrelang auf unsere Kosten ausbilden und sie dann aufgrund finanzieller Angebote den Verein von heute auf morgen kostengünstig verlassen können", erklärt der Präsident.

Bis zum Saisonauftakt am 19.03.2017 will die Liermann-Truppe in der Vorbereitung Gas geben, um zum Start bei der SpVgg Vohenstrauß topfit zu sein und Zählbares mit in die Heimat zu nehmen. Ein Dreier zum Start in die Restrückrunde steht auf jeden Fall auf der Agenda der "Zweiten" des FC Amberg.

 
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