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Freitag 10.02.17 16:00 Uhr|Autor: Nils Salecker422
Zwar bräuchte Christian Schäfer trotz seiner 39 Jahre als aktiver Spieler niemanden der ihn "morgens aus dem Bett hebt", dennoch sei es nun an der Zeit, sich auf das Trainerdasein zu konzentrieren. Foto: FuPa>/b>

"Jungen müssen ihren Mann stehen"

Horchheims Trainer Christian Schäfer spricht im FuPa-Interview der Woche über die Vertragsverlängerung und das Ende seiner Spielerkarriere +++ "Beobachterrolle werde ich schon überstehen."rnrn
HORCHHEIM. Christian Schäfer wird 2017/18 in seine dritte Saison als Trainer des Fußball-Landesligisten SV Horchheim gehen. Der Verein hat mit ihm um ein weiteres Jahr verlängert. Erstmals wird Schäfer allerdings in der kommenden Spielzeit lediglich vom Spielfeldrand aus agieren. Bislang zog der 39-Jährige als Spielertrainer selbst auf dem Feld die Fäden.

Herr Schäfer, Ihr Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Wie kam es zu der Entscheidung?

Das war eine relativ schnelle Sache. Vom Vorstand kam die Bitte, dass ich weitermache. Wir haben dann Gespräche geführt. Der Verein und ich sind auf einer Wellenlänge, die Zusammenarbeit passt. Wir wollen uns sportlich und qualitativ verbessern. Die Reise mit den Jungs ist noch nicht zu Ende.

Wo befindet Ihr Euch gerade auf dieser Reise und wohin soll sie führen?

Wir sind gerade erst auf einer Zwischenstation. Irgendwann in die Verbandsliga, vielleicht bis 2020.

Werden Sie denn bis dahin bei Horchheim bleiben?

Soweit denke ich noch nicht. Das Datum für einen Aufstieg ist natürlich offen. Wenn es soweit ist, ist das eine tolle Sache.

Neu wird sein, dass Sie ab nächster Saison Ihre Doppelfunktion als Spielertrainer aufgeben. Warum beenden Sie Ihre aktive Laufbahn jetzt?

Der Gedanke kursierte schon länger in meinem Kopf und ist in mir gereift. Ich werde bald 40. Ich bin zwar noch körperlich fit, hier und da zwickt es ab und zu. Ich habe auch keine Probleme und brauche keinen, der mich morgens aus dem Bett hebt. Es ist aber einfach der Zeitpunkt da, sich auf das Trainerdasein zu konzentrieren.

Von jetzt auf gleich wird es nach Saisonende für Sie als Spieler vorbei sein. Schon wehmütig?

Ja, na klar, das fällt nicht einfach und wird mit Sicherheit wehtun. Ich spiele seit 35 Jahren Fußball. Man ist da bei den Übungsformen selbst nicht mehr dabei, kann nicht mehr direkt ins Spielgeschehen eingreifen. Mancher Trainer wünscht sich das ja öfter. Ab dann bin ich in einer Beobachterrolle. Aber ich werde das schon überstehen.

Hat die für Sie neue Beobachterrolle denn auch Vorteile?

Ja, ich denke, wenn man draußen steht, kriegt man mehr mit. Wir sind als Trainer ja zu dritt, bisher gab es immer einen Austausch zwischen uns. Von außen fällt einem mehr auf. Man hat mehr Übersicht und kann andere Impulse geben.

Mit Ihnen geht allerdings auf dem Feld ein großes Stück Erfahrung verloren. Wie soll die kompensiert werden?

Die Jungs müssen auf dem Platz zusammenwachsen. Die Jungen werden mehr gefordert sein und stehen in der Verantwortung. Die müssen jetzt ihren Mann stehen. Ich denke, dass wir den Stamm zusammenhalten können. Und dann klappt das. Aber klar, die Erfahrung fehlt dann schon.

Wünschen Sie sich denn noch einen Routinier als Neuzugang?

Ich würde mir auf jeden Fall einen Routinier wünschen, ja.

Wie weit sind denn die personellen Planungen?

Wir sind dabei, mit einigen Spielern zu sprechen und hoffen auf Zusagen. In zwei bis drei Wochen werden da Entscheidungen fallen – zumindest die, die den eigenen Kader betreffen.

Wie ist der Stand bei externen Leuten?

Da ist das immer extrem bis zum Schluss, ein Pokerspiel. Da lassen wir uns aber nicht drauf ein. Entweder jemand will oder nicht.

Ihr eigener Vertrag gilt auch für die Bezirksliga. Mit aktuell 20 Punkten seid Ihr im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aus dem Schneider. Welche Rolle spielt ein möglicher Abstieg in Euren Planungen?

Wir planen nicht für die Bezirksliga. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir in der Liga drin bleiben. Wir wollen eher noch ein paar Plätze gut machen.

Das Gespräch führte Nils Salecker.

 
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