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Freitag 26.02.16 00:05 Uhr|Autor: Christine Riemann/Niklas Scheuble366
Verwurzelt und erfolgreich in Niederbayern, Sebastian Ziegert. Foto: Archiv
MZ-Portrait: Sebastian Ziegert
Seine große Liebe Fußball hat er zum Beruf gemacht
Maurice Cremers und FuPa-Mann Sebastian Ziegert, zwei niederbayerische Lokalpatrioten, über Heimatgefühle und die Liebe zum Fußball

Die Wand hinter der Theke ist voll von Fanartikeln des VfL Bochum, darunter sogar ein eingerahmtes Trikot mit allen Unterschriften der Spieler. „Das haben sie mir geschickt. Ich bin in dem Verein ja auch kein Unbekannter“. Aus der Musikbox ertönt Grunge-Musik. Ein Fernseher läuft, ohne Ton. Es gibt Bochumer Moritz-Fiege-Pils und die originale Currywurst von Dönningshaus. „Kinna, tut die Omma ma winken. Aber nich mit die Hände anne Scheibe, dat gibt Finger“, lehrt einer der vielen Aufkleber.

Maurice Cremers (40) lächelt stolz. Geboren und aufgewachsen ist er in Bochum, mit Herzblut unterstützt er seinen Heimatverein und schaut sich jedes Spiel live an, das irgendwie erreichbar ist. Ein Lokalpatriot durch und durch. Ihm gehört die Kneipe „Zeche 14“ in der Passauer Innstadt. Seite zehn Jahren ist er hier. Seine Frau wollte das. „Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, aus Bochum wegzugehen. Das Ruhrgebiet ist immer noch meine Heimat", sagt Cremers. „Und Passau ist nun mein Zuhause.“ Nein, er behaupte nicht, seine Heimat sei „das geilste Gebiet der Welt“. Aber: „Ich finde den Pott einfach klasse und will den Leuten ein bisschen Ruhrgebiet-Geist näher bringen“. Für Maurice Cremers ist Heimat Identifikation. Deshalb sieht seine Kneipe so aus, wie sie aussieht. Er hat den Charme seiner Heimatstadt einfach nach Passau mitgenommen.

FuPa-Niederbayern

Sebastian Ziegert (30) sieht das ähnlich. Für ihn ist Heimat der Ort, „wo die Wurzeln liegen, wo man sozialisiert wurde und positive Emotionen gesammelt hat“. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Der waschechte Niederbayer war ein Mann der ersten Stunde bei FuPa.net, dem größten deutschen Online-Portal für Amateurfußball. Seit kurzem ist er frisch in der Geschäftsleitung, vorher war er Chefredakteur. Aus einer Heimat musste er nicht weggehen. Er findet das richtig gut.

Er selbst spielt noch in seinem Heimatverein Fußball. Er genießt die Emotionen, den Spaß am Spiel und den Zusammenhalt. Das ergebe die Verbindung von Heimat und Sport. So erkläre sich auch der Erfolg von fupa.net in ganz Deutschland. Der eine, Cremers, packte seine Heimat also ein – und wieder aus. Der andere, Ziegert, trug den Heimatgedanken durch die Verbindung zum Amateurfußball in die „Welt“. Beide spüren dieses starke Gefühl, das Echte, das Wahre. Das, was man eben fühlt, wenn man an seine Heimat denkt. Die Erinnerungen und die Erlebnisse, die man mit diesem Ort assoziiert. Heimat kann also doch ein Ort sein – und ein Gefühl.

 
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