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Zwei Rückkehrer für den SC Bernburg: "Wollten keine wilden Dinge tun"

Verbandsliga +++ Warum Trainer Maximilian Dentz zufrieden auf den Kader blickt

von Kevin Gehring · 11.02.2026, 15:30 Uhr · 0 Leser

Die Verantwortlichen des SC Bernburg haben im Winter einige Gespräche geführt. "Natürlich schaut man, in welchen Bereichen man sich verbessern kann", sagt Trainer Maximilian Dentz, der seit Dezember im Amt ist. Am Ende blieb es aber verhältnismäßig ruhig in der Krumbholzallee. Nur zwei Rückkehrer ergänzen den Kader des Verbandsligisten, der in gefährlicher Nähe zu den Abstiegsplätzen auf Rang zwölf überwintert.

"Wir haben einige Gespräche geführt, aber wir wollten keine wilden Dinge tun", sagt Dentz und unterstreicht: "Wir haben Vertrauen in den Kader. Die Mannschaft hat das Potenzial, eine solide Rolle in der Verbandsliga zu spielen. Außerdem sind auch einige Verletzte zurückgekehrt, die gefühlt wie Neuzugänge sind."

Torhüter kommt aus der zweiten lettischen Liga

Ein "echter Neuzugang" jedenfalls ist Torhüter Andrejs Klancevics. Der ehemalige lettische Junioren-Nationalspieler lief schon zwischen 2021 und 2023 für die Bernburger auf. Zuletzt stand der 22-Jährige in seiner Heimat Lettland für die Zweitligisten Mārupes SC und Riga Mariners zwischen den Pfosten. Zum Spielerprofil:

>> Andrejs Klancevics

"Andrejs ist Anfang des Jahres mit seiner Freundin nach Leipzig gezogen, hat dort nun seinen Wohnsitz und seinen Job. Sie wollen sich in Deutschland ein Leben aufbauen", erzählt Dentz. Und natürlich möchte Klancevics auch weiter Fußball spielen. "Er hatte mehrere Probetrainings im Leipziger Raum", so Dentz. Auch beim Oberligisten VfL Halle 96 spielte der Schlussmann vor. Einen neuen Club aber fand Klancevics nicht.

"Wir haben ihm dann angeboten, dass er die Rückrunde mit uns absolvieren kann, weil er das Umfeld beim SC Bernburg schon gut kennt", erzählt Dentz. Als klare Nummer eins kommt der Rückkehrer allerdings nicht: "Er hatte eine Knie-OP, konnte ein halbes Jahr nicht spielen und muss sich bei uns eingliedern. Gemeinsam mit William Friedrich, Kevin Schneider und Fynn Röder können wir nun aus einem guten, vierköpfigen Torwartteam schöpfen."

Abwehrchef soll die Mannschaft wieder anführen

Ganz anders dagegen gestaltet sich die Rolle des Christian Chidera. Am zweiten Spieltag dieser Saison hatte der langjährige Verbandsliga-Routinier noch für den SCB gespielt - seitdem allerdings nicht mehr. "Es war ein absoluter Wunsch von uns als Trainerteam, ihn zurückzuholen", betont Dentz. "Deswegen haben wir viele Gespräche mit ihm geführt und ihm aufgezeigt, wie wichtig er für diese Mannschaft sein kann." Zum Spielerprofil:

>> Christian Chidera

Umso erfreuter war Dentz, als Chidera schließlich überzeugt war. "Er hat sich entschieden, uns in der Rückrunde wieder zu unterstützen. Seitdem hat er kein einziges Training verpasst und zieht in jeder Einheit voll mit", berichtet sein Coach. Doch nicht nur aufgrund der sportlichen Qualitäten ist die Rückkehr des 29-jährigen Verteidigers wichtig für den Verbandsligisten. "Nicht grundlos hat er in Testspielen schon die Kapitänsbinde bekommen", unterstreicht Dentz: "Er soll unser Abwehrchef und Anführer der Mannschaft sein. In einem jungen Team, wie wir es haben, braucht es immer auch einige Erfahrene, die vorangehen können. Genau in dieser Rolle sehen wir Christian, denn er ist ein absoluter Mentalitätsspieler, der die Jungs an seiner Seite mitreißen kann."

Zwei Jungs aus der Zweiten zeigen sich im Training

Zu den neuen Jungs an Chideras Seite zählen seit dem Winter auch der 19-jährige Ben Norbert Müller und der 21-jährige Ruslan Ivanov, die aus der zweiten Mannschaft (Salzlandliga) in den Trainingskader des Verbandsligisten berufen worden. "Die beiden sind engagiert dabei und haben sich diese Chance verdient", so Dentz. "Außerdem sind wir damit für alle Eventualitäten noch ein bisschen breiter aufgestellt. " Zu den Spielerprofilen:

>> Ben Norbert Müller

>> Ruslan Ivanov