2024-05-29T12:18:09.228Z

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Jubelnde Murnauer wie hier Philip Jarosch (l.) und Manuel Diemb will der TSV-Trainer sehen.
Jubelnde Murnauer wie hier Philip Jarosch (l.) und Manuel Diemb will der TSV-Trainer sehen. – Foto: mayr

Zum Siegen verdammt: TSV Murnau darf sich im Meisterrennen mit Aubing keine Blöße mehr geben

„Das ist die Marschroute.“

Der TSV Murnau hat es selbst in der Hand. Gewinnen sie die letzten fünf Spiele, sind sie Meister. Aubing lauert natürlich auf einen Ausrutscher.

Murnau – Die Schutzmauer ist äußerst schmal. Ein einzelner, verflixter Punkt schirmt den großen Murnauer Verfolger noch ab. Und doch hält Martin Wagner sie für dick genug. Er weiß: Auf beiden Klubs – Murnau wie Aubing – lastet vergleichbarer Druck. Die Seinen müssen fürchten, überholt zu werden. Für die anderen kann ein Patzer das Ende der Meisterträume bedeuten.

„Beide sind zum Siegen verdammt. Es ist für beide die gleiche Situation“, sagt der Trainer vor dem Gastspiel in Denklingen an diesem Samstag (16 Uhr).

Es lässt sich diese Tage nicht vermeiden, dass sich die Murnauer mit den überragenden Münchnern vergleichen. Das Restprogramm wird analysiert, bald dürften auch die ersten Angebote an die Oberland-Kollegen Penzberg und Heilbrunn rausgehen und ein kleines Kopfgeld ausgelobt werden, falls sie die Aubinger ins Straucheln bringen. So war das schon immer in diesem Zweikampf Stadt gegen Land, der in der Bezirksliga Süd seit jeher ausgefochten wird.

Murnau hat ein leichtes Restprogramm

Martin Wagner hält es für ganz natürlich, dass sich seine Mannen mit Aubing beschäftigten. Bloß am Spieltag verlangt er Konzentration auf sich selbst – nicht auf den Konkurrenten im Fernduell. Fünf Siege ist der Weg bis zur Landesliga lang. Ohne zu weit voraus zu blicken, findet Wagner: „Das ist die Marschroute.“ Denklingen, Wacker München, Neuried, Habach und Landsberg heißen die finalen Hindernisse. Oder anders aufgeschrieben: Siebter, Zehnter, Elfter, Sechzehnter und Dreizehnter. Leichter kann man es eigentlich auf dem Papier nicht erwischen.

Wobei man nach 25 Spieltagen gelernt haben sollte: Geschenkte Punkte gibt es in dieser Klasse nicht. „Wir wissen, dass jeder den Tabellenführer stürzen will“, betont der Coach. Er arbeitete mit gängiger Psychologie in Vorbereitung auf das Finale, verwies eindringlich auf die Hinrunde im Herbst. Damals schlug seine Mannschaft nach dem Patzer gegen Heilbrunn tatsächlich nacheinander alle fünf Gegner. „Ich traue es der Mannschaft komplett zu, aus fünf Spielen fünf Siege zu holen.“

Im Hinspiel gab es einen Kantersieg

Der erste Stopp der Tour führt nach Denklingen. Gegen den VfL hat Murnau bisher noch nicht verloren in der Bezirksliga. Das Hinspiel dieser Saison endete 5:0, war aber kaum aussagekräftig, weil den Gegnern zu viele Stammkräfte fehlten.

Wie gut, dass der TSV vorige Woche gegen Heilbrunn ausgiebig testen durfte, was es heißt, gegen ein robustes, defensiv orientiertes Team zu spielen. Heilbrunn zeigte auf, wie man die Drachen bändigt. Die Denklinger sieht Wagner ähnlich konstituiert. „Wir haben oft bewiesen, dass wir uns da durchsetzen können.“ Seine großen Lehren aus dem 1:1 vor 600 Zuschauern: Es reicht nicht, erst nach 20 Minuten den Motor anzuwerfen.

Es ist schon kein gutes Zeichen, dass Georg Kutter mit Abstand die meisten und längsten Wege zu verrichten hatte. Daran konnte man ablesen, dass seine Kollegen nicht am Limit agieren. Genauso bestätigte sich der Eindruck, dass Murnau das fitteste Team der Liga stellt, das auch in Minute 96 zustechen kann. „Läuferisch extrem gut. Es ist wichtig, dass wir das im Hinterkopf haben.“

Mit Thomas Bauer trainierte zudem ein Wortführer wieder voll in dieser Woche. Nach dem zwischenzeitlichen 0:1 war es ganz schön ruhig auf dem Platz im Murnauer Lager gewesen. In dieser Hinsicht hilft Bauer, der wohl wieder in die Startelf rückt.

Aufrufe: 019.4.2024, 21:02 Uhr
Andreas MayrAutor