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Zum Luca-Toni-Klub oder in die Regionalliga: Wohin es die Talente des FC Bayern zog

Sechs Wechsel am Ende des Transferfensters

von Marcel Huse · 09.09.2025, 13:48 Uhr · 0 Leser
Jüngster Torschütze in der 3. Liga: Rekordhalter Gibson Nana Adu verließ den FC Bayern München per Leihe.
Jüngster Torschütze in der 3. Liga: Rekordhalter Gibson Nana Adu verließ den FC Bayern München per Leihe. – Foto: IMAGO/Harry Langer/DeFodi Imag

Der FC Bayern München II gab mehrere Spieler zum Ende des Transferfensters ab. Die Ziele? Österreich, die Regionalliga Südwest und Italien.

München – Es ist das gewohnte Bild bei Bayern II: Zu Beginn einer neuen Saison werden alljährlich mehrere Neuzugänge verkündet. Viele Spieler rücken aus der Jugend raus, andere wechseln in die bayerische Landeshauptstadt – wie Top-Torjäger Anton Heinz.

In der Folge sehen vorhandene, talentierte Spieler andernorts bessere Chancen. So wie Veis Yildiz. Der 19-Jährige stammt aus Erding und wechselte 2019 vom Kirchheimer SC zu den Bayern. Yildiz durchlief alle Jahrgänge in der Jugend. Jetzt zieht es ihn nach Italien.

Italien ruft – Veis Yildiz wechselt in die U20 von Hellas Verona

Für Yildiz geht es jetzt nach Verona. Der zentrale Mittelfeldspieler nimmt sich ein Beispiel am ehemaligen Bayer Luca Toni. Im Spätherbst seiner Karriere kickte der Italiener noch drei Jahre beim italienischen Erstligisten Hellas Verona. Dort traf er in 100 Spielen 51-mal. Für keinen anderen Verein lief der Weltmeister von 2006 öfter auf.

Auch wenn Toni für die erste Mannschaft spielte – und nicht wie Yildiz vorerst in der U20 –, weckt der neue Verein alte Erinnerungen. Das Talent möchte in Italien den nächsten Schritt In Richtung Profifußball machen.

Den FC Bayern ebenfalls verlassen, hat Lukas Schneller. Der Torhüter schnürte von 2012 bis 2023 seine Schuhe für die Jugendabteilungen des FCB und war sogar zeitweise Teil des Profikaders. Er lernte dabei von Manuel Neuer, wurde aber von einer schweren Verletzung ausgebremst. In den letzten beiden Jahren war Schneller ausgeliehen – erst an die U23 des SC Freiburg und dann zum Regionalliga-Meister Schweinfurt.

Lukas Schneller und Manuel Neuer – Hier im November 2023 beim Training der Bayern.
Lukas Schneller und Manuel Neuer – Hier im November 2023 beim Training der Bayern. – Foto: IMAGO/Philippe Ruiz

Insgesamt hat der 20-Jährige zwölf Drittliga-Spiele absolviert. Für den 1,88 Meter großen Keeper geht es jetzt in die Regionalliga Südwest. Beim SV Sandhausen will Schneller weiter wachsen – momentan muss er jedoch hinter Arthur Lyska auf der Bank Platz nehmen.

Nächste Entwicklungsschritte in Österreich – „Werden ihren Weg sehr eng begleiten.“

Neben den permanenten Abgängen will der FC Bayern aber auch zwei Spieler im Ausland weiterentwickeln. Einer von ihnen ist Gibson Nana Adu. Von der SpVgg Unterhaching im Sommer 2024 gekommen, hoffte man auf eine rasante Entwicklung. Darum wurde Adu direkt an die Hachinger zurück ausgeliehen und sammelte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis.

Adu machte sich bereits deutschlandweit einen Namen. Der im Jahr 2008 geborene Angreifer bestritt für die Vorstädter 18 Drittligaspiele und erzielte dabei einen Treffer. Mit 16 Jahren wurde Adu der jüngste Drittliga-Spieler und Torschütze jemals. Für ihn geht es jetzt zum SCR Altach – österreichische Bundesliga.

Auch Mudaser Sadat verschlägt es nach Österreich. Sadat trägt diese Saison das Trikot vom Zweitligisten SKU Amstetten. Der 18-Jährige absolvierte drei Partien für die Amateure. Markus Weinzierl, Sportlicher Leiter des Bayern Campus, freut sich auf die Entwicklung der beiden: „Wir werden ihren Weg sehr eng begleiten.“

Bayern-Stammspieler Samuel Unsöld spielt ab sofort für die Stuttgarter Kickers

Wesentlich mehr Spiele als Sadat bestritt Samuel Unsöld. Der Angreifer fand in 29 Spielen sechsmal das gegnerische Tor und bereitete zwei Treffer vor. Unsöld spielt seit dem Vertragsende im Juni in der Regionalliga Südwest. Die Stuttgarter Kickers vertrauen in dieser Saison auf seine Fähigkeiten und peilen mit ihm den Aufstieg an.

Samuel Unsöld trägt seit dieser Saison das Trikot der Stuttgarter Kickers.
Samuel Unsöld trägt seit dieser Saison das Trikot der Stuttgarter Kickers. – Foto: IMAGO/Hansjürgen Britsch

Der Letzte im Bunde ist David Jonathans. Der Offensivspieler trug das Trikot der kleinen Bayern 27-mal, wobei er letzte Saison in den Niederlanden eine Spielzeit beim FC Den Bosch verbrachte. Nun haben sich die Roten und Jonathans dazu entschlossen, den bis Juni 2026 dotierten Vertrag in beiderseitigem Einverständnis aufzulösen. (mh)