
Eine Woche ist seit dem Aus von Otmar Schork beim 1. FC Magdeburg vergangen. Nun hat der Zweitligist den ersten Teil der Nachfolge geklärt. Mit Peer Jaekel haben die Elbestädter am Dienstag einen neuen Sportdirektor präsentiert.
Der 43-Jährige war zuletzt ab August 2023 ein Teil der Geschäftsführung des SK Austria Klagenfurt. Beim österreichischen Traditionsverein, der nach dem Bundesliga-Abstieg im Vorjahr aufgrund von finanziellen Problemen nun auch aus der zweiten Liga zwangsabsteigen muss, bildete er bis bis April 2025 gemeinsam mit Günther Gorenzel die Vereinsspitze.
Als Nachwuchsspieler durchlief Jaekel einst die Akademie des SV Werder Bremen. Bei den Grün-Weißen war er dann auch als Scout und Videoanalyst tätig. Zur Saison 2016/17 übernahm er die Leitung der Soutingabteilung beim TSV 1860 München, ehe er sich im November 2019 dem FC Viktoria Berlin anschloss. Dort habe er "die Entwicklung des Clubs über vier Jahre hinweg maßgeblich" mitgeprägt, heißt es in der Mitteilung des FCM.
Die "Himmelblauen" verfolgten damals das Ziel, dritte Kraft in Berlin zu werden. 2021 gelang Viktoria Berlin der Aufstieg in die 3. Liga. Nach nur einer Saison folgte jedoch direkt der Abstieg. Inzwischen ist der Abstieg aus der Ober- in die Berlin-Liga fast schon besiegelt. Im Mai 2023 verließ Jaekel die Hauptstadt und wechselte ins Umfeld des damaligen Bundesligisten von Austria Klagenfurt, der zum selben Investorenumfeld gehört.
Nun soll Jaekel nach dem Schork-Abschied etwas Neues in Magdeburg aufbauen. Beim "strukturierten und intensive Prozess der Neuausrichtung" habe man "unterschiedliche Profile, Herangehensweisen und Perspektiven sorgfältig analysiert und miteinander verglichen", erklärt Magdeburgs Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Lutz Petermann. "Am Ende dieses Prozesses hat sich Peer Jaekel sowohl fachlich als auch menschlich klar durchgesetzt", so Petermann weiter.
Jaekel habe bewiesen "dass er in der Lage ist, einen ambitionierten und entwicklungsfähigen Kader zu strukturieren und gezielt weiterzuentwickeln", erklärt FCM-Präsident Dr. Jörg Biastoch: "Er bringt sowohl die fachliche Kompetenz als auch die notwendige Anerkennung als ehemaliger Spieler und ausgewiesener Kenner der Fußballbranche mit." Und auch Geschäftsführer Martin Geisthardt blickt der Zusammenarbeit freudig entgegen: "Mit seiner frischen, dynamischen Art wird er unserem Club guttun und ich bin davon überzeugt, dass wir die positive Entwicklung des 1. FC Magdeburg gemeinsam mit ihm fortschreiben werden."
Die vertrauensvollen Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn sofort überzeugt, erklärt der neue Sportdirektor. "Unser klarer Fokus liegt nun auf dem Klassenerhalt und darauf, die Mannschaft im Saisonendspurt bestmöglich zu unterstützen", sagt Jaekel und ergänzt: "Gleichzeitig wollen wir frühzeitig die Weichen für die Kaderplanung der kommenden Spielzeit stellen. Ich freue mich darauf, nah an der Mannschaft zu arbeiten und diese Aufgabe mit voller Energie anzugehen." Über die weiterhin vakante Position des Sportgeschäftsführers werden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, teilte der FCM mit.