Mit erst 19 Jahren hat sich Jan-Simon Symalla, der eigentlich nur Simon genannt werden möchte, in der ersten Mannschaft des MSV Duisburg festgesetzt. Der Youngster überzeugt Woche für Woche in der Regionalliga West und hat nun beim 1:0-Sieg der Zebras gegen die Sportfreunde Lotte zum dritten Mal in Folge getroffen und dabei zum zweiten Mal in Serie den entscheidenden Siegtreffer erzielt. Das sagt er über seinen Torriecher, seine Entwicklung und die Fans.
Wenn Simon Symalla zum Dribbling ansetzt, wissen seine Gegenspieler: Jetzt wird's kniffelig. Der 19-Jährige beackert beim MSV Duisburg die rechte Angriffsseite, wechselt aber auch gerne mal ins Zentrum oder auf die linke Außenbahn. Dabei agiert er stets unberechenbar und kann so immer wieder gefährliche Torchancen herausspielen. Hat er zu Saisonbeginn noch einige leichte Ballverluste gehabt, konnte er sich stetig weiterentwickeln und seine Schwächen deutlich minimieren. Inzwischen ist er eine tragende Säule in der Mannschaft von Cheftrainer Dietmar Hirsch.
"Der Junge ist einfach gut. Er will in jeder Woche etwas lernen und hat eine super Entwicklung genommen. Ich bin stolz, dass ein Junge aus der Jugend so einen Weg geht. Es macht echt Spaß, mit ihm zu arbeiten", sagt der 52-jährige Übungsleiter über sein Offensivjuwel. Der zahlt das Vertrauen zurück. Im Duell gegen die Sportfreunde Lotte erzielte er zum zweiten Mal in den Folge den entscheidenden Siegtreffer, der dem MSV den nächsten Dreier einbrachte. Die Zebras beenden die Hinrunde mit 42 Punkten.
Der Youngster selbst wirkt beim Interview nach der Begegnung ganz in sich ruhend und reflektiert. "Manchmal musst du halt das Glück haben, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu stehen", erklärte Symalla zu seinem nun dritten Torerfolg in Serie, der zugleich auch der einzige und damit der Siegtreffer im Spitzenspiel der Zebras gegen die Sportfreunde war. "Mir ist es egal, ob ich jede Woche treffe oder auflege. Wichtig ist für mich, dass meine Leistung stimmt und wir mit der Mannschaft gewinnen Ich bin glücklich, dass ich in der Regionalliga meine Leistung bringen und dem Team weiterhelfen kann", führte er weiter aus.
Der junge Mann wirkt dabei absolut glaubwürdig und geerdet. "Ich bin schon sehr bodenständig. Ansonsten sind aber auch genügend Leute hinter mir, die mal ihre Meinung sagen, wenn etwas ist. Aber soweit wird es nicht kommen", erklärt er mit einem Zwinkern. Dass er im System von Hirsch gesetzt sein würde, war nach dem großen Umbruch im Sommer dabei keinesfalls selbstverständlich. "Natürlich habe ich immer dran geglaubt, hier Stammspieler zu werden, auch wenn ich ja gerade erst aus der Jugend hochgekommen bin", betont Symalla, der seinen ganz persönlichen Fußballtraum lebt. Am kommenden Samstag steht das letzte Spiel des Jahres gegen den FC Gütersloh an, bevor es in die wohlverdiente Winterpause geht. Doch die ist kurz, denn bereits am 3. Januar startet der Meidericher Spielverein in die Vorbereitung.