
Seit dem 8. Januar laufen die Vorlesungen wieder an der Dordt University in Sioux Center im US-Bundesstaat Iowa. Julian Janßen, der seit einigen Monaten mit einem Stipendium dort Wirtschaft studiert, weilt allerdings noch in seiner Heimatstadt Xanten. Der 19-Jährige, der in der Fußball-Mannschaft der Dordt University spielt, steigt erst etwas später ein. Er erholt sich von einer Knie-Operation. Janßen hatte sich im Dezember bei einem Training mit Teamkollegen verletzt. Die Meisterschaft war da schon beendet. Der Xantener ergatterte gleich einen Stammplatz.
„Für die Mannschaft war die Saison in einer sehr ausgeglichenen Liga nicht so erfolgreich, für mich persönlich schon“, sagt Janßen. Das Soccer-Team der Dordt University verpasste in der regionalen Meisterschaft mit Konkurrenten aus Iowa, Nebraska sowie South Dakota denkbar knapp die Play-off-Runde. „Wir sind Neunter geworden punktgleich mit dem Tabellenachten, der dann weiterspielen durfte“, so Janßen. Größter Erfolgsmoment der Saison war der Sieg gegen die Auswahl der Bellevue University, die zu dem Zeitpunkt als elftbeste Mannschaft der USA anreiste und mit einer 1:4 (1:0)-Niederlage Sioux Center verließ.
Der 19-Jährige, der in der Jugend für den SSV Lüttingen, SV Sonsbeck, SV Straelen und VfB Homberg auflief, gehörte als „Freshman“ mit der Trikotnummer 2 in allen Liga-Partien der Startelf an. Der Trainer bot ihn als Rechts- oder Innenverteidiger auf. Janßen hat seine Sache so gut gemacht, dass er eine der Auszeichnungen vom Verband erhielt.
Nun hat der Xantener erst mal Sportverbot. Rund drei Monate muss er zuschauen, während seine Teamkollegen schon wieder im Training sind. Die Knie-Verletzung zog sich Janßen bei einem privaten Kick zu. „Der Innenmeniskus im linken Knie war kaputt.“ Die Operation bei Christian Schoepp, Mannschaftsarzt des MSV Duisburg, sei gut verlaufen. Am 17. Januar steigt der Xantener wieder in den Flieger Richtung Iowa.
„Ich verpasse leider die Frühlingsvorbereitung, weiß aber, dass der Coach weiter auf mich setzt.“ Ein Wechsel der Uni war daher kein Thema. Seine Teamkollegen trainieren vor den Vorlesungen in der Woche täglich ab 6.30 Uhr in einem großen Sportkomplex auf Kunstrasen am Ball oder im Kraftraum. Die Zeiten in der modernen Halle seien begrenzt, da dort auch andere Uni-Mannschaften wie die Footballer spielen.
Für mehrere Monate im Jahr ziehen die Sportler der Dordt University in die Halle, die über ein Spielfeld mit internationaler Standardgröße verfügt, um. Die Wintertage können bitterkalt sein. „Anfang Dezember fielen die Temperaturen in Iowa zeitweise auf bis zu minus 22 Grad.“
Julian Janßen geht fest davon aus, dass er beim Start der neuen Saison im September wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist und als verlässlicher Stammspieler dabei mithelfen kann, dass seine Mannschaft diesmal die Play-offs erreicht. Und in seiner zweiten Spielzeit in den USA soll’s dann auch mit dem ersten Torerfolg klappen.
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