
Zuletzt musste Geiselbullach im Sparkassencup gegen Landesligist Oberweikertshofen ran. Im Totopokal ist der Gegner jetzt noch eine Nummer größer.
Geiselbullach – Noch nie zuvor in der Geschichte des TSV Geiselbullach hat ein so hochrangiger Verein seine sportliche Visitenkarte im Stadion an der Schulstraße abgegeben. Am Sonntag, 15 Uhr, gastiert der Regionalligist TSV Buchbach zum Erstrundenduell im bayerischen Totopokal in Bullach. Selten war die Favoritenrolle so klar verteilt.
„Ich könnte jetzt einige Floskeln bringen“, meinte Spielertrainer Stefan Held schmunzelnd. Und umschrieb die Gedanken an das vorläufige Spiel des Jahres wie folgt: „Da müsste schon ganz, ganz viel zusammenkommen, damit wir erfolgreich vom Platz gehen. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Die Null soll so lange wie möglich stehen.“ Klang dann doch irgendwie nach den üblichen Sätzen, wenn David auf Goliath trifft. Oberste Prämisse ist eine stabile Defensive, sagte Held. „Wir wollen aber schon auch unsere Nadelstiche setzen.“
Der TSV Buchbach ist ein Traditionsverein im Amateurfußball. Die Rot-Weißen sind seit 2012 fester Bestandteil der Regionalliga Bayern und wurden im vergangenen Jahr immerhin Vizemeister hinter dem 1. FC Schweinfurt 05. Buchbachs Coach Aleksandro Petrovic wurde zum „Trainer des Jahres“ in der Regionalliga gekürt. Held war schon öfters als Zuschauer in der schmucken 2500 Zuschauer fassenden Spielstätte im Landkreis Mühldorf am Inn. „Sie machen aus ihren Möglichkeiten das Beste.“
Während das TSV-Team am vergangenen Freitag die Pokal-Auslosung im Rahmen eines Mannschaftsabends schaute, waren der spielende Vize-Manager Jannik Schröder und Kapitän Sebastian Schäfer vor Ort in der Spielbank Bad Kötzting. Mit den weiteren Verantwortlichen wurde im Vorfeld eine Liste mit den Wunschgegnern erstellt. Allen voran natürlich die Münchner Löwen, gefolgt von den anderen Drittligisten sowie einigen Viertligisten. Die Buchbacher waren an Position acht gesetzt. Entsprechend siebenmal habe man einen Wunschgegner wegstreichen müssen, meinte Held. Als die Bullacher dann als 14. von 22 Teams gezogen wurde, durfte Schäfer auf der Bühne den Wunschgegner schließlich verkünden.
Für das vorläufige Spiel des Jahres mussten die Bullacher keine besonderen sicherheitsrelevanten Vorkehrungen treffen. Dennoch waren die Verantwortlichen in den letzten Tagen nicht untätig. So wird es am Spieltag im näheren Umfeld des Sportgeländes im Olchinger Norden weitere Parkplätze geben. Auch einen zweiten Eingang wird es geben. Insgesamt rechnen die Bullacher mit 500 Zuschauern. (Dirk Schiffner)