
Die SpVgg Unterhaching gewinnt das erste Heimspiel 2025. Präsident Schwabl erklärt die Hintergründe zum Drittliga-Lizenzantrag des Vereins.
Im dritten Anlauf in diesem Jahr ist bei der SpVgg Unterhaching der Knoten geplatzt. Nach einer Niederlage beim FC Bayern II sowie einem Unentschieden in der Vorwoche in Aubstadt gewann die Mannschaft von SpVgg-Cheftrainer Sven Bender das erste Heimspiel des Kalenderjahres. 2125 Zuschauer sahen im Unterhachinger Sportpark das 2:0 (1:0) gegen den FV Illertissen.
Vor allem eine gute Torausbeute gegen den einstigen Angstgegner aus dem Pokalfinale des Vorjahres sorgte in der Partie bei frühlingshaften Temperaturen für viel Hoffnung beim Zweiten der Regionalliga Bayern. Nach einer ersten Drangphase der Gäste in den Anfangsminuten wurden die Hachinger immer stärker. Moritz Müller scheiterte bei einem Kopfball (21.) und Simon Skarlatidis traf die Latte (23.). Nach dem 1:0 per verwandeltem Foulelfmeter von Skarlatidis (26.) wurde Haching zunehmend stärker. „Das Tor hat uns Erleichterung gegeben“, sagt Bender. In der Folge übernahm die SpVgg bis zur Pause die Initiative im Spiel und die Gäste wurden nur noch einmal über ihren Stürmer Yannick Glessing gefährlich (37.).
In der zweiten Hälfte sorgte zunächst Bayern-Leihgabe Richard Meier mit einer sehenswerten Einzelaktion für das 2:0 (60.), bevor seine Mitspieler Müller und Tim Hannemann gute Chancen auf die Vorentscheidung ausließen (64., 75.). Die Gäste scheiterten mehrfach kläglich vor dem Hachinger Schlussmann Erion Avdija (61., 80., 84.) und verloren ihren Nimbus als Hachinger Pokalschreck.
Auf Seiten der Hachinger standen insbesondere das Heimdebüt von Winterneuzugang Meier sowie das erste Spiel in der Startformation von Rückkehrer Christoph Ehlich im Fokus. Während Ehlich die Position des Rechtsverteidigers vom verletzungsbedingt fehlenden Kapitän Markus Schwabl mit viel Spielübersicht gut ausfüllte, freute sich Meier derweil über sein gelungenes Heimspieldebüt im Hachinger Trikot. Der 22-jährige Stürmer mit vielen guten Aktionen bei der Ballbehauptung war zufrieden mit der Leistung und unterstrich die Hachinger Ambitionen auf einen potenziellen Aufstieg aus sportlicher Sicht. „Wir sind definitiv ein Kandidat“, findet der Angreifer mit Drittligaerfahrung in Sandhausen.
Aus organisatorischer Sicht gab SpVgg-Präsident Manfred Schwabl derweil einen Einblick zu den Beweggründen des Vereins, den Lizenzantrag im Rahmen des Zulassungsverfahrens für die 3. Liga fristgerecht abzugeben. „Wir wollen uns die Option offenlassen und haben unsere Pflicht erst mal mit dem Einreichen erledigt“, sagt Schwabl. Sobald ein Bescheid des DFB mit eventuellen Bedingungen oder Auflagen für eine Drittliga-Lizenz eintrifft, wolle man sich laut Schwabl mit den Details beschäftigen und Chancen und Risiken eines Aufstieges abwägen. Wie schon beim letzten Aufstieg 2023 lehnt Schwabl den teuren Gang in die höhere Liga ab, sollte dieser nur mit Einsparungen im hauseigenen Nachwuchsleistungszentrum umsetzbar sein. (rmf)