Die Erleichterung war ihnen ins Gesicht geschrieben: Futsal Allgäu hat in einem wahren Kraftakt drei wichtige Punkte beim Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München eingefahren. Mit 6:4 gewannen sie das Match in der Landeshauptstadt.
„Es war jetzt nicht unser bestes Spiel, das wir aufgezogen haben. Viel wichtiger ist der Sieg“, kommentiert Vereinsvorstand Tom Neitzel den Auswärtserfolg. Bis dahin war es aber ein kräftezehrender Weg. Das frühe 0:1 in der dritten Spielminute spielte den Gästen in keiner Weise in die Karten. Allerdings gab Can Balcioglu, der angeschlagen ins Match ging, in der neunten Spielminute die passende Antwort. Auf Vorlage von Alexander Weber egalisierte er den knappen Vorsprung der Löwen zum zwischenzeitlichen 1:1. Allerdings wurde das Match Mitte der ersten Halbzeit doch etwas nickliger, der Gastgeber präsentierte sich mit einer doch etwas aggressiveren Spielweise. Weil der gegnerische Schlussmann Can Balcioglu mit gestreckten Beinen niederstreckte, musste der 25-Jährige bereits nach 14 Minuten aus dem Spiel genommen werden. Adis Slmatic hatte 180 Sekunden später die passende Antwort parat, als er nach einem Zuckerpass von Besfort Rakovica die 2:1-Führung für Futsal Allgäu erzielte. Doch eine Minute später klingelte es zum zweiten Mal im Tor von Kapitän Andreas Stelz.
Die Zuschauer mussten in diesem intensiven, zum Teil auch hitzigen Match bis zur 29. Minute warten, ehe es wieder klingelte. Zuerst legten die Löwen vor, Besfort Rakovica, der in einer überragenden Form ist, konnte für Futsal Allgäu zum 3:3 ausgleichen. „Wichtig war, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht nachgelassen haben“, so Mathias Franke, der sein Team in Führung brachte (32.). Turbulent verlief noch die Schlussphase. Besfort Rakovica erhöhte in der 38. Minute auf 5:3, ehe 60 Sekunden später die Löwen wieder verkürzten. Mit dem klasse Schuss von Torwart Andreas Stelz zum 6:4 (60.) war die Niederlage von 1860 München endgültig besiegelt. „Unsere Teamleistung war entscheidend, dass wir den Sieg eingefahren haben“, betont Mathias Franke, der deutlich macht, dass er selbst angeschlagen ins Match ging. Bereits im vierten Spiel in der Regionalliga Süd war Futsal Allgäu nicht komplett. Fehlten doch gegen die Löwen die dribbelstarken Mirhan Kaya, Jonathan Pohl und Spielertrainer Naim Nimanaj. Nur bei der Heimpremiere musste Mathias Franke krankheitsbedingt das Bett hüten, doch gegen die 60er lief er wieder auf.
Mit nunmehr sechs Punkten auf der Habenseite hat sich Futsal Allgäu in der Tabelle auf Rang sechs vorgeschoben. Schon am kommenden Samstag geht es weiter, wenn um 19 Uhr in der Neugablonzer Dreifachturnhalle in Neugablonz der TSV Neuried seine Visitenkarte abgibt.