2026-04-10T07:15:08.667Z

Der Spieltag

Wettswil deklassiert Tuggen - Höngg ringt Dietikon einen Punkt ab

1. Liga, Gruppe 3: 23. Runde

von Eric Fuchs · Heute, 05:23 Uhr · 0 Leser
Wettswils Veljko Vukasinovic erzielt auf Pass von Marc Figueiredo die 2:0-Führung gegen Tuggen.
Wettswils Veljko Vukasinovic erzielt auf Pass von Marc Figueiredo die 2:0-Führung gegen Tuggen. – Foto: Kaspar Köchli

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Am 23. Spieltag der Erstliga-Gruppe 3 entschied Wettswil-Bonstetten das Verfolgerduell gegen Tuggen gleich mit 5:0 für sich und rangiert neu vor den Märchlern auf dem zweiten Tabellenrang. Am anderen Tabellenende vergab Höngg gegen Dietikon zwar eine Zwei-Tore-Führung, gewann aber trotzdem einen wichtigen Punkt. Weniger rosig lief es dagegen für das Schlusslicht SV Schaffhausen.

Demonstriert: Wettswil überrollt chancenlosen FC Tuggen
Im Spitzenspiel des 23. Spieltages setzte sich Wettswil-Bonstetten überraschend deutlich mit 5:0 gegen den FC Tuggen durch.

Die Tuggener starteten in Wettswil ordentlich in die Partie und zeigten sich in den ersten 15 Minuten präsent in den Zweikämpfen sowie bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Klare Torchancen blieben in dieser Phase jedoch aus. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Wettswil-Bonstetten das Kommando und nutzte Unsicherheiten in der Defensive der Gäste konsequent aus. In der 28. Minute eröffnete WB-Kapitän Flavio Peter das Skore, nachdem sich der Führungstreffer zuvor abgezeichnet hatte. Kurz vor der Pause erhöhte Veljko Vukasinovic auf 2:0. Tuggen kam bis dahin lediglich zu einem ersten Abschluss durch Dardan Morina.

Nach dem Seitenwechsel entschied Wettswil die Partie frühzeitig. Flavio Peter traf in der 51. und 65. Minute zweimal und schnürte damit einen Hattrick. Zusätzlich erschwerte der Platzverweis gegen Tuggen-Spieler Argtim Ismaili, der nach einer zweiten Gelben Karte vom Feld musste, die Aufgabe der Gäste erheblich. Den Schlusspunkt setzte erneut Vukasinovic mit dem fünften Treffer, der das klare Resultat abrundete.

Der 5:0-Endstand spiegelte den Spielverlauf insgesamt wider. Wettswil-Bonstetten überzeugte durch Zweikampfstärke, Präsenz und Effizienz, während Tuggen über weite Strecken Probleme hatte, offensive Durchschlagskraft zu entwickeln und im Strafraum gefährlich zu werden. Selbst ein Routinier wie Tuggens José Meier hatte auf der vereinseigenen Webseite Mühe, die passende Erklärung für den blutleeren Auftritt seiner Mannschaft zu finden: "Es ist schwierig, Worte zu finden. Das Fieber, welches wir gegen Wettswil-Bonstetten immer haben und brauchen, hat heute gefehlt. Sie waren sehr stark und haben unsere Schwächen sehr gut ausgenutzt", bilanzierte Meier.

Ganz anders war die Gemütslage bei Wettswils Trainer Hesam Mirzai: "Das war ein Riesenspiel von uns, Kompliment an die Mannschaft, die den Matchplan genau umsetzte. Am nächsten Samstag treffen wir im Tessin auf das sehr starke Taverne. Wir wollen den Schwung mitnehmen und auch dort den Sieg anstreben", sagte Mirzai auf der vereinseigenen Webseite.

Kassiert: Bittere Heimschlappe für die "Spielvi"
Nur wenige Tage, nachdem die SV Schaffhausen durch einen 2:0-Heimsieg wieder Hoffnung geschöpft hatte, doch noch die Liga zu halten, gab es für den Tabellenletzten einen herben Dämpfer. Die Munotstädter unterlagen zu Hause der AC Taverne gleich mit 0:7.

Nach dem wichtigen 2:0-Sieg gegen USV Eschen/Mauren ging die Spielvereinigung mit neuer Hoffnung und viel Motivation ins Heimspiel gegen die AC Taverne. Ziel war es, im Abstiegskampf weiter Boden gutzumachen. Doch die Partie entwickelte sich deutlich schwieriger als erwartet.

Die Gäste aus dem Tessin starteten stark und setzten die "Spielvi" von Beginn an unter Druck. Mit schnellem Spiel, präzisen Kombinationen und hoher Effizienz vor dem Tor erspielten sie sich früh klare Vorteile. Bereits nach 15 Minuten führte Taverne mit 3:0. Die Defensive der Gastgeber wirkte überfordert und fand kaum Zugriff auf das Spiel. Torhüter Pascal Bleise verhinderte mit mehreren starken Paraden zunächst einen noch höheren Rückstand und hielt sein Team im Spiel, war jedoch bei einigen Abschlüssen machtlos.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb Taverne die klar bessere Mannschaft. Die Tessiner kontrollierten das Spielgeschehen und nutzten die Räume konsequent aus. Die Schaffhauser hingegen hatte weiterhin Mühe, offensiv gefährlich zu werden. Nur selten gelangen ihnen strukturierte Angriffe oder klare Torchancen, sodass sie dem Spiel kaum eine Wendung geben konnten.

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Last-Minute: YF Juventus setzt sich in der 96. Minute gegen den Aufsteiger durch
Enger als erwartet setzte sich Leader YF Juventus doch noch gegen den FC Widnau mit 2:1 durch.

YF Juventus ging als souveräner Tabellenführer in die Auswärtspartie vor rund 250 Zuschauern in Widnau und wurde dieser Rolle von Beginn weg gerecht. Die Zürcher übernahmen sofort die Kontrolle über das Spiel, bestimmten das Tempo und erspielten sich früh erste Chancen. Bereits in der Anfangsphase setzte Chagas mit einem Kopfball ein erstes Zeichen, ehe YF Juventus in der 17. Minute verdient in Führung ging. Nach einem Eckball konnte Widnaus Torhüter Kovacic den Ball nicht entscheidend klären, wovon Hasani profitierte und zum 1:0 einschob.

Auch in der Folge liess YF Juventus Ball und Gegner laufen, zeigte sich spielerisch überlegen und zwang Widnau tief in die eigene Hälfte. Die Gastgeber versuchten, mit Härte dagegenzuhalten, was sich in mehreren Verwarnungen widerspiegelte. Nach der Pause bot sich Tavares die grosse Chance auf das zweite Tor, er scheiterte jedoch am stark reagierenden Kovacic. In dieser Phase kam Widnau besser ins Spiel und setzte YF Juventus zeitweise unter Druck, doch Torhüter Matic hielt mit mehreren Paraden die Führung fest.

Erst in der Schlussphase erhöhte Juventus wieder den Druck, blieb aber im Abschluss glücklos. In der Nachspielzeit fiel unglücklich der Ausgleich durch ein Eigentor. Doch die Mannschaft bewies Charakter: In der letzten Aktion des Spiels nutzte Laski eine Standardsituation und köpfte zum umjubelten 2:1-Sieg ein.

Zufriedene Gesichter bei YF Juventus nach dem Last-Minute-Sieg in Widnau.
Zufriedene Gesichter bei YF Juventus nach dem Last-Minute-Sieg in Widnau. – Foto: zvg

Gesagt: "Dieses Unentschieden fühlt sich an wie eine Niederlage"
Der SV Höngg rang dem FC Dietikon auf dem heimischen Hönggerberg ein 2:2-Remis ab, überholte damit den FC Widnau wieder und befindet sich nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

Das Spiel zwischen Dietikon und Höngg begann mit Vorteilen für die Gäste. Bereits in der ersten Halbzeit erspielte sich Dietikon mehrere gute Chancen: Freddy M’Biye verfehlte früh per Kopf, danach scheiterten Dayan Saholona und Diego Lobo am starken Höngger Torhüter Björn Lindroos. Die grösste Möglichkeit vergab Zoumana Sangare aus kürzester Distanz. Auch Höngg kam durch Alija Hadziarapovic zu einer Chance, doch zur Pause stand es 0:0.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie innerhalb weniger Minuten. Nach einem umstrittenen Handspiel von Leonardo Beuggert entschied der Schiedsrichter auf Penalty, den Diego Kälin in der 49. Minute zur Höngger Führung verwandelte. Nur eine Minute später nutzte Alija Hadziarapovic eine Unachtsamkeit in der Dietiker Defensive und erhöhte auf 2:0.

Dietikon reagierte mit zunehmendem Druck und übernahm die Spielkontrolle. In der 66. Minute fiel der Anschlusstreffer: Nach einem Foul an Mattia Rosolen verwandelte Josiah Daniel den Penalty zum 1:2. Die Gäste blieben besser und wurden belohnt: Rund zehn Minuten vor Schluss erzielte Daniel per Kopf den verdienten Ausgleich zum 2:2.

In der Schlussphase hatte Dietikon sogar noch die grosse Chance zum Sieg, doch Joker Luis Mestre vergab in letzter Sekunde. Entsprechend zeigte sich Trainer Daniel Tarone nach dem Spiel enttäuscht: "Dieses Unentschieden fühlt sich an wie eine Niederlage", haderte er in der "Limmattaler Zeitung".

Souverän: Freienbach siegt problemlos
Dem FC Freienbach ist nach zwei schmerzhaften Niederlagen in Folge auf der Chrummen die Antwort geglückt. Die Höfner bekundeten beim 2:0-Vollerfolg über Eschen/Mauren keine Mühe.

Bei angenehmen äusseren Bedingungen entwickelte sich zwischen dem FC Freienbach und Eschen/Mauren zunächst eine zähe Partie. Beide Teams wirkten in der ersten Halbzeit gehemmt und konnten nicht an ihre gewünschten Leistungen anknüpfen. Das Spieltempo blieb niedrig, strukturierte Offensivaktionen waren selten. Stattdessen prägten intensive Zweikämpfe im Mittelfeld sowie viele Fouls und Unterbrechungen das Geschehen. Zwar suchte Eschen/Mauren etwas häufiger mit direkten Pässen den Weg nach vorne, doch fehlte es den Gästen an Präzision, um Freienbach ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Erst nach gut 30 Minuten fand der FC Freienbach besser ins Spiel und erhöhte das Tempo deutlich. Die erste sauber herausgespielte Offensivaktion führte prompt zum Führungstreffer: Nach einem schnellen Umschaltmoment bediente Samuel Heini den gestarteten Cristiano Teixeira mustergültig, der Torhüter Foser umspielte und souverän zum 1:0 einschob. Der Treffer gab den Gastgebern spürbar Auftrieb. Bis zur Pause dominierte Freienbach das Spiel klar und erspielte sich mehrere gute Chancen, scheiterte jedoch an der eigenen Effizienz oder am Aussennetz.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Eschen/Mauren engagierter und konnte mehr Spielanteile in der gegnerischen Hälfte verzeichnen. Zwingende Torchancen blieben jedoch aus, auch weil Standardsituationen harmlos verpufften. Die beste Möglichkeit zu Beginn der zweiten Hälfte hatte erneut Freienbach, doch Dario Marcon setzte einen Volleyschuss über das Tor. Mit zunehmender Spielzeit öffnete Eschen/Mauren durch sein offensiveres Auftreten Räume für Konter. Diese nutzte Teixeira in der 72. Minute nach Vorarbeit von Jérôme Stähli zum 2:0. Weitere Chancen auf einen höheren Sieg blieben ungenutzt, sodass Freienbach letztlich einen verdienten 2:0-Erfolg feierte.

Gedreht: Kosova mit später Wende gegen Wintherthurs U21
Einen unerwarteten Ausgang gab es im Spiel zwischen Kosova und Winterthur U21. Nachdem die jungen Winterthurer lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatten, drehte der FC Kosova das 0:2 in der Schlussviertelstunde noch zu einem 3:2-Sieg herum. Für die drei späten Treffer der Stadtzürcher waren Nicolas Künzli (79.), Enis Kuka (84.) und Debütant Arianit Rama (86.) verantwortlich.

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