
Die Suche nach neuen Assistenztrainern für die Schweizer Nationalmannschaft gestaltet sich schwieriger, als es sich der Schweizerische Fussballverband (SFV) vorgestellt hatte. Mittendrin in diesem Prozess ist auch der Trainer von Wettswil-Bonstetten und Ex-Nationalspieler Stephan Lichtsteiner.
Wäre es nach der Idealvorstellung des Schweizerischen Fussballverbandes gegangen, so würde Stephan Lichtsteiner ab März Nationaltrainer Murat Yakin als Assistenztrainer zur Seite stehen. Dies zusammen mit Davide Callà als zweiter Co-Trainer und Diego Benaglio als Team-Manager.
Allerdings hat sich der SFV mit dem Cheftrainer des FC Wettswil-Bonstetten nicht einigen können. Und dies obwohl, der Captain der Nationalmannschaft, Granit Xhaka, Lichtsteiner als Wunschkandidat für den Job des Co-Trainers bezeichnet hatte.
Lichtsteiner hat dem Verband inzwischen nun abgesagt. Er habe entschieden, dass er im Moment für dieses Amt nicht zur Verfügung stehe, hat Lichtsteiner gegenüber dem «Blick» gesagt, ohne aber Details preiszugeben. Stattdessen will sich der 41-jährige Zentralschweizer voll und ganz auf sein Traineramt bei Wettswil-Bonstetten konzentrieren.
Spannende Aufgabe im Säuliamt
In der Tat ist die sportliche Herausforderung mit WB äusserst reizvoll. Die «Säuliämtler» mit dem 108-fachen Schweizer Internationalen Lichtsteiner an der Seitenlinie stehen im Rennen um die Aufstiegsspiele in der 1.-Liga-Gruppe 3.
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Nach dem Sieg zum Auftakt der Rückrunde gegen die U21 des FC Winterthur stehen die «Säuliämtler» in der Tabelle bereits auf Rang drei, nur einen Punkt hinter dem Zweitplatzierten FC Tuggen.
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Beim FC Wettswil-Bonstetten ist man zudem voll des Lobes für Stephan Lichtsteiner. «Wir sind enorm zufrieden – sowohl fussballerisch als auch menschlich. Er bringt die erste Mannschaft und den Verein als Ganzes weiter», sagte WB-Präsident Martin Meili kürzlich gegenüber FuPa Zürich.
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Zu schlechtes Angebot?
Auch mit den anderen namhaften, potenziellen Anwärtern auf diese Jobs gab es bislang keine Einigung. Wie der «Blick» berichtet hat, soll der Verband den Kandidaten zu wenig attraktive Konditionen geboten haben.
Anscheinend soll der SFV den potenziellen Anwärtern auf die Posten lediglich Mandatsverträge über ein halbes Jahr und eine Entschädigung von einigen hundert Franken pro Tag bei der Nationalmannschaft offeriert haben. Entsprechend schwierig soll es um die Verhandlungen stehen. Das Engagement von Ex-Nationalgoalie Diego Benaglio sei aufgrund eines unklaren Rollenprofils in die Ferne gerückt.
SFV steht unter Druck
Deshalb gilt Davide Callà derzeit als Favorit auf den Co-Trainer-Posten. Das Problem dabei: Callà ist aktueller Co-Trainer beim FC Basel und mit dem Club mittendrin im Kampf um den Schweizer Meistertitel. Noch ist unklar, ob der FCB ein allfälliges Doppelmandat – zumindest bis zum Ende der Super-League-Saison tolerieren wird.
In dieser Zeitspanne bestreitet die Nationalmannschaft ein Trainingslager in der Algarve sowie Testspiele gegen Nordirland auswärts und zuhause gegen Luxemburg. Im Juni folgt dann ein weiterer Zusammenzug der Nationalspieler mit Testspielen.
Der Verband steht unter Druck, eine langfristige Lösung zu finden. Im September startet die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko.
Im Winter hat Giorgio Contini, der bisherige Assistenztrainer von Murat Yakin, als neuer Cheftrainer zu YB gewechselt. Bei den Bernern hat Contini einen Vertrag bis 2027 unterzeichnet. Seither ist der Posten an der Seite von Nationaltrainer Murat Yakin vakant.
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