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Allgemeines
– Foto: Imago Images

Westfalens Großstädte: Bochum (Teil 2)

Nach Bayern ist der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) der mitgliederstärkste Landesverband in Deutschland.

>>> Zu Teil 1: Dortmund

Heute: Bochum (~366.000 Einwohner)

Platz 1 - VfL Bochum

Ligazugehörigkeit 2024/25: 1. Bundesliga (Level 1)

Vollständiger Name: Verein für Leibesübungen Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V.

Gründungsjahr: 1848

Vereinsfarben: Blau-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 1938 im Rahmen der Zwangsfusionen durch die Nazis (Gleichschaltung) entstanden. Der TV Bochum, der TuS Bochum und der SV Germania Bochum wurden zusammengeschlossen. Der „Turnverein Bochum“ wurde im Jahr 1849 gegründet. Im Jahr 1904 wurde die Jahreszahl 1848 in den Vereinsnamen übernommen, da in diesem Jahr bereits die Vereinsgründung in die Wege geleitet wurde. Der „Turn- und Sportverein Bochum“ ist im Jahr 1919 aus der Fusion der Vereine „Spiel und Sportverein Bochum“ (von 1908) und TV Bochum (siehe oben) entstanden. Im Rahmen der Reinlichen Scheidung im Jahr 1924 spaltete sich der TV Bochum jedoch wieder ab und die Fußballabteilung wurde unter dem Vereinsnamen TuS Bochum weitergeführt. Der „Sportverein Germania Bochum“ wurde im Jahr 1906 als „Fußballclub Bochum“ gegründet und zählt zu den ältesten Fußballvereinen Bochums. Im Jahr 1938 übernahm der heutige Fusionsverein die Spielklasse des SV Germania Bochum. Von 1943 bis 1944 bildete der VfL Bochum eine Kriegsspielgemeinschaft mit dem Verein „Vereinigte Preußen Bochum“ (von 1907). Nach dem zweiten Weltkrieg gliederte sich die Fußballabteilung im Jahr 1949 als eigenständiger Verein aus.

Erfolge: DFB-Pokal-Finalist 1968, 1988, Aufstieg in die Bundesliga 1971, 1994, 1996, 2000, 2002, 2006, 2021, Teilnahme am UEFA-Cup 1997/98 und 2004/05

Platz 2 - SG Wattenscheid 09

Ligazugehörigkeit 2024/25: Oberliga Westfalen (Level 5)

Vollständiger Name: Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid e. V.

Gründungsjahr: 1909

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Geschichte: Der Verein wurde im Jahr 1909 als „Ballspiel-Verein Wattenscheid“ gegründet. Vorgänger waren zwei Wattenscheider Ballspielvereine, die bereits um 1907 existierten. Im Jahr 1919 fusionierte der BV Wattenscheid mit dem „Turnverein Wattenscheid“ (von 1901) zum „Turn- und Ballspielverein Wattenscheid“. Im Rahmen der Reinlichen Scheidung wurden beide Vereine im Jahr 1923 wieder eigenständig. Im Jahr 1934 kam es zur Zwangsfusion durch die Nazis zwischen dem BV Wattenscheid und der „Sportgemeinschaft Wattenscheid“ (von 1930) zum Verein „Sportgemeinschaft Wattenscheid 09/30“. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Verein im Jahr 1945 in den heutigen Vereinsnamen umbenannt.

Erfolge: Aufstieg in die Bundesliga 1990, Bundesliga-Zugehörigkeit 1990 bis 1994, 2. Liga 1969 bis 1990, 1994-96 und 1997-99, Westfalenpokalsieger 2016, Kreispokalsieger 2012, 2011, 2007

Platz 3 - Concordia Wiemelhausen

Ligazugehörigkeit 2024/25: Oberliga Westfalen (Level 5)

Vollständiger Name: Concordia Wiemelhausen 08/10 e. V.

Gründungsjahr: 1908

Vereinsfarben: Rot-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 1997 aus einer Fusion der Vereine SV Concordia Bochum und DJK TuS Wiemelhausen entstanden. Der „Sportverein Concordia Bochum“ wurde im Jahr 1910 gegründet, der „DJK Turn- und Sportverein Wiemelhausen“ im Jahr 1908.

Erfolge: Aufstieg in die Oberliga 2024, Aufstieg in die Westfalenliga 2016, Kreispokalsieger 2022, 2018, 2015

Platz 4 - DJK TuS Hordel

Ligazugehörigkeit 2022/23: Landesliga (Level 7)

Vollständiger Name: DJK Turn- und Sportfreunde Hordel 1911 e. V.

Gründungsjahr: 1911

Vereinsfarben: Grün-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 1911 als „Turnverein Hordel“ gegründet worden. Im Jahr 1920 trat der Turnverein dem DJK-Sportverband bei und nannte sich fortan „DJK Turn- und Sportfreunde“. Nach dem Verbot durch die Nazis im Jahr 1934 gründete sich der Verein im Jahr 1947 neu. Erst im Jahr 1960 wurde die Fußball-Abteilung gegründet, die im Jahr 1968 dem FLVW beitrat.

Erfolge: Aufstieg in die Oberliga Westfalen 1996, Oberliga-Zugehörigkeit 1996 bis 2003, Kreispokalsieger 2017, 2010

Platz 5 - SW Wattenscheid 08

Ligazugehörigkeit 2024/25: Landesliga (Level 7)

Vollständiger Name: Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 e. V.

Gründungsjahr: 2008

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 2008 aus einer Fusion der Vereine SSV SW Südfeldmark und FC Wattenscheid-Ost entstanden. Der „Spiel- und Sportverein Schwarz-Weiß Südfeldmark“ ist im Jahr 1991 aus einer Fusion der Vereine SSV Südfeldmark und SW Wattenscheid entstanden. Der „Spiel- und Sportverein Südfeldmark“ wurde im Jahr 1980 gegründet und nahm erstmals in der Saison 1981/82 am Spielbetrieb teil. Der Verein „Schwarz-Weiß Wattenscheid“ wurde im Jahr 1983 gegründet und nahm erstmals in der Saison 1984/85 am Spielbetrieb teil. Der „Fußballclub Wattenscheid-Ost“ wurde im Jahr 1926 gegründet.

Erfolge: Aufstieg in die Westfalenliga 2012, Kreispokalsieger 2013, als Vorgänger SSV SW Südfeldmark 2008, 2006

Platz 6 - TuS Harpen

Ligazugehörigkeit 2024/25: Landesliga (Level 7)

Vollständiger Name: Turn- und Sportverein Bochum-Harpen 08/11 e. V.

Gründungsjahr: 1908

Vereinsfarben: Blau-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 1908 als „Spielvereinigung Harpen“ gegründet worden. Im Jahr 1933 kam es im Zuge der politischen Zwänge der Nazis zur Fusion mit dem „Turnverein Jahn Harpen“ unter dem heutigen Vereinsnamen. Im Jahr 1942 wurde der Spielbetrieb aufgrund des zweiten Weltkrieg eingestellt. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Spielbetrieb im Jahr 1945 wiederaufgenommen. Die SpVg Harpen wurde im Jahr 1908 gegründet, die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband erfolgte im Jahr 1913. Aufgrund des ersten Weltkriegs kam der Spielbetrieb von 1916 bis 1918 zum Erliegen. Der TV Jahn Harpen wurde im Jahr 1911 gegründet.

Erfolge: Aufstieg in die Landesliga 2024

Platz 7 - FC Altenbochum

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: Fußballclub Altenbochum 20/28 e. V.

Gründungsjahr: 1920

Vereinsfarben: Blau-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 2016 aus einer Fusion der Vereine SF Altenbochum und SC Post Altenbochum entstanden. Die „Sportfreunde Altenbochum“ wurden im Jahr 1928 gegründet. Der „Sportclub Post Altenbochum“ ist im Jahr 2001 aus einer Fusion der Vereine SC Altenbochum und Post SV Bochum entstanden. Der „Sportclub Altenbochum“ wurde im Jahr 1920 als „Ballspiel Union Altenbochum gegründet“. Der Zeitpunkt der Umbenennung ist unbekannt. Der „Post Sportverein Bochum“ wurde im Jahr 1927 gegründet.

Erfolge: Kreispokalsieger 2019, 2024, Aufstieg in die Landesliga 2023

Platz 8 - SC Weitmar

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: Sportclub Weitmar 45 e. V.

Gründungsjahr: 1945

Vereinsfarben: Rot-Weiß

Geschichte: Der heutige Verein wurde nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 als Sportverein „Sparta Weitmar“ gegründet. Im Jahr 1953 erfolgte die Umbenennung in den heutigen Vereinsnamen. Vorgänger war der im Jahr 1928 gegründete Arbeitersportverein „Sparta Blumenfeld“, der im Jahr 1933 der Gleichschaltung durch die Nazis zum Opfer fiel.

Erfolge: Aufstiege in die Landesliga 2008 und 2015 (insgesamt fünf Jahre Landesliga-Zugehörigkeit)

Platz 9 - CSV SF Bochum-Linden

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: Christlicher Sportverein Sportfreunde Bochum-Linden 1925 e. V.

Gründungsjahr: 1925

Vereinsfarben: Gelb-Schwarz

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 2010 aus einer Fusion der Vereine DJK SF Bochum-Linden und CSG Bochum entstanden. Der Verein „DJK Sportfreunde Bochum-Linden“ wurde im Jahr 1925 gegründet. Im Jahr 1935 folgte die zwangsweise Auflösung durch die Nazis. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Spielbetrieb im Jahr 1946/47 wiederaufgenommen. Im Jahr 1968 trat der Verein dem Westdeutschen Fußballverband bei. Der Verein „Christliche Sportgemeinschaft Bochum“ besaß keine Fußballabteilung. Das Gründungsjahr ist nicht bekannt.

Erfolge: Durchmarsch nach der Fusion 2010 bis 2012 von der Kreisliga A in die Landesliga, Landesliga-Zugehörigkeit 2013 bis 2017, Kreispokalsieger 2016, 2014

Platz 10 - DJK Wattenscheid

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: DJK Wattenscheid e. V.

Gründungsjahr: 1997

Vereinsfarben: Gelb-Grün

Geschichte: Der heutige Verein ist im Jahr 1997 aus einer Fusion der Vereine DJK BG Mark-Altstadt und DJK GW Wattenscheid-Heide. Der Verein „DJK Blau-Gelb Mark-Altstadt“ ist im Jahr 1992 aus einer Fusion der Vereine DJK BG Wattenscheid und DJK Mark Altstadt Wattenscheid entstanden. Der Verein „DJK Blau-Gelb Wattenscheid“ wurde im Jahr 1986 gegründet, der Verein „DJK Mark Altstadt Wattenscheid“ im Jahr 1966. Der Verein „DJK Grün-Weiß Wattescheid-Heide“ wurde im Jahr 1948 gegründet.

Erfolge: Aufstieg in die Landesliga 2018

Platz 11 - CF Kurdistan Bochum

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: C.F. Kurdistan Bochum e.V.

Gründungsjahr: 2003

Vereinsfarben: Grün-Rot-Gelb

Geschichte: Der heutige Verein wurde im Jahr 2003 als FC Inter Bochum gegründet. Der "Fußballclub Inter Bochum" wurde im Jahr 2012 in den heutigen Vereinsnamen umbenannt.

Erfolge: Durchmarsch 2017 bis 2019 von der Kreisliga B in die Bezirksliga, Kreispokalsieger 2020

Platz 12 - SV Phönix Bochum

Ligazugehörigkeit 2024/25: Bezirksliga (Level 8)

Vollständiger Name: Sportverein Phönix Bochum 1910 e. V.

Gründungsjahr: 1910

Vereinsfarben: Schwarz-Gelb

Geschichte: Gemäß der Vereinshomepage wurde der Verein im Jahr 1910 gegründet. Wie es zur seltenen Vereinsbenennung „Phönix“ kam, ist nicht überliefert. Es wird spekuliert, dass der Verein Phönix Karlsruhe zur Inspiration diente, da dieser ein Jahr zuvor Deutscher Meister geworden war. Im Jahr 1913 erfolgte der Beitritt zum Westdeutschen Spielverband, doch schon ein Jahr später mit Beginn des ersten Weltkriegs ruhte der Spielbetrieb. Im Jahr 1918 wurde dieser nach Ende des ersten Weltkriegs wiederaufgenommen. Der zweite Weltkrieg im Jahr 1939 brachte den Spielbetrieb erneut zum Stillstand, so dass es nach Kriegsende im Jahr 1946 zur Neugründung unter dem Vereinsnamen „Schwarz-Gelb Marmelshagen“ kam. Ende 1946 durfte der heutige Vereinsname wieder angenommen werden.

Erfolge: Landeszugehörigkeit in der Saison 1970/71

Hinweis:

Ranking nach Platzierung 2023/24

Aufrufe: 013.7.2024, 07:30 Uhr
redAutor