Es ist das nächste Topspiel - nach dem Duell von Fahner beim FC Eichsfeld in der Vorwoche - dass in der Thüringenliga auf dem Plan steht. Der Tabellenzweite reist zum Dritten. Dabei kommt die Elf von André Thüne mit Rückenwind. Aber auch der amtierende Meister will nach dem Dämpfer gegen Eichsfeld im „Wohnzimmer“ die Erfolgscouch wiederfinden.
Mit dem FC An der Fahner Höhe erwartet der amtierende Meister die Elf aus der Eichsfelder Kurstadt mit entsprechendem Respekt. „Heiligenstadt war letztes Jahr schon eine gute mitspielende Mannschaft, die sich im Sommer nochmal brutal gut verstärkt hat. Die Neuverpflichtungen werden sicherlich viele Spieler im Kader nochmal qualitativ verbessern, was jetzt am Einzug ins Viertelfinale und am Tabellenstand zu sehen ist. Es wird also ein Spiel auf Augenhöhe, wo Kleinigkeiten ausschlaggebend sein werden“, sagt Dimo Raffel. Der Fahner-Trainer hat nach dem 1:2 letzte Woche in Eichsfeld die Schlüsse gezogen und blickt nun optimistisch voraus. „Am Ende muss man die Niederlage im Eichsfeld anerkennen. Wir hatten nicht die nötige Ruhe in unserem Spiel, haben uns von der allgemeinen Hektik anstecken lassen. Als wir uns das Momentum im Spiel erarbeitet hatten, haben wir es zu leichtfertig hergegeben“, sagt Raffel zur zweiten Saisonpleite letzte Woche.
Gut, dass für den FCADFH nun ein Heimspiel ansteht, denn hier ist die Bilanz mit vier Siegen aus vier Spielen astrein. „Wir wollen unsere Spielidee im ‚eigenen Wohnzimmer‘ auf den Platz bringen, die nötige Geduld und die Galligkeit an den Tag legen und den Fahner-Stempel dem Spiel auferlegen. Wir erwarten einen mitspielenden Gegner, der viel Qualität in den eigenen Reihen besitzt“, sagt Raffel zu seinem „Stempelkissen“. Wie gut die Spielfarbe der Gäste in Dachwig dann hält, wird sich zeigen. Verstecken will sich André Thüne mit seinem 1. SC 1911 auf jeden Fall nicht: „Wir wollen uns da gar nicht so am Gegner orientieren, sondern auf uns gucken. Ich bin guter Dinge und freue mich auf das Spitzenspiel. Wir wollen auf jeden Fall nicht verlieren. Ich erwarte ein knappes Spiel auf Augenhöhe zweier technisch guter Mannschaften. Fahner ist vielleicht noch ein bisschen ausgebuffter. Ich hoffe an dem Spieltag sind es aber wir. Es wird auf die Kleinigkeiten ankommen, vielleicht auch mal Fouls, Freistöße oder eine Ecke.“
Ein wenig auf den Gegner stellen sich die Gäste aus dem Eichsfeld aber dennoch ein. „Fahner Höhe ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga, die in allen Belangen sehr gut ist. Sie sind ja nicht umsonst Thüringenmeister. Sie sind reif, clever und abgewichst. Wir müssen uns was einfallen lassen, um zu bestehen. Ganz schlecht sind wir ja auch nicht. Die Situation, dass Heiligenstadt am 9. Spieltag zu einem Spiel zwischen Zweiter gegen Dritter fährt, gab es so sicher lange nicht. An der Spitze ist aktuell alles eng, vorne sind sechs Mannschaften, die zurecht oben stehen und auf einem Niveau sind. Wir freuen uns, dass wir dazugehören, freuen uns aber auch, dass wir dazugehören. Wir wollen unseren Lauf ausreizen und bis zur Winterpause weiter punkten“, so Thüne abschließend.
Die Frage 'Wer kann der Partie mehr den eigenen Stempel aufdrücken?' wird sich dann am Samstag-Nachmittag gegen 16 Uhr beantwortet haben…