
Das Warten hat ein Ende: Nach dem vorübergehenden Ausschluss von Türkgücü München aus dem Spielbetrieb gibt es nun eine Entscheidung.
München – Die Nachricht am vergangenen Freitag (10. Oktober) sorgte für einen Paukenschlag im oberbayerischen Amateurfußball: Türkgücü München wurde aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hatte diesen drastischen Schritt mit fehlenden Zahlungen begründet. Für den Bayernligisten bedeutete das einen harten Einschnitt: Alle bisher absolvierten Ligaspiele wurden annulliert, der Weg zurück auf den Platz schien ungewiss. Doch nun gibt es die Wende.
Nach Tagen voller Unklarheit und Gerüchten folgte nun die erlösende Nachricht: „Nach intensiven Gesprächen und enger Abstimmung mit dem Verband ist es offiziell: Türkgücü München ist spielberechtigt“, teilte der Verein auf Instagram mit. „Wir sagen Danke an alle, die hinter uns standen. Spieler, Trainer, Fans, Partner und Mitglieder.“
Der Regionalliga-Absteiger wurde vom Bayerischen Landessport Verband, kurz BLSV, gesperrt, da Beiträge nicht gezahlt wurden. In Folge der fehlenden Zahlungen bestand bei den Spielern kein Versicherungsschutz, der für alle Mannschaften verpflichtend ist. Laut Aussagen des Vereins, landeten Zahlungsanforderungen im Mail-Postfach des ehemaligen Präsidenten Hasan Kivran. Dies soll zur verzögerten Kenntnisnahme geführt haben.
Nach Informationen unserer Redaktion wurde der fehlende Betrag bereits am Freitag von einer Privatperson beglichen. Offen sind hingegen wohl noch die verhängten Geldstrafen aus der vergangenen Saison, in der die Münchner zwei Regionalliga-Heimspiele absagen mussten, da kein Stadion zur Verfügung stand.
Die Partie am vergangenen Spieltag gegen Pipinsried wurde für den FCP gewertet. Am Samstag, 18. Oktober, steht für Türkgücü ein besonders brisantes Spiel an. Es geht gegen den TSV Kottern, der nur einen Punkt vor der Mannschaft von Spielertrainer Ünal Tosun steht. Ein Sieg ist fast schon Pflicht, möchte Türkgücü den Abstand zum rettenden Ufer nicht komplett aus den Augen verlieren. Die gute Nachricht: Türkgücü darf den Ausgang der Partie selbst auf dem Rasen mitentscheiden. (mg)