
Es ist keine große Überraschung mehr, jetzt hat es der 1. FC Nürnberg aber auch offiziell kommuniziert: Auch wenn die U23 derzeit auf Kurs Meisterschaft in der Regionalliga Bayern liegt, wird der Club für seine zweite Mannschaft keine Lizenz für die 3. Liga beantragen. Das haben die Franken am heutigen Mittwoch bekanntgegeben. Bis zum kommenden Montag, den 2. März hätten die Unterlagen beim DFB eingereicht werden müssen.
Knackpunkt war in erster Linie, wie bereits von FuPa berichtet, dass sich die Rahmenbedingungen in der 3. Liga für die U23 komplett ändern würden. Die Heimspiele könnten nicht wie bisher in der Regionalliga auf dem Trainingsgelände am Valznerweiher ausgetragen werden. Ein Ausweichen ins große Max-Morlock-Stadion wäre nicht möglich gewesen, da in der 2006er WM-Arena bereits die Profis und die FCN-Bundesligafrauen spielen. Eine Ausweichspielstätte hätte her müssen. Dazu hatte der FCN nach eigener Auskunft eine wirtschaftliche Machbarkeitsanalyse in Auftrag gegeben mit dem Ergebnis, dass "in Spielstätten im Umland große Summen investiert werden hätten müssen, um den Anforderungen der 3. Liga gerecht werden zu können". Unterm Strich also komplett unattraktiv für den Verein.
"Wir alle streben nach maximalem sportlichen Erfolg. Ein Aufstieg in die dritte Liga hätte jedoch auf mehrere Bereiche weitreichende Implikationen gehabt. Wir könnten die Spiele nicht mehr auf dem Max-Morlock-Platz austragen, sondern müssten mit einer dritten Mannschaft im Stadion oder in einer alternativen Spielstätte spielen", erklärt Nürnbergs Vorstand Sport Joti Chatzialexiou, dem es wichtig ist anzufügen: "Uns als Verein ist wichtig zu betonen, dass wir stolz und sehr glücklich darüber sind, uns diese Gedanken überhaupt gemacht haben zu dürfen. Denn das bestätigt eindrucksvoll, wie gut im ClubNachwuchs gearbeitet wird. Wir haben bereits bewiesen, dass unser bestehendes Ausbildungskonzept in der Regionalliga gut funktioniert, welches wir nun auch so weiterführen werden."