
Der 1. FC Bocholt darf auch in der Saison 2026/27 in der Regionalliga West an den Start gehen. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat dem Verein die Zulassung erteilt - und zwar ohne jegliche Auflagen und Bedingungen. Für die Schwatten ist das ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg.
Bocholt geht damit bereits in die fünfte Spielzeit in Folge in Deutschlands prestigeträchtigster Regionalliga und hat sich dort sportlich wie strukturell etabliert. Nach dem Wiederaufstieg lief es zunächst hervorragend: In der Saison 2023/24 wurden die Schwatten sogar Vizemeister der Regionalliga West. Zuletzt platzierte sich der Klub etwas weiter hinten im Mittelfeld – 2024/25 auf Rang 10, in der laufenden Saison 2025/26 auf Platz 13. Mittelfristig bleibt das große Ziel aber klar definiert: der Aufstieg in die 3. Liga.
Entsprechend erfreut zeigte sich Präsident Ludger Triphaus und teilt in den Vereinsmedien mit: „Die Zulassung ohne Auflagen ist ein starkes Zeichen für die Entwicklung unseres Vereins und die hervorragende Arbeit vieler Menschen im Hintergrund. Dass wir mittlerweile vor unserer fünften Regionalliga-Saison stehen, zeigt, wie stabil und nachhaltig sich der 1. FC Bocholt in den vergangenen Jahren aufgestellt hat."
Sein Dank gelte den Sponsoren, Partnern, Mitgliedern, Fans, Ehrenamtlern sowie allen Mitarbeitern und Gremienmitgliedern, die den Weg täglich mittragen. „Gemeinsam haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um den Verein sportlich und wirtschaftlich auf ein solides Fundament zu stellen", meint Triphaus weiter.
Mit der erteilten Zulassung kann der Klub die Planungen für die kommende Spielzeit weiter vorantreiben. Parallel laufen die umfangreichen Arbeiten rund um den Ausbau des praemium Parks am Hünting auf Hochtouren. Zur Saison 2026/27 stellt sich der Verein deutlich moderner auf: Mit zwei neuen Tribünen, zusätzlichen überdachten Bereichen und einer verbesserten Infrastruktur soll sich das Stadionerlebnis spürbar weiterentwickeln. Die neue Nordtribüne soll bereits zum Saisonstart bereitstehen, die Südtribüne im Laufe der Spielzeit, spätestens zur Rückrunde, fertiggestellt werden.
Der Verein verbindet den Ausbau nicht nur mit mehr Komfort, sondern mit einer klaren Idee: Das Stadion soll moderner, familienfreundlicher und wetterunabhängiger werden, ohne die besondere Atmosphäre der Schwatten zu verlieren. Mit den neuen Tribünen entstehen zusätzliche überdachte Steh- und Sitzplätze sowie feste Bereiche für Dauerkartenbesitzer. Zudem soll das Spielfeld für viele Zuschauer näher an die Fans rücken.
Parallel hat Bocholt das Ticketmodell für die neue Saison vorgestellt. Trotz steigender organisatorischer, infrastruktureller und personeller Aufwendungen will der Klub bewusst fanfreundliche Preise beibehalten. Besonders die nicht überdachten Stehplätze in Block D bleiben vergleichsweise günstig und werden nach Vereinsangaben im Vergleich zur laufenden Saison sogar leicht günstiger.
Die Early-Bird-Phase startet am 1. Juni und läuft bis zum 30. Juni 2026. In diesem Zeitraum gibt es die günstigsten Dauerkartenpreise der Saison. Für nicht überdachte Stehplätze zahlen Vollzahler 155 Euro, ermäßigte Dauerkarten kosten 126 Euro. Überdachte Stehplätze auf der Nord- beziehungsweise Südtribüne kosten 168 Euro (ermäßigt 140 Euro), überdachte Sitzplätze liegen bei 252 beziehungsweise 224 Euro. Im regulären Vorverkauf ab Juli steigen die Preise entsprechend an.
Auch die Tageskarten sind bereits eingeordnet: Nicht überdachte Stehplätze kosten 11 Euro für Vollzahler und 9 Euro ermäßigt, überdachte Stehplätze 13 beziehungsweise 11 Euro, überdachte Sitzplätze 18 beziehungsweise 16 Euro. Für Kinder bleiben eigene Konditionen bestehen, zudem wird auf Kindertickets kein Tageskassenzuschlag erhoben.
Der Verein bewirbt die Dauerkarte als deutlich attraktiver gegenüber dem Einzelkauf. Early-Bird-Käufer erhalten rechnerisch drei Heimspiele gratis, im regulären Vorverkauf sind es zwei. Dazu kommen Planungssicherheit, garantierter Zutritt zu allen Liga-Heimspielen und ein festes Ticket bei Highlight-Spielen, etwa im Niederrheinpokal. Gerade das Pokalspiel gegen den MSV Duisburg habe gezeigt, wie wichtig eine klare Ticketregelung bei großer Nachfrage ist. Bestandskunden der Haupttribüne können ihre bisherigen Plätze ausschließlich während der Early-Bird-Phase sichern – für 308 Euro (ermäßigt 280 Euro).
Sollte die Südtribüne zum Saisonstart noch nicht fertig sein, will der Verein Übergangslösungen schaffen. Dauerkarten für die Südtribüne behalten bis zur Fertigstellung ihre Gültigkeit auf der Nordtribüne, der Supporter- und Stehplatzbereich wird bis dahin in Block F1 eingerichtet. So soll kein Fan seinen Anspruch auf einen überdachten Platz verlieren. Der Tageskassenzuschlag steigt derweil von einem auf zwei Euro – begründet mit dem höheren Aufwand am Spieltag; für Kindertickets bleibt er ausgenommen.
Gleichzeitig möchte der Klub den praemium Park noch stärker als familienfreundliches Stadion positionieren. Geplant sind Familien-Spieltage, Vergünstigungen für Familien mit Kindern, ein Familien-Block sowie Attraktionen wie Hüpfburgen oder Kinderschminken. Der Dauerkartenverkauf startet am 1. Juni 2026.
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