Zumindest einen der zuletzt fehlenden acht Spieler bekommt Oberligist Ratingen 04/19 für die Partie am Sonntag beim Mülheimer FC zurück: Slone Matondo hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen und dürfte ab 15.45 Uhr wieder als Außenverteidiger starten.
Ob auch sein Pendant auf der anderen Seite, Bo Lasse Henrichs, dann wieder einsatzbereit ist, konnte Trainer Peter Radojewski am Freitag noch nicht sagen. Sicher fehlen in jedem Fall der weiter verletzte Tim Klefisch und Emre Demircan, der sich zwar wieder im Lauftraining befindet aber laut seinem Cheftrainer „noch keine Option für den Kader“ am Sonntag ist, sowie die beiden Spieler, die im Viertelfinale des Niederrheinpokals gegen den MSV Duisburg Rote Karten gesehen hatten: Gianluca Silberbach muss noch zwei Spiele absitzen, Tim Potzler noch drei.
Zuletzt reichte es auch ohne die genannten acht Akteure zum zweiten Liga-Sieg in Serie, beim Schlusslicht TVD Velbert gewann 04/19 mit 4:3. Mit den drei Gegentoren war Radojewski naturgemäß nicht einverstanden und hat daraus einige Lerneffekte für sein Team formuliert. „Wir müssen die Spiele seriöser zu Ende bringen. Das 4-4-2-System war grundsätzlich absolut in Ordnung, aber wir müssen die Abstände noch mehr so schließen, dass der Gegner da nicht durchschlüpfen kann. Und wir müssen einen Ticken ruhiger am Ball bleiben, auch mal hinten rum spielen oder die Seiten verändern“, sagt Radojewski.
Das hatte er seinem Team schon in der Pause in Velbert beim Zwischenstand von 2:1 angetragen, fordert aber auch, das „für die Zukunft mit in den Kopf zu nehmen. Wir dürfen nicht zu schnell vorrücken und blind angreifen.“ Andererseits solle sein Team zielstrebiger und gieriger werden, wie es Georgios Touloupis mit seinem Schuss zum 4:2 beim TVD vorgemacht hatte.
Wie beim Schlusslicht dürfte nun auch beim Tabellen-13. in Mülheim ein etwas abwartender Gegner auf den Tabellen-Neunten, der wieder Kontakt zu Rang sechs aufgenommen hat, auf dem Platz stehen. Radojewski gibt die weitere Marschroute dafür vor: „Weniger Ballverluste in der Vorwärtsbewegung – durchs Zentrum One-Touch spielen, sonst schnell über die Außen. Und: Den Kopf einschalten, das ist das Wichtigste.“ 04/19 kann Sonntag zeigen, ob es gelernt hat.