
So schnell kann sich die Rollenverteilung in dieser 3. Liga verändern: Letzte Woche noch der gejagte Zweitplatzierte gewesen, sieht sich Rot-Weiss Essen plötzlich als Jäger von Energie Cottbus, das sich bei Viktoria Köln 2:0 durchsetzen konnte. Was das für die rot-weissen Aufstiegsambitionen bedeutet:
Drei Spiele sind in Liga drei noch zu gehen und diese Hürden hat Rot-Weiss Essen noch zu gehen: Zu Gast beim VfB Stuttgart II (14.), das letzte Heimspiel an der Hafenstraße gegen den SC Verl (6.) und abschließend im Donaustadion beim SSV Ulm (18.). Da sich die Essener da deutliche Ziel der 2. Bundesliga gesetzt haben, kann durchaus von Pflichtsiegen in Stuttgart und Ulm die Rede sein. Entscheidender wird da wohl eher die Partie gegen den SC Verl sein, die bis vor kurzem noch ernsthaft im Aufstiegsrennen steckten und sich im Hinspiel auch einen torlosen Punkt gegen RWE erarbeitet haben
Da man sich nun wieder in der Rolle des Jägers befindet – wie Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz nach der Saarbrücken-Niederlage gesagt hat – muss Energie Cottbus an einem Punkt stolpern. Für die Mannschaft von „Pele“ Wollitz geht es nach Duisburg zum MSV (4.), Heim gegen den SV Wehen Wiesbaden (9.) und zum Saisonfinale nach Regensburg (12.). Insgesamt dann doch eine härtere Aufgabe, die die Brandenburger vor der Brust haben.
Die Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken ist doppelt bitter: Natürlich hat die Koschinat-Elf durch den vorangegangen Sieg der Cottbusser, den direkten Aufstiegsplatz verspielt, aber auch war diese Niederlage mehr als vermeidbar. Uwe Koschinat fast nach einer eigentlich guten Leistung zusammen: „Wir sind mit der Drucksituation – durch den Sieg von Cottbus – aus meiner Sicht hervorragend umgegangen. Wenn wir uns etwas vorwerfen müssen, dann ist es eben, dass wir in Phasen einer Führung oftmals zu früh loslassen“, erklärt er.
Gerade deswegen gilt es für Rot-Weiss jetzt weiterzumachen, denn wie man schon des Öfteren in der laufenden Saison gesehen hat, ist in dieser Liga einfach alles möglich. Das hat der 54-Jährige auch seiner Mannschaft gesagt: „Ich habe der Mannschaft direkt nach dem Spiel aber genau eine Sache gesagt: Es geht jetzt darum die Köpfe oben zu halten, denn es gibt nichts wofür wir uns schämen müssen. Deswegen geht es jetzt darum aus der Rolle des Gejagten, wieder in die des Jägers zu kommen“, fletscht er angriffslustig mit den Zähnen.
Zu Dickson Abiama, der verletzt ausgewechselt werden musste, konnte Koschinat soweit noch keine Diagnose liefern – es handele es sich dabei wohl um muskuläre Probleme.
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