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Warum Eisdielen dem VfB Forstinning zum Traumstart verhalfen

Neun Punkte aus drei Spielen

von Tobias Höllrich · 14.08.2025, 15:53 Uhr · 0 Leser
Hätte kaum besser starten können: Gerhard Lösch (li.) neben Forstinnnigs sportlichem Leiter Thomas Herndl, gewann mit seiner Mannschaft jedes der ersten drei Bezirksliga-Spiele und steht an der Spitze des Klassements.
Hätte kaum besser starten können: Gerhard Lösch (li.) neben Forstinnnigs sportlichem Leiter Thomas Herndl, gewann mit seiner Mannschaft jedes der ersten drei Bezirksliga-Spiele und steht an der Spitze des Klassements. – Foto: Artist S.ROSSMANN

Der VfB Forstinning ist furios in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Was seine Frau und die umliegenden Eisdielen damit zu tun haben, erzählt Trainer Lösch.

Forstinning ‒ „Happy Wife, happy Life.“ Das Zitat in Gerhard Löschs WhatsApp-Profil sagt sehr viel über den neuen Erfolgstrainer des VfB Forstinning aus. Vergangene Saison noch Landesliga-Dritter mit dem FSV Pfaffenhofen, wechselte der 37-Jährige im Sommer zum näher gelegenen VfB Forstinning, machte seine Frau „happy“ ‒ und zerlegt mit dem VfB bisher die Bezirksliga.

Ursprünglich war eine Pause geplant ‒„Top-Voraussetzungen“ in Forstinning überzeugen Lösch

Als Löschs Abschied vom FSV vergangene Saison bekannt wurde, wusste der Trainer noch nichts zu seiner Zukunft. Auf die Frage, was in der bevorstehenden Saison geplant sei, antwortete Lösch damals noch: „Ich bin offen für alles. Sollte erstmal nichts Passendes dabei sein, werden sich meine zwei kleinen Mädels freuen, wenn wir mehr Zeit haben, die Eisdielen in Markt Schwaben unsicher zu machen.“ Mit zwei Stunden Fahrtzeit nach Pfaffenhofen wurde dem Familienvater der zeitliche Aufwand zu groß. Lösch wohnt in Markt Schwaben im Münchner Osten ‒ unweit vom Trainingsgelände des VfB Forstinning, der sich als ebenjener „passende“ Verein entpuppen sollte.

Thomas Herndl, Forstinnings sportlicher Leiter, fragte nach Löschs Pfaffenhofen-Abgang bei ihm an und überzeugte den Familienvater. Lösch hatte den VfB ohnehin auf seiner Liste potenzieller neuer Vereine. „Forstinning hat eine Top-Anlage mit Top-Voraussetzungen“, sagt Lösch im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

Trotz drei Siegen zum Auftakt: Lösch sieht VfB nicht als Aufstiegsfavoriten

Top sind bisher auch die Leistungen des neuen Lösch-Teams. Drei Spiele, drei Siege. Darunter eine 6:1-Gala im Derby gegen Ebersberg und ein Sieg gegen Löschs „Aufstiegsfavoriten“ aus Ampfing. Das Ergebnis: Der VfB thront an der Tabellenspitze der Bezirksliga Ost. „Dass es aus den ersten drei Spielen neun Punkte wurden, hätte ich nicht gedacht“, sagt Lösch, mahnt aber gleich: „Von den drei Siegen können wir uns noch nichts kaufen.“

Auch von einer möglichen Rolle als Aufstiegsfavorit will der Ex-Hachinger nichts wissen. „Es gibt Mannschaften, die in der Breite besser aufgestellt sind als wir“, sagt Rösch und nennt neben Ampfing den FC Aschheim, Töging und Dorfen. Einen Torjäger, wie ihn der VfB hat, kann aber keiner davon nachweisen. Mike Opara, der in der Landesliga-Abstiegssaison des VfB nur einmal traf, erzielte in den ersten drei Spielen satte sieben (!) Tore. „Mike spielt bei mir im Sturmzentrum, letzte Saison kam er mehr über den Flügel“, sagt Lösch. „Ich hoffe, dass er so weitermacht.“

Am liebsten wären Lösch die nächsten Opara-Treffer vermutlich direkt morgen Abend im Derby gegen den TSV Zorneding. Der VfB empfängt den Lokalrivalen ab 19:30 im heimischen Sportpark an der Aicher Straße. Vermutlich wird Lösch dabei auf die Unterstützung seiner Frau zählen können ‒ und für eine Runde Eis mit den Töchtern dürfte vor dem Spiel auch noch genug Zeit bleiben. (Tobias Höllrich)