2026-04-20T12:45:22.080Z

Allgemeines

Warum die GSG-Rückkehr für Oliver Petzold etwas ganz Besonderes ist

Im Sommer übernimmt Oliver Petzold die GSG Duisburg. Für ihn ist es auch eine Heimkehr. Was den Verein für ihn noch ausmacht.

von Marcel Eichholz · Heute, 17:15 Uhr · 0 Leser
Oliver Petzold bei der Vorstellung in Großenbaum.
Oliver Petzold bei der Vorstellung in Großenbaum. – Foto: Verein

Durchaus für Brisanz hat der Wechsel von Oliver Petzold zur GSG Duisburg im Sommer gesorgt. Aktuell steht er noch bei der Spvgg Meiderich 06/95 an der Seitenlinie und kämpft mit der Mannschaft gegen den direkten Wiederabstieg. Einer der Konkurrenten ist dabei ausgerechnet die GSG. Wieso sich Petzold für die Großenbaumer entschieden hat, was seine Ziele sind und wie er auf die Situation blickt, hat er im Gespräch mit FuPa Niederrhein verraten.

Aller Voraussicht nach wird Petzold in der kommenden Saison in der Kreisliga A an der Seitenlinie stehen. Acht Punkte Rückstand sind für das Tabellenschlusslicht in sechs Spieltagen zwar rechnerisch noch aufholbar, realistisch ist dieses Szenario aber kaum. "Wir werden sehen, was die kommenden zwei, drei Wochen so bringen", sagt Petzold, der mit Meiderich ebenfalls sechs Punkte aufholen müsste, um die Klasse noch zu halten. "Es sieht natürlich düster aus, gerade bei der Tordifferenz. Drei Siege in sechs Spielen bräuchten wir wohl und die Konkurrenz dürften ihrerseits nicht gewinnen", führt er weiter aus.

Dass es für ihn in Meiderich nach dann vier Jahren über das Saisonende hinaus nicht weitergeht, ist seit Anfang April bekannt. Die Suche nach einem neuen Engagement gestaltete sich überraschend einfach. Immer wieder habe er in den vergangenen Jahren Kontakt zur GSG gehabt, natürlich auch bedingt durch seine eigene Zeit als Spieler und Trainer dort. "Als Trainer habe ich in Großenbaum die ersten Schritte gemacht, wurde dort stets gefördert und unterstützt. Besonders Albin Schreiner hat mich damals ermutigt. Er hat wohl etwas in mir gesehen, was ich selbst nicht wahrgenommen habe", sagt der 40-Jährige. Das war im Jahr 2016 und Petzold sammelte erste Erfahrungen als Co-Trainer. 2019 stand er bei TuRa 88 Duisburg zum ersten Mal selbst in der Verantwortung. Es folgte ein Aufenthalt beim SV Wanheim, ehe es 2022 nach Meiderich ging. Den Höhepunkt gab es beim Bezirksliga-Aufstieg vor gut einem Jahr.

Bierchen im Klubhaus

Nun geht es zurück nach Großenbaum, in den Stadtteil, in dem Petzold selbst zuhause ist. "Ich will den Leuten und dem Verein einfach etwas zurückgeben. Sie haben mit entdeckt und gefördert. Da bin ich ihnen auch etwas schuldig", erklärt Petzold, der die GSG wieder zu dem Verein machen will, der er früher einmal war. Damit das gelingt, soll der Kader kräftig umgekrempelt werden. "Ich möchte Spieler im Verein haben, die zur Philosophie passen. Ich möchte dabei helfen, einen Kader zusammenzustellen, der wieder ins Clubhaus geht, nach dem Training und den Spielen ein Bier zusammen trinkt und die Gemeinschaft lebt, sich mit den Fans unterhält und auch in schlechten Zeiten nicht sofort von der Platzanlage verschwindet", skizziert er seine Zukunftsvision.

Genau das sei es, was den Fußball ausmache. "Das ist meine Intention, darauf habe ich Bock", betont Petzold. Sportlich will er einen attraktiven und intensiven Fußball spielen, der auf Ballbesitz beruht. "Die Jungs sollen früh den Ball erobern und immer wieder drauf gehen. Dafür müssen die Jungs fit sein - und ich werde sie fit machen", führt er weiter aus. Mittelfristig soll auch die Bezirksliga wieder ein Thema sein, doch dazu sollen erst nachhaltige Strukturen geschaffen werden, um auf Verbandsebene eine gute Rolle spielen zu können. "Ich freue mich riesig, dass es jetzt bald losgeht", sagt er abschließend.

____

📰 Alle aktuellen Nachrichten: https://www.fupa.net/region/niederrhein/news

📝 Alle aktuellen Transfers: https://www.fupa.net/region/niederrhein/transfer

⚽ Die Spiele des Tages: https://www.fupa.net/region/niederrhein/matches

____

Dein Kontakt zur FuPa-Redaktion: