2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Warum das Frechen-Spiel für Beeck eine hohe Bedeutung hat.

Mittelrheinliga: Pfingstmontag tritt der FC Wegberg-Beeck bei der punktgleichen SpVg Frechen an. Für Marc Kleefisch geht es noch um einen Titel. Und Beecks neue Geschäftsführer Justin Schöngen äußert sich über „viel Arbeit“ in den ersten Amtswochen.

von RP / Mario Emonds · Heute, 11:15 Uhr · 0 Leser
Beeck trifft auf Frechen
Beeck trifft auf Frechen – Foto: Nick Förster

Aktuell 17 Tore Vorsprung hat Beeck auf Frechen. Sollte am Ende das Torverhältnis zwischen diesen beiden punktgleichen Teams den Ausschlag über Platz sechs geben, dürfte der FC also die Nase vorn haben.

„Genau das ist unser Ziel. Wir wollen am Ende vor Frechen stehen und Platz sechs verteidigen – das ist schon ein Anreiz. Von daher ist das in Frechen ein sehr interessantes Spiel. Ich selbst möchte bis zum Schluss alles gewinnen, und diesen Charakter erwarte ich nun auch von meiner Mannschaft“, erklärt Beecks Coach Mark Zeh. Gabriel Paczulla ist wieder fit, dafür fällt nun aber Nils Hühne aus – der Vizekapitän hatte beim 2:2 gegen den SSV Merten kurz vor Schluss wegen eines taktischen Fouls seine fünfte Gelbe Karte gesehen. Für ihn dürfte entweder Merlin Schlosser oder Elias Khadraoui in die Innenverteidigung neben Paul Daniels rücken.

Banerjee hört auf, Friesdorf wird Cheftrainer in Frechen

Wie es ausschaut, wird die Partie nicht auf dem kleinen Kunstrasen, sondern auf dem benachbarten großen Naturrasen des Kurt-Bornhoff-Sportparks ausgetragen – was sehr zur Freude Zehs wäre. „Nachdem es zuletzt auswärts ja nicht sonderlich gut gelaufen ist, wollen wir in Frechen nun unbedingt unser gutes Gesicht zeigen“, sagt Zeh, der ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. „Da werden Kleinigkeiten entscheidend sein. Wie wir hat auch Frechen zurzeit eine sehr dünne Personaldecke. Doch die erste Elf ist immer noch sehr gut besetzt.“

Der beste Mann fehlt freilich schon länger. Denn für Toptorjäger Patrick Friesdorf ist nach seinem bereits Ende März erlittenen Kreuzbandriss die Saison schon beendet. Mit 22 Toren führt der 31-Jährige, seit Jahren Frechens Lebensversicherung, aber noch die Torschützenliste an. Direkt dahinter folgt mit nun 21 Treffern allerdings Beecks Marc Kleefisch. Ausgerechnet in Frechen könnte Kleefisch also mit Friesdorf zumindest gleichziehen.

In der neuen Saison wird Friesdorf eine andere Rolle bei der Spvg einnehmen. Dann beerbt er Okan-Tamer Özbay als Cheftrainer. Der 33-Jährige hatte diese Funktion fünf Jahre inne, hört aus eigenen Stücken nach der Saison auf.

Ebenfalls aus eigenen Stücken hört Beecks neuer Vorsitzender Tim Banerjee auf – natürlich aber nicht beim FC, sondern als 2. Vorsitzender bei seinem Heimatverein VfR Granterath. Am Freitagabend in der Mitgliederversammlung des VfR kandidierte er wie angekündigt nicht mehr. Zur neuen Saison wird dafür ein anderer Noch-Beecker in Granterath anheuern: Goran Kovacevic, der noch Beecks U17 in der Mittelrheinliga coacht, wirkt ab dann in der Jugendabteilung des VfR.

Koppitz mit Aufreger im Hinspiel

Das Hinspiel gegen Frechen war eigentlich ein klassisches 0:0-Spiel. Fünf Minuten vor Schluss gab es aber einen reichlich umstrittenen Foulelfmeter für den Gast, den Friesdorf zum 1:0-Siegtor nutzte. Gleich drei Beecker Spieler regten sich über diesen Pfiff so auf, dass sie verwarnt wurden. Einer von ihnen war Niklas Koppitz – und der sorgte unmittelbar nach Abpfiff für den Aufreger des Tages: Da sah er die Ampelkarte – wegen einer kuriosen Unsportlichkeit, wie der „Sünder“ im Anschluss freimütig berichtete: „Ich habe dem Schiri heftig die Hände geschüttelt und ihm dabei auch noch tief in die Augen geschaut.“

Tief in die Bücher hat derweil Beecks neuer Geschäftsführer Justin Schöngen geschaut – der 25-Jährige ist eim FC nun für alle kaufmännischen Belange zuständig, wird bis zum Saisonende dabei von Beecks Noch-Boss Werner Tellers tatkräftig eingearbeitet. „Die Rahmen werden gerade abgesteckt. Das ist aber alles machbar, weil der Verein gut aufgestellt ist. Über Arbeit kann ich freilich nicht klagen“, sagt Schöngen, der auch Schiedsrichter ist und als Beisitzer Mitglied im Schiedsrichter-Lehrstab des Fußballkreises Heinsberg. „Da werden aber alle Absprachen gut eingehalten, und einmal die Woche möchte ich schon noch selbst pfeifen“, sagt Schöngen, der bis einschließlich Kreisliga A Spiele leitet. „Und wenn wir auch ein Leistungssportverein sind: Ich möchte mich gerade auch für die Förderung des Vereinslebens einsetzen, also auch Jugend und Alte Herren einbinden. Das ist mir wichtig.“