Angreifer Elias Pfenning (grünes Trikot) steht den Waldalgesheimern aus beruflichen Gründen vorerst nicht mehr zur Verfügung.
Angreifer Elias Pfenning (grünes Trikot) steht den Waldalgesheimern aus beruflichen Gründen vorerst nicht mehr zur Verfügung. – Foto: Jochen Werner (Archiv)

Waldalgesheim: Wieder mit Bock bei der Sache

Der Oberligist bereitet sich auf den Kampf um den Klassenerhalt vor +++ Kirdorf und Pfenning nicht mehr dabei

Waldalgesheim. Seit Montag schwitzen sie wieder gemeinsam, die Spieler des Oberligisten SV Alemannia Waldalgesheim. Bereits seit dem 2. Januar hatten sie individuell an der Grundlagenausdauer gearbeitet. Über eine App hat das Alemannia-Cheftrainer Marcel Fennel überprüfen können, zeigte sich mit seinen Jungs diesbezüglich zufrieden.

Die Pause hilft dem SVA

Der 37-Jährige war froh, dass seine Jungs im Gegensatz zum stressigen Sommer, als die eine Spielzeit gefühlt nahtlos in die nächste übergegangen war, nun im Winter eine echte Pause hatten genießen können. „Das war wichtig für den Kopf“, betont Fennel. „Die Spieler konnten Abstand vom Fußball gewinnen und gehen nun mit Bock wieder zur Sache“, sagt der Alemannia-Coach nach den ersten Trainingseinheiten, von denen es in der aktuellen Vorbereitung vier statt früher drei pro Woche gibt.

Zum Auftakt durfte Marcel Fennel fast die gesamte Kapelle begrüßen. Felix Pauer (Kreuzbandriss im vergangenen Jahr) absolvierte Teile des Trainings. Nik Rosenbaum konnte nach seinen Fußproblemen die Belastung langsam steigern. Völlig wiederhergestellt ist Paul Schmidt. Der 27-jährige Rückkehrer weist zwar Trainingsrückstand auf, kann aber alles mitmachen.

Zwei Spieler müssen pausieren

Nicht mehr im Kader steht Paul Kirdorf, der berufsbedingt stark eingebunden ist. Das trifft auch auf Elias Pfenning zu. Der Angreifer (drei Tore in dieser Saison) kann den Aufwand für die Oberliga aktuell nicht betreiben. „Der Vertrag ruht“, schildert Marcel Fennel: „Aber er bleibt Teil unseres Kaders.“

In dem gibt es bekanntlich drei neue Gesichter. Der schon länger mittrainierende Keeper Christoph Grimm (Jahrgang 2004) soll sein körperliches und fußballerisches Potenzial ausbauen. Der sehr stabile und wendige Tawfeeq Johnson könnte als Achter aber auch als Außenbahnspieler helfen. Abwehrspieler Sky-Milton Bohne schließlich beeindruckt derweil nicht nur mit seinem Gardemaß. „Er ist für sein Alter körperlich sehr weit. Er bringt alles mit, ist schnell und zweikampfstark. Ein guter Griff“, urteilt Marcel Fennel, der dem Innenverteidiger „Startplatzpotenzial“ bescheinigt. Das junge Trio kam bekanntlich vom TSV Schott. Und die vom Ex-Alemannen Aydin Ay trainierten Mainzer sind am Sonntag (14 Uhr) an der Waldstraße der erste Testspielgegner des neuen Jahres.

Für den Abstiegskampf gerüstet

Der SVA-Chefcoach möchte derweil bis zum Start aus der Winterpause (25. Februar gegen SV Gonsenheim) seine Spieler so fit wie nur irgendmöglich machen. „Wir treffen in der Abstiegsrunde aus Mannschaft aus der Pfalz und dem Saarland, die alle rennen und kämpfen können“, schildert Marcel Fennel: „Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Ebenfalls weit vorn auf der Dringlichkeitsliste: die Verbesserung des Offensivspiels. Nur 22 Treffer in der bisherigen Runde sind viel zu wenig. „Wir müssen mehr offensive Momente kreieren und mehr Torchancen herausarbeiten“, fordert der 37-Jährige. „Wir müssen grundsätzlich torgefährlicher werden – auch nach Standards“, sollten für Fennel seine großgewachsenen Spieler gewinnbringender eingesetzt werden.

Auf die Alemannia wartet mit der Abstiegsrunde übrigens eine Konkurrenz, deren Intensität mit „Hauen und Stechen“ nur ungenau beschrieben ist. Nach derzeitigem Stand müssen von den zwölf Teams acht den Gang in die Verbandsligen antreten. Es gibt da zwar Wenns und Abers, doch davon will Marcel Fennel nichts wissen: „Ich bin kein Freund von Rechnereien. Wir müssen mindestens Vierter in der Abstiegsrunde werden. Das haben wir auch zum Trainingsauftakt klar kommuniziert.“

Aufrufe: 020.1.2023, 12:00 Uhr
Volker BuchAutor