
Fußball-Traditionalisten in und um Burghausen werden das nicht gerne hören: Regionalligist SV Wacker Burghausen ändert ab sofort den Namen seiner Spielstätte. Der SVW spielt ab kommenden Samstag, wenn der 1. FC Nürnberg II zu Gast an der Salzach ist, nicht mehr in der "Wacker-Arena", sondern im "flatbuy-Stadion an der Liebigstraße". Das hat der Verein am heutigen Mittwoch bekanntgegeben.
Der Tabellensiebte der Regionalliga Bayern gibt in einer Pressemitteilung bekannt. "Wir danken Sebastian Rothwinkler und flatbuy für das große Engagement. Mit dem neuen alten Namen geben wir unseren Fans ein Stück Geschichte zurück und stärken zugleich die Verbindung zwischen Verein, Stadt und Partnern. Wir hoffen, dass wir mit dem neuen Namen an vergangene Erfolge anknüpfen können und viele einzigartige Spiele austragen werden." Die Spielstätte wurde 1952 unter dem Namen "Stadion an der Liebigstraße" eröffnet. 2002 wurde das Stadion in "Wacker-Arena" umbenannt. Sebastian Rothwinkler, Mitgesellschafter der Wacker Burghausen Fußball GmbH und Inhaber der flatbuy Holding GmbH, lässt wissen: "Mit dem neuen Namen wollen wir Tradition und Moderne verbinden. Das flatbuy-Stadion an der Liebigstraße steht für unsere Wurzeln ebenso wie für unsere gemeinsame Zukunft."
Die Umbenennung hat freilich nicht nur folkloristische Gründe, wie Rothwinkler in einem ausführlichen Statement über seine Social Media-Kanäle erklärt: "Warum das Ganze? Regionalliga ist sehr, sehr kostspielig. Die Einnahmen sind sehr, sehr gering. Wir müssen deshalb schauen, so viele aktive Partner wie möglich zu finden, die uns auf unserer Reise unterstützen. Nur so können wir es gemeinschaftlich in die 3. Liga schaffen."
Dass der kommerzialisierte Stadionnamen nicht allen gefallen wird, dessen ist sich Rothwinkler bewusst: "Wir wollen keinem was wegnehmen. Auch der Name Wacker Burghausen wird immer so bestehen, da wird`s keine Veränderung geben. Auch schwarz und weiß sind die traditionellen Farben, auch das wird gleich bleiben. Der Stadionname ist bezüglich Sponsoring immer ein Thema. Da muss man immer schauen, dass man eine Lösung findet, damit auch Einnahmen reinkommen, um in Zukunft erfolgreich sein zu können." Schritt für Schritt hin zur Professionalisierung, Schritt für Schritt Richtung 3. Liga. Dass der Weg steinig ist, weiß Rothwinkler, der die Rückkehr des SV Wacker in den Profifußball mit einem Marathon vergleicht. Ein langer Atem ist gefragt...