2024-06-24T10:12:48.875Z

Spielbericht
– Foto: Sandy Försterling

Vorentscheidung vertagt

Zum vorletzten Heimspiel empfing die BSG den Tabellennachbar SV Eintracht Eisenberg.

Mit einem Sieg hätte der Gastgeber den Tabellenplatz mit Eisenberg direkt wieder tauschen können. Zudem hatte man aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen.

BERICHT der BSG Chemie Kahla

Nach katastrophaler erster Hälfte damals scheiterte man dann denkbar knapp nach einer furiosen Aufholjagd in Halbzeit zwei. Dies wollte man heute unbedingt besser machen und das Spiel von Beginn an bestimmen. Coach Hurt musste heute auf den gelb gesperrten Kapitän Rauscher und den frisch verheirateten Bernhardt verzichten. An dieser Stelle nochmals Herzlichen Glückwunsch im Namen der 1. Mannschaft.

Das Spiel begann mit einem Abtasten beider Teams. Kahla ließ den Ball laufen und versuchte die Gäste gegen den Ball früh zuzupressen. In der 14. Minute dann die erste nennenswerte Aktion durch Gleu, welcher aber an Oertel scheiterte. Direkt im Gegenzug dann auch für Eisenberg die erste Chance - Dörr verzieht knapp den langen Pfosten. Wenig später dann wieder der Chemiker mit einer dicken Chance durch Jahn. Doch auch er scheitert erneut an Oertel. Das hätte das 1:0 sein können, wenn nicht sogar müssen. Ein Ereignis folgte nach dem anderen. Eisenberg taucht im gegnerischen Strafraum auf und Kacar holt seinen Gegenspieler von den Beinen. Der Unparteiische entschied auf Ball gespielt. Großes Glück für die Kahlaer an dieser Stelle. Nur zwei Minuten später spielte Tänzer Jahn mustergültig frei. Das letzte Wort hatte abermals Keeper Oertel, der bisher wohl Mann des Spiels ist Es dauerte bis zur 40. Minute. Nach einem Befreiungsschlag von Haase tauchte Jahn mal wieder frei vor Oertel auf. Doch diesmal behielt er die Ruhe und erzielte sein 21. Saisontor. Kurz vor der Pause war es erneut Jahn, der den Gästekeeper mit einem Standard prüfte. Danach war Halbzeit. Wenn es hier 2:0 bzw. 3:0 gestanden hätte, gäbe es wohl auch keine Einwände. Mit einem Elfmeterpfiff hätte die erste Halbzeit aber auch in die andere Richtung gehen können.

Die zweite Hälfte begann wie die letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit. Schröter schickt seinen Gegenspieler im Zentrum trickreich ins Leere und steckt perfekt auf Jahn durch. Der läuft zum wiederholten Mal allein auf Oertel zu und scheitert. Das Spiel lief dann bis zur 60. Minute recht ereignislos weiter. Dennoch hatte Kahla bis hierhin alles im Griff. In der 65. Minute stand wieder einmal Oertel im Mittelpunkt, der einen Kopfball von Gleu stark parierte. Und wie sollte es anders sein? Wer sie vorne nicht macht…. Nach einem tiefen Ball scheint die Situation zunächst ungefährlich, doch Haase verliert den entscheidenden Zweikampf nahe der Mittellinie. So konnten die Gäste den Angriff weiterspielen und das taten sie auch. Nach super Kombination über zwei Stationen musste Uhl nur noch den Fuß in der Mitte hinhalten und schob zum Ausgleich ein. Wirklich angedeutet hatte sich der Ausgleich nicht. Mit jeder Minute merkte man beiden Teams die Erschöpfung an. Das Wetter war sehr drückend und schwül, was das Fußballspielen mit zunehmender Zeit erschwerte. Man muss den Gästen dennoch zugutehalten, dass sie in Halbzeit zwei wesentlich mehr investierten als noch in Halbzeit eins. Die Gastgeber versuchten bis zum Ende alles. Der dritte Platz ist das intern ausgegebene Ziel, welches der Saison auch gerecht werden würde. Doch dafür fehlte das Tor zum Sieg. Kurz vor Schluss dann mal wieder das Duell des Tages: Oertel gegen Jahn. Wieder einmal bleibt Oertel der Sieger. Wenig später ist Schluss.

Fazit: Beide Teams haben alles gegeben und teilen sich am Ende die Punkte. Ein Sieg der Gastgeber wäre nicht unverdient gewesen. Die Chancenverwertung wurde der Mannschaft von Hurt und Kellner letztlich zum Verhängnis. Spieler des Tages ist wohl Keeper Oertel, der seine Mannschaft das ein oder andere Mal sensationell im Spiel hielt. Somit ist die Vorentscheidung um Platz drei erstmal vertagt. Dennoch muss die junge Kahlaer Truppe in den nächsten Wochen noch einmal alle Kräfte bündeln und eine Schippe drauflegen, um am Ende nicht doch im Niemandsland dazustehen. Schon am Freitag ist man wieder gefordert. Der Gegner heißt Bad Berka, wo man nicht immer genau weiß, wer und vor allem wie viele überhaupt auf dem Platz stehen. Wir dürfen gespannt sein, welche Mannschaft die Gäste diesmal auf den Platz zaubern. Bis dahin allen eine schöne Woche.

Aufrufe: 028.5.2024, 11:00 Uhr
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