Am Freitagabend startet mit dem Spiel zwischen dem SV Walbeck und dem SV Veert die 21. Auflage des Voba-Supercups für Teams aus dem Verbreitungsgebiet der Volksbank an der Niers. 21 Mannschaften sind dabei. Als Titelverteidiger geht der A-Ligist TSV Weeze ins Rennen. Wir haben uns im Vorfeld des beliebten Vorbereitungsturniers das Teilnehmerfeld angeschaut und spekulieren, wer der Favorit, die Außenseiter sowie mögliche Überraschungsmannschaften sein könnten.
Ganz klar: Die drei Bezirksligisten TSV Wachtendonk-Wankum, Sportfreunde Broekhuysen und Alemannia Pfalzdorf sind zwangsläufig in der Favoritenrolle. Die Sportfreunde haben in der vergangenen Saison starke Leistungen gezeigt und wurden Vierter in der Bezirksliga. Sie sind der Top-Favorit. Das Team ist gut besetzt und hat mit Sebastian Clarke einen sehr erfahrenen Trainer. Schwer einzuschätzen ist der TSV Wa.-Wa., dessen Kader sich stark verändert hat. Unter anderem ist Erfolgsgarant Markus Müller nicht mehr da. Dennoch kann das Team sicher eine gute Rolle spielen.
Gute Chancen hat auch Alemannia Pfalzdorf als Aufsteiger in die Bezirksliga und Vorjahres-Halbfinalist. Der A-Ligist TSV Weeze geht als Titelverteidiger ins Rennen und schaffte es in den vergangenen drei Jahren immer mindestens bis ins Viertelfinale. Aber: Die Weezer müssen sich in der Gruppe vier gegen den SV Straelen und Union Wetten durchsetzen. In dieser Dreier-Gruppe kommt nur der Tabellenerste weiter. Gute Karten haben aber sicher auch die Bezirksliga-Absteiger SV Sevelen und der Uedemer SV.
Gute Karten, die Gruppenphase zu überstehen, hat der A-Ligist FC Aldekerk, der es in Gruppe 3 mit dem TSV Wa.-Wa., Grün-Weiß Vernum und der SG Kessel/Ho-Ha zu tun bekommt. Die Aldekerker sind nicht nur ein etabliertes Team, sondern haben beim Voba-Supercup in den vergangenen drei Jahren immer die Gruppenphase überstanden und gezeigt, dass sie durchaus eine Turnier-Mannschaft sind. Der B-Ligist SV Veert, der auf dem Papier sicher kein Favorit ist, hat aber ebenfalls aussichtsreiche Chancen. Warum? Weil er in den vergangenen Jahren zwei Mal im Finale stand. 2023 verlor das Team erst im Elfmeterschießen gegen den TSV Weeze, 2022 triumphierten die Veerter nach einem 6:4 im Elfmeterschießen gegen den FC Aldekerk. Eines ist schon jetzt sicher: Der SV Veert kann Turniere.
Rot-Weiß Geldern hat in der vergangenen Saison nach neun Jahren wieder den Aufstieg in die Kreisliga B geschafft. Schon in der Saison 2023/24 war das Team Zweiter in der Kreisliga C. Dennoch: Die Gruppenphase zu überstehen, wird für die Gelderner sehr schwer werden. Sie müssten den starken A-Liga-Aufsteiger SV Issum aus dem Weg räumen, um ins Viertelfinale vorzudringen. Das Gleiche gilt für den zweiten Gruppengegner Union Kervenheim. Auch das Team aus Kevelaerer wird wohl kaum Chancen haben, die Gruppenphase zu überstehen.
Der SV Straelen ist die Mannschaft, die bislang kaum eingeschätzt werden kann. Nach dem Oberliga-Rückzug im Zuge der Insolvenz von SVS-Präsident Hermann Tecklenburg nimmt nun die Erste Mannschaft des Vereins am Voba-Supercup teil, die künftig in der Kreisliga A antreten wird.
Das Team hat sich komplett verändert und mit Friedel Baumann und Michael Janßen ein neues Trainerduo. Aber: Der eine oder andere erfahrene Fußballer ist im Kader: Philipp Merkens, Holger Jansen, Patrick Liszweski (ehemaliger Dauerbrenner bei Viktoria Winnekendonk), Cristian Voicu und Rudi Haksteter sind erfahrene Fußballer, die schon mindestens Bezirksliga gespielt haben. Aber gute Spieler zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass damit auch automatisch der Erfolg kommt. Außerdem ist der TSV Weeze der größte Gegner in Gruppe 4. Viele Fragen sind noch offen, der SV Straelen wird die Antworten sicher geben. Eine Antwort hat der SVS bereits am vergangenen Wochenende gegeben. Er bestritt sein erstes Testspiel nach dem sportlichen Absturz erfolgreich. Gegen den FC Hellas Krefeld siegten die Straelener mit 2:0.
Im vergangenen Jahr klappte es endlich für den TSV Weeze. Nach einem knappen 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den SV Veert konnte die Mannschaft von Trainer Ferhat Ökce erstmals den Pokal in die Höhe stemmen. Vorausgegangen waren überzeugende Auftritte im Verlauf des Turniers. Besonders beim 2:0-Erfolg im Halbfinale über den damals frisch aus der Landesliga abgestiegenen TSV Wachtendonk-Wankum zeigten die Weezer eine durchaus souveräne Leistung.
Der Gewinn des Voba-Supercups 2023 läutete beim TSV Weeze den erfolgreichen Umbruch ein, der nach dem Bezirksliga-Abstieg in Angriff genommen wurde. Entsprechend groß ist beim TSV natürlich die Motivation, den Titel in diesem Jahr zu verteidigen.
21 Teams wurden von Turnierchef Gilbert Wehmen und Volksbank-Sprecherin Tina Ganster in sechs Gruppen (drei Vierer- und drei Dreier-Gruppen) eingeteilt. Die wenigste Freude über die zugelosten Gegner dürfte bei den die vier Vereinen der Gruppe 2 geherrscht haben. Hier treffen der Bezirksliga-Vierte Sportfreunde Broekhuysen, der SV Veert, Vorjahresfinalist und Sieger des Jahres 2022, der A-Liga-Vizemeister Viktoria Winnekendonk mit 41-Tore-Stürmer Torben Schellenberg sowie der SV Walbeck, der auf einige höherklassig erfahrene Akteure zurückgreifen könnte, aufeinander. Die im Vergleich ausgeglichenste Gruppe dürfte entsprechend wohl auch die spannendeste werden. Tagesform und das zur Verfügung stehende Personal dürften wohl am Ende das Zünglein an der Waage sein, wenn es zur Entscheidung über den Gruppensieg kommt.
Derweil steht jetzt schon fest, dass aus Gruppe 5 nur ein Team weiterkommen wird – weil es sich hierbei um eine Dreiergruppe handelt, die aus dem SV Issum, Union Kervenheim und dem FC Rot-Weiß Geldern gebildet wird. Zwei etablierte B-Ligisten sowie ein A-Liga-Aufsteiger: eine Gruppe der vermeintlichen Leichtgewichte. Auch wenn im Vorfeld dem SV Issum als A-Liga-Aufsteiger die größten Chancen auf den Gruppensieg zugeschrieben werden können, ist der Weg ins Viertelfinale hier für alle drei Mannschaften recht kurz: Ein Sieg, ein Remis und ein gutes Torverhältnis können reichen, um sich in der Hauptrunde mit einem der „Großen“ messen zu dürfen.
Am Freitagabend beginnt der diesjährige Voba-Supercup mit dem Spiel zwischen dem gastgebenden A-Ligisten SV Walbeck und dem B-Ligisten SV Veert. Das Duell war ursprünglich für Sonntagnachmittag terminiert worden, wurde aber wenige Tage vor dem Turnierstart zwei Tage vorverlegt. Anstoß auf der Platzanlage am Bergsteg in Walbeck ist um 20 Uhr. In dieser Begegnung kann der SV Veert gleich einmal zeigen, ob er auch im dritten Jahr in Folge zu den Top-Mannschaften im Voba-Supercup gehört. Die Walbecker schafften es im vergangenen Jahr bis ins Viertelfinale, mussten sich darin aber dem Bezirksligisten TSV Wachtendonk-Wankum deutlich mit 0:3 geschlagen geben.