Groß-Gerau. Scheinbar eindeutig ableitbare Favoritenverteilungen spielen für die beiden Verbandsligisten aus dem Kreis keine Rolle. Sowohl die U23 von RW Walldorf als auch der VfR Groß-Gerau haben nicht zu unterschätzende Aufgaben gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel vor sich.
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RW Walldorf II – SG Bornheim/GW Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr). Während die Walldorfer U23 viermal in Folge ungeschlagen geblieben ist, haben sich die Bornheimer in ihren jüngsten drei Spielen vergeblich um Tore bemüht. So weit, so klar. Der SV Rot-Weiß, Vierter im Klassement, trifft aber auf einen Tabellendreizehnten mit Aufwärtstendenzen – wie sich jüngst beim starken SG-Auftritt gegen Bad Homburg (0:0) gezeigt hat. Die Frankfurter haben Mitte September den Coach gewechselt.
Trainiert wird die Mannschaft nun von Maik Rudolf, nachdem sich der Verein nach schwachem Saisonstart (und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz) von Lamine Kaiser getrennt hatte. Die Walldorfer sind deshalb gut beraten, mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie jüngst beim Spitzenteam SV Pars Neu-Isenburg (2:2) an die Sache heranzugehen. Auch RWW-Trainer Ercan Dursun sieht seine Mannschaft im Aufschwung. Nach dem personellen Umbruch im Sommer habe sein Team eben eine Zeit gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Dursun sieht eine „enorme Entwicklung, die wir genommen haben“.
SKV Beienheim – VfR Groß-Gerau (Samstag, 17 Uhr). Auch der VfR bekommt es mit einem Gegner zu tun, der einen Trainerwechsel hinter sich hat. Nach dem Rücktritt des Duos Maximilian Esposito/Benjamin Bindewald vor eineinhalb Wochen hat Dominik Reichardt bei der SKV übernommen. VfR-Trainer Gaetano Bauso erwartet in der Begegnung zweier Aufsteiger „eine kampfstarke, kompakte Mannschaft“, die schwierig zu bespielen sei. Gerade nach einer langen Anfahrt, wie Bauso hinzufügt. Eine Stunde lang in die Wetterau fahren zu müssen, ist für einen Teil der VfR-Spieler eine ungewohnte Erfahrung.
Froh ist der VfR, dass es Sung-mo Hwang wieder gut geht, nachdem er beim jüngsten 2:0-Sieg wegen Atemnot und einem Schmerz im Herzbereich ins Krankenhaus kam (wir haben berichtet). Mittlerweile hat er mit ärztlicher Zustimmung wieder trainiert und wird auch im Kader sein. Überhaupt kann der VfR in Bestbesetzung spielen.