Das Paradoxe an der krachenden Auftaktpleite in Illertissen war: Die Schwarzgelben erwischten den deutlich besseren Start, begannen schwungvoll und hatten drei sehr gute Chancen zu verzeichnen. Mit der ersten erwähnenswerten Offensivaktion gingen die Illertisser dann aber in der 23. Minute in Führung - und das Vilzinger Gebilde brach nach dem ersten Widerstand auch schon in sich zusammen.
"Die ersten 15 Minuten waren hervorragend von uns und wir hätten gegen einen sehr guten Gegner eigentlich führen müssen. Dann leisten wir uns innerhalb weniger Minuten drei haarsträubende individuelle Fehler und liegen plötzlich 0:3 hinten. Zur Pause war die Partie gelaufen", rekapituliert Coach Beppo Eibl nochmal kurz.
Einfach so zur Tagesordnung übergehen war nach dem verkorksten Trip an die baden-württembergische Grenze nicht angesagt.
"Wir haben die Pleite knallhart analysiert und sind auch richtig deutlich geworden. Die Partie ist nun aufgearbeitet und mittlerweile sind wir alle wieder positiv gestimmt. Freilich wollen wir gegen Türkgücü eine Reaktion sehen, brauchen aber auch nicht alles schwarzmalen", betont Eibl, der einen widerspenstigen Gegner aus der Landeshauptstadt erwartet:
"Sie haben gegen den haushohen Favoriten Würzburg bis zur 89. Minute mit 2:1 geführt, das sagt viel aus. Und wer Trainer Alper Kayabunar kennt, der weiß: Er stellt seine Teams immer clever und mit Bedacht zusammen. Zudem zeichnet seine Mannschaften immer wieder eine große Mentalität aus. Trotzdem: Wir haben ebenfalls eine gute Mannschaft und wollen zuhause einen Dreier einfahren." Personalien DJK Vilzing: Mit Jonas Blümel, Lukas Schröder und Mario Kufner fehlen drei Akteure langzeitverletzt. Simon Sedlaczek ist hingegen wieder ins Training eingestiegen. Der 19-jährige Neuzugang aus Donaustauf könnte eine Option für den Kader gegen Türkgücü sein.