Wenn es nach Daniel Beine gehen würde, dann könnte die Winterpause in der Bezirksliga bereits vorbei sein. „Ich hätte nichts dagegen, wenn die Saison jetzt schon fortgesetzt würde“, sagt der Trainer von Viktoria Goch. Schließlich läuft es bereits richtig rund beim Titelanwärter, der als Tabellendritter in der Gruppe 4 glänzend im Rennen um die Meisterschaft liegt. Das hat er am Sonntag beim 6:0 im Test gegen den Bezirksligisten RSV Praest unter Beweis gestellt.
Doch Beine und sein kickendes Personal müssen sich noch ein wenig gedulden, ehe sie zum Sprung auf den Platz ansetzen können, den die Mannschaft auch am Ende der Saison einnehmen will. Die Viktoria kann sich am Sonntag, 2. Februar, 15 Uhr, mit einem Sieg beim Schlusslicht SV Hönnepel-Niedermörmter die Tabellenführung und nachträglich dann auch die Herbstmeisterschaft sichern.
Die Zuversicht bei der Viktoria, dass der Aufstieg in die Landesliga in dieser Saison endlich gelingt, ist groß. Das fängt beim Vorsitzenden Jürgen de Mür an. „Wir haben alles dafür getan, dass die Mannschaft stark genug für die Meisterschaft ist“, sagt der Klubchef mit Blick auf die Verpflichtung von Levon Kürkciyan, der bei seinen Einsätzen in den jüngsten beiden Testspielen sechs der zwölf Gocher Treffer erzielte. Und das hört nicht zuletzt bei Trainer Daniel Beine auf. Der Coach, der nach dieser Saison zum Oberligisten SV Biemenhorst wechselt, hatte in den vergangenen Jahren immer auf kontrollierte Offensive gesetzt, wenn das Thema Meisterschaft zur Sprache kam. Jetzt glaubt er daran, dass die Viktoria reif für den Titel ist. „Denn die Mannschaft ist homogener als in den vergangenen Jahren. Sie zieht im Training hundertprozentig mit. Und in Levon Kürkciyan haben wir jetzt noch den Spielertyp verpflichtet, der uns gefehlt hat“, so Beine.
Die Rückkehr von Kürkciyan nach eineinhalb Jahren bei der SGE Bedburg-Hau sorgt dafür, dass ein anderer Stürmer sein Glück künftig anderswo im Team suchen will. Max Fuchs, 2023 als Torjäger vom SV Sonsbeck gekommen, will jetzt Tore verhindern. Der Mann, der noch als Angreifer geführt wird, kam auch gegen den RSV Praest eine Halbzeit lang als Innenverteidiger im Einsatz. Fuchs selbst hatte darum gebeten, die Position wechseln zu dürfen. Der 31-Jährige hatte in der Jugend schon in der Abwehr gespielt. Er kann sich nach der Verpflichtung von Kürkciyan ausrechnen, dass es für ihn noch schwerer wird, einen Stammplatz in der Offensive zu ergattern.
Zwar ist die Viktoria auch in der Abwehr gut besetzt. Kapitän Lukas Ernesti, Jonathan Brilski und Nils Rix waren vor der Winterpause die ersten Anwärter auf einen Platz in der Innenverteidigung. Doch in der Hinrunde war das Personal auf dieser Position schon einmal knapp, da Spieler in Urlaub waren. Und gegen den RSV Praest schied Jonathan Brilski nach wenigen Minuten mit einer Zerrung aus. Später musste auch Nils Rix mit Kniebeschwerden ausgewechselt werden. Da trifft es sich gut, dass Max Fuchs fußballerisch in seine Jugendzeit zurückkehren will.
„Er hat seine Sache gegen Praest alsAbwehrspieler gut gemacht. Ich bin froh, das wir auf dieser Position jetzt eine Alternative mehr haben“, sagt Daniel Beine. Er empfängt mit seinem Team am Sonntag, 15 Uhr, den Bezirksligisten VfL Rhede zum letzten Test in der Winterpause. Und dann geht’s für die Viktoria endlich weiter in der Meisterschaft.