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Symbolbild – Foto: Ben Remus

Viktoria, geht so Fair Play?

Regionalligist zittert sich bei Landesligist Fortuna Biesdorf in die nächste Pokalrunde

Viktoria 1889 Berlin hat in der Verlängerung eine Blamage im COSY-Wasch Landespokal abgewendet und sich in die nächste Runde gezittert - die Art und Weise des Siegtreffer gefiel nicht jedem.

Es lief die 117.Spielminute, als ein Biesdorfer im eigenen Strafraum auf den Boden sackte. Er hatte sich schwerer verletzt, im Nachhinein musste er durch einen Krankenwagen abtransportiert werden. Doch das Spiel wurde weder vom Schiedsrichter, noch von den Gäste, Viktoria 1889, unterbrochen. Die Himmelblauen ließen den Ball durch die eigenen Rollen laufen, zogen die in Unterzahl spielenden Gastgeber in die Breite und markierten tatsächlich den 2:1 Siegtreffer. Dass der verletzte Spieler eine mögliche Abseitsposition aufgehoben hatte, sei am Rande erwähnt. Doch gerade in Zeiten, wo aufgrund von Verletzungen, vor allem im Kopfbereich, immer wieder an den Fair Play Gedanken appelliert wird, ein Nackenschlag für die Biesdorfer, die so möglicherweise um einen verdienten Lohn gebracht wurden.

Zuvor hatte sich der Landesligist mit Bravour gegen den favorisierten Regionalligisten gewehrt. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte man mit etwas Glück sogar in Führung gehen können. In der Verlängerung ließ man sich auch vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, konnte ausgleichen, um dann kurz vor Ende doch noch das 1:2 zu kassieren. Der Ärger über die Art und Weise war bei Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern groß. Die Gäste hingegen jubelten und freuten sich über das Weiterkommen.

Im Parallelspiel siegte der BFC Dynamo beim TSV Mariendorf. Der Berlinligist schlug sich wacker und erzielte beim 1:3 zumindest einen Ehrentreffer.

Übersicht COSY Wasch Landespokal

Aufrufe: 020.11.2022, 10:12 Uhr
FuPa Berlin / mpAutor