2026-06-12T06:52:44.557Z

Allgemeines

Viktoria Buchholz steigt im Jubiläumsjahr in die Kreisliga ab

Das erhoffte Happy End bleib aus. Viktoria Buchholz verliert die Relegation gegen die SV Friedrichsfeld und muss in die Kreisliga A absteigen.

von Marcel Eichholz · Heute, 19:02 Uhr · 0 Leser
Gianluca Buhlmann feiert Rafael Buch für den frühen Führungstreffer.
Gianluca Buhlmann feiert Rafael Buch für den frühen Führungstreffer. – Foto: Marcel Eichholz

Aufopferungsvoll haben die Spieler von Viktoria Buchholz bis zum Schlusspfiff gekämpft, gereicht hat es trotzdem nicht. In einem packenden Relegationsspiel fällt die Entscheidung sogar erst in der Verlängerung. Während die Buchholzer im Jubiläumsjahr ihres Vereins den Abstieg hinnehmen mussten, war die Freude auf Seiten der Gäste von SV Friedrichsfeld riesig. Für sie geht es in der Bezirksliga weiter.

Satte 1.300 Zuschauer waren gekommen, um noch die Wende für ihren Verein zu sehen. Nach der knappen 1:2-Niederlage im Hinspiel war die Viktoria im Nachteil, aussichtslos war die Lage aber bei weitem nicht. Auf dem Feld folgte schon kurz nach Anpfiff der nächste Nackenschlag. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Rafael Buch an der Strafraumkante den Ball bekam und nach zwei schnellen Schritten Buchholz-Keeper Jann Singh ohne Abwehrchance überwand. Es war der perfekte Start für die Gäste, musste Buchholz doch nun schon zwei Tore aufholen.

Die Gäste wollten rasch nachlegen. Gianluca Buhlmann traf nach einem Dropkick nur die Latte (7.), ehe auch die Hausherren zeigten, dass sie auf dem Platz sind. Eliah Jung scheiterte zunächst noch deutlich, auch Semih Vißer vergab nach einer Ecke klar (13.). Damit war der verschlafene Auftakt aber zu den Akten gelegt und es entwickelte sich zunehmend ein Duell auf Augenhöhe. Aus kurzer Distanz köpfte David Polanetzki nur das Außennetz an und schickte damit das nächste Signal an seine Mitspieler (22.). Die Gäste standen in dieser Phase tief, überließen Buchholz viel den Ball und Platz, waren aber zur Stelle, wenn es in Richtung des eigenen Strafraums ging. Das Mittel der Wahl waren in dieser Zeit Konter. Heinrich Heleniak konnte einen eben solchen nicht zum 2:0 verwerten, denn Singh machte sich breit (27.). Kurz darauf gab es Elfmeter für Buchholz. Jung schnappte sich die Kugel und vollstreckte sicher unten links zum Ausgleich. Der Jubel war kaum verklungen, da war die Begegnung schon gedreht. Friedrichsfeld verlor nach eigenem Einwurf leichtfertig den Ball, Tristan Abraham ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte zum 2:1 (32.). Vor der Pause erhöhte die SVF zwar noch einmal das Tempo, eine nennenswerte Torchance ergab sich aber nicht mehr.

Dramatische Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel zwang Tobias Eickmanns Friedrichsfeld-Keeper Noah Heutger zu einem Hechtsprung, als er fast von der Mittellinie Maß nahm, als er sah, dass der Torwart weit vor seinem Kasten stand. Der konnte in höchster Not zur Ecke klären (50.). Ein weiterer kapitaler Bock in der Verteidigung bescherte Buchholz das 3:1. Tom Klinnert bedankte sich artig, schnappte sich die Kugel, umkurve Heutger und schob ein (57.). Friedrichsfeld musste nun mehr Risiko gehen und es ergaben sich so immer wieder gute Gelegenheiten auf beiden Seiten. Es war eine Flanke von der linken Seite, die im Strafraum Eray Tuncel fand. Aus kurzer Distanz verkürzte er per Kopf auf 2:3 (73.). Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit war Tuncel erneut zur Stelle und glich aus (85.). Friedrichsfeld wähnte sich schon gerettet, als Elias Schnell nach einem hohen Freistoß in den Strafraum an den Ball kam und aus kurzer Distanz für die erneute Führung sorgte (89.). Es ging also in die Verlängerung.

In selbiger nahm das spielerische Niveau immer weiter ab, der lange Ball entwickelte sich bei beiden Mannschaften zum bevorzugten spielerischen Mittel. Die zweite Hälfte der Verlängerung entwickelte sich zum Drama pur. Nico Wittwer stand völlig frei, zog aber nicht direkt ab und ermöglichte der Verteidigung so, die Schussbahn zuzustellen (108.). Auf der Gegenseite drosch Abraham das Spielgerät an den Pfosten (110.). In der 119. Minute dann war es ausgerechnet Samid Kurtanoviv, dem das 4:4 für Friedrichsfeld gelang. Der Innenverteidiger war zuvor durchgehend von ein paar wenigen Heimfans beleidigt worden. Hier ging es teils deutlich unter die Gürtellinie und es fielen Äußerungen die nirgendwo etwas zu suchen haben. Die Genugtuung dürfte ihm gegeben gewesen sein. In einer verzweifelten Schlussoffensive warf Buchholz alles nach vorn, gereicht hat es aber nicht mehr. Viktoria Buchholz ist abgestiegen, die SV Friedrichsfeld hält die Klasse in der Bezirksliga.

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