
Es läuft beim VfL Vichttal, die Sportfreunde Düren kassieren nach zwei Erfolgen in Serie hingegen einen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt. 6:1 endete das Duell am Dörenberg für die Heimelf am Sonntagnachmittag. Nach einem so eindeutigen Ergebnis hatte es lange nicht ausgesehen.
„Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden, da haben wir nicht unser Energielevel auf den Platz gebracht. Wir wussten aber auch um die Schwere der Aufgabe“, sagte Vichttals Trainer Andi Avramovic nach der Partie.
„Ich glaube, wir waren 60 Minuten ein ebenbürtiger Gegner“, lautete das Fazit von Sportfreunde-Trainer Marcel Demircan. Seinem Team habe am Dörenberg ein wenig der Mut gefehlt, sagte er nach dem Abpfiff.
Der VfL tat sich zu Beginn schwer, ließ mitunter die nötige Präzision nach vorne vermissen. Dennoch jubelten die Hausherren bereits nach elf Minuten. Eine schöne Kombination über Sinan Ak, Jan-Henrik Rother und Yassine Ali Gnondi veredelte Niklas Valerius. Die Sportfreunde waren um Ballbesitzt bemüht, traten offensiv anfangs jedoch kaum in Erscheinung.
In der 34. Minute eroberte Jonas Hoss mit einem starken Tackling den Ball, Valerius passte auf Bismark Quayson, der eiskalt zum 2:0 traf. Es schien den gewohnten Gang für den Favoriten zu nehmen.
Das änderte sich in Minute 41. Nach einer feinen Einzelleistung von Hagen Blohm auf der rechten Seiten fand der Ball über die Hacke von Sportfreunde-Stürmer Marc Wollersheim zu Raiju Obuchi, der zum 1:2 verkürzte. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Düren einen weiteren aussichtsreichen Konter nicht nutzen.
Die Sportfreunde kamen mit mehr Mut aus der Kabine, versuchten, mehr Akzente in der Offensive zu setzen.
In der 61. Minute mündete der Offensivdrang in einen Vichttaler Konter, an dessen Ende Canel Cetin das 3:1 markierte und damit den Gästen ein Stück weit den Stecker zog. Just in der Phase, in der Marcel Demircan sein Team gar leicht besser sah als den Favoriten. Kurz darauf bot sich Hagen Blohm die Chance, auf 2:3 zu verkürzen.
„Vichttal hat uns viele Räume gegeben, die wir schlecht genutzt haben“, so Demircan. Der Gegner habe die besseren Entscheidungen getroffen. Und diese besseren Entscheidungen führten zu drei weiteren Treffern für die Hausherren.
In der 69. Minute tanzte Sinan Ak vier Dürener Verteidiger aus und schob zum 4:1 ein. Es war sein neunter Saisontreffer. Danach schnürte der eingewechselte Henrik Artz einen Doppelpack. Erst schlenzte er nach einem Konter aus rund 16 Metern über Sportfreunde-Keeper Philipp Müller zum 5:1 (73.), dann umkurvte er Müller nach einem Diagonalpass von Cetin und traf zum 6:1 (86.). Artz steht damit ebenfalls bei neun Toren in dieser Spielzeit.
„Wir haben in den vergangenen drei Spielen 20 Treffer erzielt. Aber viel wichtiger ist für mich, dass wir in den drei Spielen nur einen Gegentreffer zugelassen haben“, gab Avramovic ein Lob mit auf den Weg.
Vichttal schließt mit dem Sieg auf den Zweitplatzierten Hohkeppel auf, zu Tabellenführer Bergisch Gladbach sind es fünf Punkte. Da Porz und Hennef im Keller ihre Spiele ebenfalls verloren, trennen die Sportfreunde nach wie vor sechs Punkte vom rettenden Ufer.
Weitere Ergebnisse:
Königsdorf - Wegberg-Beeck 2:1: 0:1 Kleefisch (33.), 1:1 Kovanci (86.), 2:1 Agaltsev (90.)
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