2024-04-20T08:00:28.265Z

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Der VfR Warbeyen hat sich in der Regionalliga etabliert.
Der VfR Warbeyen hat sich in der Regionalliga etabliert. – Foto: Andreas Zobe

VfR Warbeyen will oben mitmischen

Frauen-Regionalliga: Der VfR Warbeyen ist am Sonntag gegen Vorwärts Spoho Köln im Einsatz.

Die Mannschaft von Sandro Scuderi lässt sich von den Spekulationen um die Zukunft in Kleve nicht beirren. Der Einzug ins Pokal-Halbfinale ist geschafft, ab sofort sollen Taten in der Meisterschaft folgen. Am Sonntag empfängt der VfR Warbeyen daheim Vorwärts Spoho Köln.

Lange, sehr lange war die Wartezeit, doch am Sonntag rollt für den VfR Warbeyen nach mehr als drei Monaten Spielpause mal wieder der Ball in einem Meisterschaftsspiel der Frauen-Regionalliga. Ab 13 Uhr ist Vorwärts Spoho Köln am Bresserberg zu Gast – die Mannschaft von Trainer Sandro Scuderi brennt darauf, die guten Leistungen aus der Hinrunde auch im neuen Jahr unter Beweis zu stellen.

In der Tat könnte es für die Spielerinnen vom Duvenpoll rein sportlich kaum besser laufen. Während abseits des Platzes seit geraumer Zeit heiß darüber diskutiert wird, ob der „leistungsorientierte Frauenfußball“, den sich der VfR auf die Fahne schreibt, in Kleve eine Zukunft hat, wird er auf dem Spielfeld gelebt.

Pokalfinale als Ziel ausgerufen

In der Regionalliga spielt das Team von Coach Sandro Scuderi die beste Hinrunde seit dem Aufstieg im Jahr 2020. Und im Niederrheinpokal hat der VfR jüngst mit einem 10:2-Kantersieg über Landesligist TSV Solingen das Ticket für das Halbfinale gelöst. Dort, das steht bereits fest, kann der VfR Warbeyen nur noch auf klassentiefere Gegner treffen.

Der Weg zum dritten Finaleinzug in Serie und zum zweiten Titelgewinn nach dem Pokalsieg vor zwei Jahren scheint frei. Das sorgt auch bei Sandro Scuderi für Hochstimmung. „Ich bin froh, dass wir weiterhin auf zwei Hochzeiten tanzen. Seit ich in Warbeyen Trainer bin, spielen wir Jahr für Jahr tolle Pokalrunden. Wir wollen auch in diesem Jahr wieder das Finale erreichen – das ist ein ganz besonderes Gefühl“, sagt der Warbeyener Trainer.

Oben etablieren

In der Liga will man sich im oberen Drittel festbeißen. Das ist mit Blick auf die Entwicklung, die der VfR Warbeyen in drei ganzen Jahren Regionalliga genommen hat, mehr als realistisch. „Ich denke, wir haben uns zu einer tollen Regionalliga-Mannschaft etabliert. Wir konnten uns von Jahr zu Jahr steigern, nicht bloß von der Platzierung her. Man spielt nicht gerne gegen uns“, sagt Scuderi.

Ergebnisse gegen die ambitionierten Mannschaften untermauern dies. Spitzenreiter VfL Bochum, der überhaupt erst in einem Spiel Punkte liegen gelassen hat, mühte sich in der Klever Eroglu-Arena nach Rückstand zu einem 2:1. Vom Tabellenzweiten Bayer Leverkusen II trennte man sich 1:1 und Fortuna Köln, das aktuell Rang drei belegt, schlug der VfR mit 2:0.

Da verwundert es umso mehr, dass die Scuderi-Elf auch in dieser Saison wieder in schöner Regelmäßigkeit gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel Federn gelassen hat oder sich zumindest schwertat. Gegen die Aufsteiger SV Walbeck und den SSV Rhade sprangen beispielsweise nur Remis heraus.

Konstanz fehlt noch

„Diese Spiele beschäftigen uns weiterhin. Wir schlagen uns zwar besser als in der Vorsaison, aber haben wieder zu oft Punkte hergeschenkt“, sagt Sandro Scuderi. Diese Punkte wolle man sich in der Rückrunde wieder zurückholen. Scuderi: „Wir nehmen die Herausforderung an und wollen auch diese Spiele für uns entscheiden.“

Die erste Gelegenheit bietet sich gleich am Sonntag gegen Spoho Köln. Im Hinspiel sprang gegen den Kontrahenten aus der Domstadt, der sich in akuter Abstiegsnot befindet, ein knapper 3:2-Auswärtssieg heraus, der bis zum Schluss auf wackligen Beinen stand.

Jetzt steht der Gegner mit dem Rücken zur Wand. Der Rückstand auf Relegationsplatz elf beträgt bereits jetzt sieben Punkte. Scuderi: „Wir wissen um die Wichtigkeit der Partie für Spoho. Sie kämpfen ums Überleben und haben nichts mehr zu verlieren. Wir müssen dem Spiel sofort unseren Stempel aufdrücken und wollen wieder Punkte sammeln, um gut aus den Startlöchern zu kommen.“

Aufrufe: 02.3.2024, 08:00 Uhr
RP / Nils HendricksAutor