Die SG gewinnt das Derby gegen die Spvgg. Ingelheim und kann sich jetzt auf das Duell mit dem neuen Ligarivalen TSG Hechtsheim in Runde 2 freuen.
Die SG gewinnt das Derby gegen die Spvgg. Ingelheim und kann sich jetzt auf das Duell mit dem neuen Ligarivalen TSG Hechtsheim in Runde 2 freuen. – Foto: Michael Wolff

Verbandspokal-Derby: SG macht ihren Ruf als Pokalmannschaft alle Ehre

Bingerbrück/Weiler kickt die Spvgg. Ingelheim mit 3:0 aus dem Pokal

BINGERBRÜCK. Überraschung in der 1. Verbandspokalrunde: Die A-Klassen-Kicker der SG Bingerbrück/Weiler sind ihrem Ruf als Pokalmannschaft mal wieder gerecht geworden. Gegen den favorisierten Landesliga-Absteiger Spvgg. Ingelheim gab es vor 150 Fans am Bangert einen glatten 3:0 (2:0)-Erfolg. In Runde zwei geht es nun am Mittwoch (Uhrzeit noch offen) daheim gegen den neuen Ligarivalen TSG Hechtsheim.

SG Bingerbrück
3:0
Ingelheim

SG Bingerbrück
1:0
Hechtsheim

Die ersten beiden Treffer für die Platzherren markierten Jannik Heuser, der den Ball aus kurzer Distanz im Nachsetzen einschob (20.) und Christan Kaminski, der nach Balleroberung und langem Pass im Eins gegen Eins die Coolness bewahrte (38.). Den Deckel drauf machte in der 72. Minute Goalgetter Bastian Theis nach einem langen Ball, als die Ingelheimer schlecht verteidigten.

Geiler Pokalabend auf dem Bangert

Der Bingerbrücker Übungsleiter Christoph Schenk sprach hernach von einem „geilen Pokalabend auf dem Bangert. Wir haben alles reingeworfen, was man für so ein Spiel braucht – enorme Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Zweite-Bälle-Holen und gute Kommunikation“. Darüber hinaus sei man „immer wieder in gute Umschaltmomente gekommen“, habe technisch sauber und blitzschnell in die Tiefe gespielt – und den Ingelheimern („Ballbesitz hatten sie mehr als wir, in der ersten Halbzeit vielleicht 60:40“) damit ordentlich Probleme bereitet. „So ist auch das zweite und das dritte Tor gefallen“, erläuterte Schenk. Im Finish habe man noch weitere gute Chancen besessen.

„Alle 15 haben einen tollen Job gemacht“

„Man hat bei den Gästen natürlich gemerkt, dass die Jungs richtig gut kicken können“, analysierte der Chefcoach der Schwarz-Weißen. „In der zweiten Halbzeit hat sich mit der Einwechslung von Max Sponheimer das Ballbesitzspiel von Ingelheim nochmal deutlich in Qualität und Quantität gesteigert. Aber richtig zwingend nach vorne sind sie nur dreimal im gesamten Spiel gewesen.“ Dafür kreierten die Platzherren immer wieder „brandgefährliche Kontersituationen“. Schenk wörtlich: „Wir haben einfach die Innenverteidiger gut angelaufen und viele Eins-gegen-Eins-Duelle gespielt und gewonnen.“ Gesondert hervorheben mochte er von seinen Jungs niemanden. Einfacher Grund: „Alle 15 haben einen tollen Job gemacht.“
Ingelheims Coach Matthias Güldener befand, man habe „in der Höhe verdient verloren“. Der frühere Ginsheimer Oberliga-Trainer: „In der ersten Halbzeit haben wir nichts auf den Platz gebracht, das war von A bis Z unterirdisch. Die zweite Hälfte war von der Präsenz in allen Belangen etwas besser, mehr Druck auch – aber wir waren nicht überzeugt von dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Sein „Co“ Serdar Parlak kritisierte die mangelnde Körperspannung und unzureichend ausgeprägte Mentalität seiner Männer. „Bingerbrück hatte von Beginn an Oberwasser. Wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt, waren in der Defensive zu nachlässig. Unser Wille, ein Tor zu erzielen, war nicht vorhanden – und unser Wille, Tore zu verhindern, auch nicht.“ Güldener stellte noch klar: „Nein, wir haben nicht mit einer Not-Elf gespielt. Sondern mit einer Aufstellung, mit der wir auch in ein Liga-Spiel gehen würden. Wir wollten weiterkommen, aber es war das erwartet schwere Spiel.“ Etwas Positives aus dieser Pleite herauszuziehen, das falle ihm verdammt schwer. „Aber wenn, dann dass wir gesehen haben, welche Fehler wir machen, woran wir arbeiten müssen – und dass wir uns jetzt voll und ganz auf die Liga konzentrieren können…“

Aufrufe: 05.8.2022, 06:00 Uhr
Michael HeinzeAutor