2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Verbandsliga-Coach läuft selbst mit auf - und trifft zur Führung

Verbandsliga +++ Beim vierten Heimsieg in Folge bringt Garrit Golombek den SV Westerhausen auf Siegkurs

von Kevin Gehring · Heute, 06:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Verein

Am heimischen Wolfsberg wird der SV 1890 Westerhausen allmählich eine Macht. Mit dem 2:0-Heimerfolg über den FSV Barleben fuhr die Wolfsberg-Elf am Sonnabend ihren bereits vierten Heimsieg in Folge ein. Wieder sammelte die Elf von Garrit Golombek damit wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt - und der Coach war erneut mittendrin statt nur dabei.

Wie schon in der Vorwoche im Gastspiel beim SV Dessau 05 (1:4) stand Golombek selbst wieder mit in der Startelf. Wie schon in der Vorwoche erzielte der ehemalige Regionalliga-Spieler des Goslarer SC und des VfV Borussia Hildesheim wieder den Führungstreffer für den SV 1890 Westerhausen. Nur mit dem Unterschied, dass die Wolfsberg-Elf dieses Mal auch die drei Punkte für sich verbuchen konnte.

Trainer lobt die Mannschaftsleistung: "Wirklich stark"

"Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben uns gut auf Barleben eingestellt", erklärte Golombek im Nachgang auf den Vereinskanälen. Erst im Winter wurde der 35-Jährige beim Verbandsligisten als Trainer vorgestellt. In die Rolle des "Spielertrainers" schlüpfte Golombek indes in den vergangenen Wochen erst. Zum FuPa-Profil:

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"Ich durfte selbst wieder auf dem Platz stehen und meinen Teil zum Erfolg beitragen – auch wenn es für mich persönlich die Ausnahme bleiben soll. Entscheidend ist die Mannschaftsleistung, und die war heute über die gesamte Spielzeit hinweg wirklich stark", erklärte Golombek der "Volksstimme".

SV Westerhausen schließt zum Tabellenmittelfeld auf

Nach Eingabe von der rechten Seite vollstreckte der Spielertrainer gegen Barleben in der 21. Minute zur Führung. Ein Lob richtete der 35-Jährige im Nachgang an die Spieler, die ihm den Rücken freigehalten haben, und er scherzte: "Ich kann ja in meinem hohen Alter nicht mehr so viel laufen." 71 Minuten stand Golombek am Sonnabend auf dem Platz, bis er beim Stand von 2:0 Feierabend hatte - zumindest in der Rolle als Spieler.

Nur mit einem Punkt haderte der Trainer Garrit Golombek. Seine Mannschaft hätte den Sack "früher zumachen können", mahnte er: "Da müssen wir dran arbeiten." Seiner grundlegend positiven Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch. Er sei "sehr glücklich, sehr zufrieden", betonte Golombek. Immerhin fuhr sein Team bereits die Zähler zwölf, 13 und 14 im neuen Jahr ein.

Längst hat die Wolfsberg-Elf - mit damit 23 Punkten auf dem Konto - damit wieder zum unteren Tabellenmittelfeld der Verbandsliga aufgeschlossen. Die Formkurve lässt auf alles andere, nur nicht auf einen Abstiegskandidaten deuten. Und ganz offensichtlich hat der SV Westerhausen mit dem unverhofften Spielertrainer nun auch noch einen neuen Torjäger in seinen Reihen gefunden.