
Um dem sportlichen Abwärtstrend, der sich schon seit Längerem abgezeichnet hat, entgegenzuwirken, haben sich die Verantwortlichen des Landesligisten SSV Eggenfelden dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit Trainer Valdrin Blakaj fortzeitig zu beenden.
"Es fällt uns alles andere als leicht, die Zusammenarbeit mit Valdrin zu beenden. Vor allem weil er in den letzten Jahren sehr großen Anteil an unserem Erfolg hatte und dabei sehr viel Positives bewirkt hat“, sagt der sportliche Leiter Joe Stinglhammer. Zudem ergänzt er: "Valdrin hat uns nach dem Abstieg in die Kreisliga vor knapp zehn Jahren seine Zusage gegeben, uns beim Neuaufbau zu helfen - und er hat Wort gehalten. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.“
Aufgrund der sportlichen Negativentwicklung, die bereits seit Anfang des Herbstes anhält, sind die SSV-Verantwortlichen nun zu dem Entschluss des Trainerwechsels gekommen, obwohl noch im Winter die Verlängerung mit dem 35-jährigen Übungsleiter verkündet wurde. "Wir bekommen zu viele Gegentore und sind zu einfach zu schlagen. Auch wenn wir eine junge Truppe am Start haben, müssen wir anders auftreten, kompakter verteidigen und uns so die Punkte erarbeiten. Wir wussten, dass es in dieser Saison kein Spaziergang wird, aber die Fehler, die wir machen, sind einfach zu leicht. Und um diese abzustellen, gehört leider auch eine defensivere und teils einfachere Spielweise“, meint Stinglhammer.

Vorübergehend wird nun Mario Reichenberger, der Coach der zweiten Mannschaft und früherer Chefanweiser des damaligen Landesligisten FC Töging, gemeinsam mit Co-Trainer Martin Stoller das Kommando übernehmen. "Mario und Martin leiten diese Woche sowohl den Trainingsbetrieb, als auch das Freitagabendspiel gegen Seebach. Möglicherweise auch noch das Spiel gegen Bogen in der Folgewoche", sagt Stinglhammer. "In Sachen Trainerbesetzung für den weiteren Verlauf der Saison werden wir in den kommenden Tagen für Klarheit sorgen. Kurzfristig sind wir aber sehr froh, dass Mario einspringt und sowohl unsere Landesligaelf, als auch die SG parallel betreut. Das ist alles andere als selbstverständlich", lässt Stinglhammer wissen.
Ob die angestrebte neue Trainerlösung dann lediglich die restliche Saison oder auch darüber hinaus für den SSV tätig sein wird, lässt man an der Birkenallee noch offen. "Wir denken gerade in beide Richtungen. Es ist aber gut möglich, dass wir zunächst eine Lösung bis Saisonende präsentieren und dann in Ruhe die Planungen für die neue Saison angehen. Fakt ist jedenfalls, dass Martin bis Ende der Saison seinen Posten als spielenden Co-Trainer weiterführt - ganz egal in welcher Konstellation", informiert Stinglhammer.
Wichtig ist dem Führungsteam, dass in der restlichen Saison wieder mehr Konstanz und Sicherheit ins Spiel gebracht wird, wodurch zeitnah die nötigen Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden können. Dafür nehmen die sportlich Verantwortlichen aber auch die Mannschaft in die Pflicht. "Wir wollen schnellstmöglich die nötigen Sicherungspunkte einfahren, die Saison positiv abschließen und uns dabei auch definitiv besser verkaufen als zuletzt. Und hier sind natürlich in erster Linie auch unsere Jungs gefordert“, sagt Stinglhammer.