
Hansi Wüst leitete ab sofort nicht mehr die sportlichen Belange der DJK Adler Union Frintrop. Das gab der Vorstand in einer Pressemitteilung bekannt. Die Gründe für die Freistellung von Wüst liegen wohl in Unstimmigkeiten über die zukünftigen Entwicklungen des Vereins. So weit, so verständlich: Doch es könnte sein, dass noch mehr dahinter steckt.
Um den Essener Oberligisten ist es in der Regel immer ziemlich ruhig. Auch weil sich die DJK mit zuletzt zwei Siegen in Folge ein kleines Polster von fünf Punkten auf eine direkten Abstiegsplatz aufbauen konnte. Jetzt heißt es in einer Pressemitteilung: „Der Vorstand der DJK Adler Union Essen-Frintrop hat beschlossen, die Zusammenarbeit mit seinem sportlichen Leiter Hansi Wüst zum 30. Juni 2026 zu beenden. Hansi Wüst wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden und von der Vertretung des Vereins gegenüber Dritten freigestellt.“
Dass die sportliche Leitung in einem Meinungseinklang mit dem Vorstand und dem Trainerteam sein sollte, ist eine Grundvoraussetzung für eine zwischenmenschliches sowie sportliche Zusammenarbeit – so auch die Begründung des Vorstands für ihre Entscheidung: „Nach intensiven internen Analysen ist der Vorstand zu der Überzeugung gelangt, dass für die zukünftige Entwicklung des Vereins eine personelle Neubesetzung an der Spitze der sportlichen Abteilung notwendig ist. Ausschlaggebend hierfür waren letztlich unterschiedliche Auffassungen über die Identifikation und die langfristige Ausrichtung unseres Traditionsvereins. Ein enges und vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen Vereinsführung und sportlicher Leitung ist die Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg am Wasserturm. Wir haben festgestellt, dass hier aktuell keine ausreichende gemeinsame Basis mehr besteht, um die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.“
Weiter heißt es vom Vorstand: „Der Vorstand bedankt sich bei Hansi Wüst für seine in der Vergangenheit geleistete Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren Weg sowohl sportlich als auch privat alles erdenklich Gute. Bis auf Weiteres werden die sportlichen Belange direkt durch den Vorstand und die jeweiligen Trainer der einzelnen Mannschaften koordiniert“, nach bösem Blut zwischen den Vereinsverwantwortlichen und Wüst klingt das nicht.
Dem Sportnachrichtenportal RevierSport zur Folge, könnte es sein, dass vor allem das Verhältnis zu Cheftrainer Marcel Cornelissen angeschlagen ist. Kurios dabei: Schon in der Pressemitteilung bittet der Verein von Rückfragen abzusehen. Damit blockt der Verein von vorne rein die Klärung, in welche Richtungen sich die Unstimmigkeiten bewegen.
Sportlich geht es für die Adler in der traditionellen englischen Woche vor den Osterfeiertagen am Donnerstagabend (2. April, 20 Uhr) in der Grotenburg beim KFC Uerdingen weiter.
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