Die SG Söcking/Starnberg ist ungeschlagener Tabellenführer der A-Klasse. Co-Trainer Sascha Grießmann bleibt dennoch vorsichtig.
Die Fußballer der SG Söcking/Starnberg haben die erste Halbserie als ungeschlagener Tabellenführer der A-Klasse 5 beendet – ein halbes Jahr, in dem für die Mannschaft von Chefcoach Gerald Lang fast alles nach Plan gelaufen ist. In Sachen Aufstieg will sich Co-Trainer Sascha Grießhammer aufgrund der engen Tabellensituation dennoch keinesfalls zu voreiligen Prognosen hinreißen lassen. Mit Aufsteiger TSV Feldafing sitzt der SG nämlich eine zweite unbesiegte Übermannschaft im Nacken. Beide rangieren mit 36 Punkten nach 14 Spielen an der Tabellenspitze, zur Winterpause spricht das Torverhältnis für die Spielgemeinschaft. „Es ist noch überhaupt nichts passiert. Wir haben keinen Vorsprung auf den Relegationsplatz“, sagt Grießhammer. Bereits am zweiten Spieltag 2025 kommt es in Feldafing zum direkten Showdown zwischen den beiden Topteams. „Da können die Weichen schon gestellt werden“, so Grießhammer. In der Hinrunde trennten sich die Kontrahenten 1:1.
„Unsere Chancenverwertung war am Anfang noch ziemlich ausbaufähig. Letztendlich hat sich trotzdem immer die individuelle Qualität durchgesetzt.“
Sascha Grießhammer, Co-Trainer der SG Söcking/Starnberg
Dass die Starnberger gegen keine Mannschaft aus den Top Vier gewinnen konnten, sei Meckern auf hohem Niveau, meint der Co-Trainer. „Mit einem Sieg mehr hätten wir uns trotzdem eine noch deutlich bessere Ausgangslage verschaffen können.“ In den restlichen Partien wurde die SG ihrer Favoritenrolle im bisherigen Saisonverlauf jedoch stets gerecht. Mit einer beeindruckenden Konstanz erledigte die junge Truppe ihre Hausaufgaben: Gegen Teams, die zur Winterpause schlechter als auf Rang vier platziert sind, fuhren die Starnberger elf Siege in elf Spielen ein. „Ein wichtiger Entwicklungsschritt“ aus Sicht des Co-Trainers, schließlich waren seiner Elf im Vorjahr noch einige, vermeintlich kleinere Stolpersteine zum Verhängnis geworden. Die zu Saisonbeginn häufig noch knappen Erfolge hätten meist sogar deutlich höher ausfallen können, wie Grießhammer erklärt: „Unsere Chancenverwertung war am Anfang noch ziemlich ausbaufähig. Letztendlich hat sich trotzdem immer die individuelle Qualität durchgesetzt.“
„Wir haben 13, 14 Spieler, die auf demselben Niveau Fußball spielen“
Sascha Grießhammer
Dass die Verantwortung dabei auf viele Schultern verteilt ist, sei zudem ein großer Trumpf. „Wir haben 13, 14 Spieler, die auf demselben Niveau Fußball spielen“, sagt Grießhammer. Das biete dem Trainergespann die Option, von der Bank qualitativ gleichwertig nachzulegen. Elf Spieler aus dem Kader haben in dieser Saison schon zweimal oder häufiger getroffen. Der beste Torschütze ist mit zehn Treffern ein ganz Junger aus dem eigenen Nachwuchs: Valentin Hüther. Neben Luca di Stasi, der im Sommer ebenfalls aus der A-Jugend in den Herrenbereich aufrückte, ist der 19-jährige Angreifer die Entdeckung der Saison. „Die beiden verkörpern den Starnberger Weg, den wir auch in Zukunft weiter gehen wollen“, so Grießhammer.
Auch in der Restsaison könnten weitere Talente ein Thema für die erste Mannschaft werden. Das Hauptaugenmerk liege allerdings darauf, die U19 weiter in der Bezirksoberliga zu halten, sagt der Co-Trainer: „Das Programm in dieser Liga ist sehr stramm. Nur bei Bedarf werden wir sehen, wen wir davon schon einsetzen können.“ Ob einige Jungspunde bereits im März mit ins Trainingslager nach Italien reisen, lässt Grießhammer daher ebenfalls offen. So oder so seien alle Verantwortlichen der SG Söcking/Starnberg bezüglich eines erfolgreichen Frühjahrs „guter Dinge“.