Der TSV Dietfurt hat das nächste Derby in der Kreisliga 2 Regensburg gewonnen. Nach den Siegen gegen Riedenburg und Töging schlugen die Schützlinge von Trainer Matthias Pfeifer auch den 1. FC Beilngries mit 3:0 (1:0). Während sich die Gastgeber mit diesem Dreier in der Spitzengruppe der Liga festsetzen konnten, bleiben die Oberbayern weiterhin das Schlusslicht der Tabelle.
Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren relativ klar. Gegenüber den letzten Jahren hat sich in dieser Spielzeit das Blatt gewandelt. Dietfurt ging nämlich als Favorit in die Partie, bestimmte diese auch über die gesamte Dauer, ohne aber zu glänzen. Wer von den über 300 Zuschauer ein rassiges Derby erwartete, sah bei hochsommerlichen Temperaturen eine eher niveauarme Begegnung mit wenigen Torraumszenen. Auf Seiten der Hausherren vergab Philipp Götz (18.) aus aussichtsreicher Position, als er nach schöner Vorarbeit von Yannick Pleiner zu lange zögerte und FC-Keeper Christoph Eberle zur Stelle war. Es dauerte dann bis zur 33. Minute, als der wieder genesene Alexander Merkl erneut Pleiner gekonnt in Szene setzte, dessen Zuspiel die Beilngrieser Hintermannschaft aber zur Ecke klären konnte. Diesen von Manuel Lindl getretenen Eckstoß beförderte Merkl per Kopf zum 1:0 für die Oberpfälzer ins Tor. Kurz vor der Pause hatte Götz das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss aus spitzem Winkel rauschte aber am Gehäuse vorbei. Dietfurt tat in der Folge nicht mehr als nötig und verwaltete das Ergebnis, während Beilngries einfach zu harmlos in den Offensivbemühungen waren. Einzig ein direkter Freistoß von Benedikt Schaumann nach einer Stunde stellte den ansonsten beschäftigungslosen TSV-Schlussmann Lukas Schmid auf die Probe. „Auch wir haben heute im Angriff zu kompliziert und unsauber gespielt. Unsere Standardsituationen waren dann aber der Dosenöffner,“ sagte Dietfurts Trainer Pfeifer. Auch das 2:0 für den TSV resultierte nach einem ruhenden Ball, dieses Mal war Götz nach einer Ecke von Christopher Baier per Kopf erfolgreich. Zu allem Überfluss für die harmlosen Gäste verletzte sich Stephan Karg in der 69. Minute ohne gegnerische Einwirkung am Sprunggelenk und fällt möglicherweise für längere Zeit aus. In der Folge spielte die Hausherren die Zeit herunter, ohne in der Offensive zu überzeugen. In der Schlussminute sorgte dann der eingewechselte Youngster Benedikt Stark mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel für den 3:0-Endstand. „Wir haben unsere erfolgreiche Heimserie ausgebaut und wichtige drei Punkte geholt, das zählt heute“, freute sich Pfeifer über den Sieg. Der Beilngrieser Trainer Wolfgang Gmelch sah eine sehr schlechte Begegnung, in der eben zwei unnötige Standardgegentore den Ausschlag gegeben haben. „In der Offensive war das heute nix“. Für Beilngries ziehen nun mit Herbstbeginn dunkle Wolken auf.