Die U17 des JFV A/O/B/H/Heeslingen kämpft in der Niedersachsen-Liga gegen den Abstieg. Das Team überwintert auf dem 12. Tabellenrang. In der Rückrunde wird nun ein neues Trainerteam - Matthias Stemmann und Alexander Weser - die Mannschaft betreuen.
Die ersten Saisonwochen verliefen - wie soll man es am besten ausdrücken? Vielleicht so: nicht sonderlich gut. Der JFV startete mit einer nicht unbedingt zu erwartenden Niederlagen-Serie in die neue Spielzeit. „Wir hatten Startschwierigkeiten“, so Trainer Fabian Grigat, der gemeinsam mit Jennifer Schlifelner vor der Saison das Team neu übernommen hatte. „Ein neues Team, neue Trainer, die Umsetzung unserer Spielidee. Das brauchte alles seine Zeit.“
Dabei sah es in nicht wenigen Spielen nicht schlecht aus, was die neue U17 des JFV auf dem Platz ablieferte, manchmal sogar richtig gut. „Wir waren in vielen Spielen mit dem Gegner auf Augenhöhe, haben gute Partien gemacht. Nur hat sich das leider zunächst nicht in den Ergebnissen gezeigt“, so Grigat, der aber auch auf zwei sehr deutliche Niederlagen verweist. „Die 0:4 in Havelse und das 0:5 gegen Lüneburg waren hochverdiente Niederlagen“, so der JFV-Coach.
Natürlich, so ein Saisonstart sorgt für Unruhe, nicht zuletzt auch im Umfeld. „Das ist doch ganz klar“, so Grigat. „Aber man muss auch deutlich sagen, die Jungs sind immer dran geblieben. Die Trainingsbeteiligung war immer sehr hoch. Wir haben überhaupt sehr gute Jungs - auch was das Miteinander betrifft. Das Team ist sehr gefestigt.“
Und dann folgte am 21. September das vielleicht im Nachhinein wichtigste Spiel dieser Hinrunde. Beim MTV Gifhorn sah es zunächst wieder nicht gut aus. Der JFV lag zur Pause mit 0:1 zurück, aber dann hatte ein „Bülstedter Jung‘“ seinen großen Auftritt: Linus Hoops, eigentlich noch Spieler der U16, erzielte in der zweiten Hälfte zunächst den Ausgleich und in der vorletzten Minute auch noch den Siegtreffer für den JFV. Es war der erste Saisonerfolg des bis dahin Tabellenletzten.
„Da haben wir den Bock etwas umgestoßen“, so Grigat. Und Trainer-Kollegin Jennifer Schlifelner fügt hinzu: „Wir sind noch mitten in einem Entwicklungsprozess. Die Jungs nehmen unsere Dinge gut an, machen spielerisch Fortschritte und daran werden wir weiter arbeiten, damit sich unsere Spielidee noch weiter festigt.“
Und es gab ja nicht mal zwei Wochen nach dem Sieg in Gifhorn auch noch dieses Spiel in Barsinghausen. 25 Minuten vor Ende lagen die Gäste beim JFV Calenberger Land mit 1:5 zurück. Ein Debakel drohte. Doch dann kam es zu einer fast unglaublichen Wendung. Die Gäste gewannen diese eigentlich schon verlorene Begegnung nach Toren von Joris Tödter, Niels Volckmer, Tamer Lita, Linus Hoops und Noah Behnken noch mit 6:5.
„So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt“, so Grigat, der noch einen besonderen Moment in dieser Hinrunde hervorhebt. „Das 3:2-Siegtor gegen Sudweyhe in der Nachspielzeit durch Jonathan Strauß. Das war nicht nur sehr wichtig, sondern auch ganz toll herausgespielt - gerade solche Kombinationen üben wir im Training und es ist als Ausbilder einfach auch schön zu sehen, wenn das so toll umgesetzt wird. Darüber freuen wir uns sehr“, so Grigat, der nicht unbedingt einzelne Spieler aus seiner Elf hervorheben möchte.
„Das ist schwer. Die Jungs sind alle auf einem Level. Wenn man denn Namen nennen möchte, dann vielleicht den von Niels Volckmer. Unser Kapitän hat sich sehr gut entwickelt oder auch Joris Mahnken aus Sittensen - ein toller Antreiber im Mittelfeld und natürlich auch unsere U16-Leihgabe Linus Hoops.“
Das Ziel für die Rückrunde ist angesichts der Tabellensituation klar: „Wir wollen ganz klar am Ende einen Nicht-Abstiegsplatz belegen“, so Jennifer Schlifelner. „Ansonsten geht es um die Ausbildung und Weiterentwicklung der Spieler. Dafür sind wir als Jugendtrainer schließlich da.“