Für den TuS Wickrath dürfte es ein recht angenehmer Abend werden: Vier lockerer Kicks, in denen man Ball und Gegner dominiert und reihenweise Tore erzielt – so die Annahme im Vorfeld. Schließlich traf der Bezirksligist ausnahmslos auf B- oder C-Ligisten in Gruppe 3. Und das erste Spiel der Wickrather bestätigte diese Sichtweise: Gegen den FSC Mönchengladbach startete die Mannschaft mit einem 10:0-Sieg ins Turnier.
Allerdings kam der TuS im zweiten Spiel bereits gehörig ins Straucheln. Der Gegner hieß dieses Mal Viktoria Rheydt, verteidigte aufopferungsvoll und ging in der neunten Minute verdientermaßen durch Soner Ispanak in Führung. Eine Überraschung lag in der Luft, zumal es weitere gute Torchancen für den B-Ligisten gab, die dieser jedoch nicht zu nutzen wusste. Das rächte sich: In der elften Minute traf Dennis Coenen in Unterzahl zum 1:1 für Wickrath. Spätestens mit dem 2:1 durch Niek Gabriel Mäder war die Moral der Viktoria gebrochen, Dennis Richter erzielte in der Schlussminute den 3:1-Endstand.
Womöglich brauchte Wickrath dieses kleine Erweckungserlebnis. Im Anschluss trat die Mannschaft von Dirk Horn ihrem Favoritenstatus entsprechend auf und besiegte Broich-Peel mit 7:2 und Güdderath sogar mit 16:1.
Spannender schien die Frage, wer das Ticket für die Zwischenrunde löst. Denn die B-Ligisten Broich-Peel und Viktoria Rheydt sowie die C-Ligisten Güdderath und FSC Mönchengladbach sind normalerweise keine Kandidaten fürs Weiterkommen. Entsprechend umkämpft verlief das frühe Aufeinandertreffen zwischen Viktoria Rheydt und Broich-Peel, in dem Viktoria zweimal in Führung ging, 15 Sekunden vor Schluss jedoch den Treffer zum 2:3 durch Kevin Kohnen hinnehmen musste. Ein Tor, das Broich-Peel letztendlich Platz zwei in dieser Gruppe bescherte.
Denn im Anschluss gewannen sowohl Viktoria als auch Broich-Peel die Partien gegen den FSC und Güdderath. In der Endabrechnung standen somit drei Punkte mehr auf dem Konto von Broich-Peel, womit die Mannschaft am 2. Januar an der Zwischenrunde teilnimmt. Da fiel die achtbare 2:7-Niederlage im letzten Spiel gegen Wickrath nicht mehr ins Gewicht.
Eine besondere Geschichte bot zudem der FSC Mönchengladbach, der einst die Frauenkonkurrenz bei der Stadtmeisterschaft dominierte, inzwischen dort aber nicht mehr vertreten ist. Stattdessen schickte der Verein erstmals ein Männerteam an den Start. Und gleich das erste Spiel wurde ein Erfolg: Gegen Eintracht Güdderath gelang Maik Kanat in der ersten Minute der Premierentreffer für den FSC, Renee Jansen traf später zum 2:1-Endstand für den Neuling – es folgten Jubelszenen auf der Bank, als wäre die Mannschaft in die Endrunde eingezogen. Es blieb jedoch der einzige Erfolg für den FSC.