Diego Lima De Mello, hier noch im Trikot von TuS Makkabi.
Diego Lima De Mello, hier noch im Trikot von TuS Makkabi. – Foto: Christoph Lehner

„Die Musik bringt mich in den Rhythmus des Spiels“

Torjäger Diego Lima De Mello zittert mit dem FC Brandenburg 03 Trotz guter Tor-Quote um den Klassenerhalt. Er richtet seinen Fokus komplett auf das Spiel und noch nicht die neue Saison - obwohl er sportlich noch große Ziele hat

Ein Interview von Marcel Peters - https://www.facebook.com/AmateurberichterstattungMarcelPeters/ - regelmäßig Berichte über Berliner und Brandenburger Amateurfußballer oder Vereine. Gesprächspartner: Diego Lima De Mello, #486

„Mello“, fieberst Du dem nächsten Spiel am Wochenende entgegen?
Ja und ich glaube an ein gutes Ergebnis.

Mit Sparta Lichtenberg habt ihr aber einen starken Gegner erwischt. Was macht dir Hoffnung?
Ich weiß, dass Sparta eine Mannschaft ist, die eine Weile zusammenspielt, aber ich glaube auch an meine Mannschaft. Dieses Spiel ist entscheidend für uns und dessen sind wir uns bewusst.

Du sagst es. Sollte ihr nicht gewinnen, könntet ihr bereits abgestiegen sein. Spielt auch ein wenig die Angst mit?
Ich glaube, das ist im Moment unser Treibstoff, das wollen wir nicht und wir werden unser Bestes geben, um den Abstieg zu verhindern.

Angewiesen ist die Mannschaft dabei natürlich auch auf dich und deine Tore. Gibt es ein Ritual, wie du dich auf dieses, beziehungsweise generell Spiele vorbereitest?
Ich mag schwierige Spiele. Am Tag vor dem Spiel versuche ich immer, mich auszuruhen und viel Wasser zu trinken. Spieltag höre ich gerne Musik und schaue Videos, aber die Musik bringt mich in den Rhythmus des Spiels.

45 Tore in etwas mehr als 70 Spielen sind eine grandiose Quote. Bist du zufrieden mit der Ausbeute oder siehst du noch Verbesserungspotential?
Das ist mein Job. Ich hoffe immer, die Quote zu verbessern und das wird passieren.

Warum seid ihr überhaupt in die Lage gekommen, was ist in dieser Saison schiefgelaufen?
Ich kann nur von mir sprechen, doch ich weiß nicht, ob es dafür einen konkreten Grund gibt. Es ist eine Meisterschaft mit 36 Spielen, die Berlin-Liga ist eine sehr ausgeglichene Meisterschaft.

Du hast auf jeden Fall zum wiederholten Male deine Qualität in der Liga unter Beweis gestellt. Kannst du dir auch vorstellen, mal höher zu spielen?
Ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Und ja, ich würde gerne in einer höheren Liga spielen.

Beschäftigst du dich trotz der prekären Situation schon mit einem Wechseln im Sommer?
Im Moment konzentriere ich mich auf die letzten beiden Spiele. Wir haben noch eine Chance, wir müssen kämpfen.

Einmal warst du aber bereits in der Oberliga Nord, beim BSC Süd 05, angekommen. Am Ende lief es aber nicht. Warum?
Mein Visum war damals weniger als ein Jahr gültig, also durfte ich nicht spielen.

Ist denn dein Visum mittlerweile unbefristet?
Jetzt kann ich hier leben.

Bist du für den Fußball nach Deutschland gekommen?
Ja, ich bin gekommen, um Fußball zu spielen, und jetzt studiere und arbeite ich auch.

Hast du noch den Traum, Profi zu werden?
In Brasilien war ich Profi, ich habe dort in einigen Vereinen gespielt. Aber hier wäre es ein Traum, ich weiß nicht, ob es in meinem Alter noch möglich ist, aber ich träume davon.

Bereust du den Schritt nach Deutschland, weil dein Traum möglicherweise nicht wahr wird?
Nein, definitiv nicht, auch hier habe ich meine Ziele.

Welche sind das jetzt noch?
Das erste ist der Verbleib in der Berlin-Liga und andere sind persönliche Ziele, Familie, Arbeit und so weiter.

Aufrufe: 04.6.2022, 09:29 Uhr
Marcel PetersAutor