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Ligabericht
– Foto: Sebastian Bohr

TuS Hackenheim: Erfolgreiches Nachsitzen

TuS zeigt beim 1:0-Sieg in Kibo eine starke Reaktion und überwintert einstellig

Kirchheimbolanden. Das „Nachsitzen“ hat sich für die Fußballer des TuS Hackenheim gelohnt. Zum Abschluss des Pflichtspieljahres setzten sich die Jungs vom Felseneck mit 1:0 (0:0) beim SV Kirchheimbolanden durch und rutschten in der Landesliga West auf den letzten Drücker noch auf Tabellenplatz neun. „Ich bin heilfroh, dass wir das Jahr so beenden konnten“, freut sich TuS-Spielertrainer Tim Hulsey über den Auswärtssieg und eine Reaktion auf das 0:5 in Bundenthal. „Die Mannschaft hat nach dieser Klatsche einmal mehr Charakter gezeigt“, lobt der 36-Jährige.

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Auf einem „super Rasenplatz, der allerdings gefroren war“, fanden die Hackenheimer beim Aufsteiger keine einfachen Bedingungen vor. „Wir hatten in der Anfangsviertelstunde so einige Probleme, weil uns Kibo immer wieder übers Zentrum geknackt hat“, berichtet Hulsey, der deshalb eine taktische Umstellung vornahm. „Die Unterzahl im Zentrum konnten wir dadurch beheben und hatten danach eine gute Stimmung auf dem Platz“, sagt Hulsey, der über die gesamten 90 Minuten keine nennenswerte Großchance der Gastgeber verzeichnete. Generell sei es, der Situation beider Mannschaften geschuldet, ein Duell mit wenigen Chancen gewesen. „Beide standen in gewisser Weise unter Druck. Wir haben es an sich ganz gut gespielt, aber der letzte Pass hat gefehlt“, fasst Tim Hulsey zusammen.

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste dafür aber „knallhart effektiv“: Der eingewechselte Hans Steyer wurde von Niklas Schneider in Szene gesetzt und traf mit seinem starken Linken unter Bedrängnis mit einem satten Vollspannschuss ins lange Eck (78.). „Kurz darauf hatte er mit Rechts sogar die Chance auf die Entscheidung“, spricht Tim Hulsey bei Steyers Abschluss aufs kurze Eck von Pech: „Der Ball ist vom Pfosten an den Rücken des Torwarts und dann neben das Tor geprallt.“

Bis zum Schlusspfiff alles reingeworfen

So mussten die Hackenheimer nochmal zittern, denn den groß gewachsenen Hausherren hatte der TuS spätestens nach dem Ausfall von Michael Gilles in der Luft nicht viel entgegenzusetzen. „Aber wir haben uns sehr gut gewehrt“, spricht Hulsey von einem verdienten Erfolg und fällt ein zufriedenes Zwischenfazit: „Nach nur zwei Punkten aus den ersten fünf Spielen haben wir uns zusammen da unten rausgekämpft. Das gelingt nicht vielen Mannschaften“, sah der 36-Jährige auch spielerisch eine gute Entwicklung. „Es gab nach dem Start natürlich auch Phasen, die für die Zuschauer nicht so schön waren, aber wir haben den Turnaround da sehr gut geschafft.“ Nach vielen aufs und abs, tun die fünf Punkte Vorsprung auf Kibo „sehr gut“.

Ein Sonderlob hatte Hulsey für Schiedsrichter Nico Dönges (Mainz) übrig. „Völlig unabhängig vom Ergebnis“, spricht Hulsey von einer gewissen Lockerheit und einem Miteinander auf dem Platz. „Zuletzt habe ich viel Kritik geäußert, aber diesmal war die Leistung des Schiedsrichters wirklich herausragend“, lobt der Hackenheimer. „Die Art und Weise, wie er geführt hat, das hat mich schon beeindruckt.“

TuS: Marschall; Walg (60. Wollmann), Sadeghi, Brede, Röder (70. Steyer), Gäns, Sperling (85. Oertel), Dasli, Schneider (80. Kurpejovic), Maier, Menger.



Aufrufe: 01.12.2024, 11:15 Uhr
Martin ImruckAutor