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Türkgücü München verliert sein Gesicht – Trainer Alper Kayabunar hört auf

Nach 15 Jahren

von Jörg Bullinger · 12.05.2025, 16:24 Uhr · 0 Leser
Alper Kayabunar hört bei Türkgücü München auf.
Alper Kayabunar hört bei Türkgücü München auf. – Foto: Sven Leifer/Imago

Das Ende einer Ära: Trainer Alper Kayabunar und Türkgücü München gehen nach 15 gemeinsamen Jahren am Ende der Spielzeit getrennte Wege.

München – Ein bisschen konnte man es am Freitagabend nach der 0:5-Pleite gegen die 2. Mannschaft des FC Bayern schon ahnen. Trotz eines Fünkchen Resthoffnung auf den Klassenerhalt war Alper Kayabunar geknickt und enttäuscht. Er selbst vermittelte nicht den Glauben, dass seine Mannschaft durch Sportgerichtsurteile noch eine Chance bekommt und nicht in die Bayernliga absteigen muss.

„Unter diesen Voraussetzungen und Umständen, die mit dem Stadionproblem herrschen, macht die Regionalliga einfach keinen Sinn. Das muss man klar sagen“, bekannte der 39-Jährige. „Du kannst Dich mit anderen Vereinen nicht messen. Man braucht ja nur die Bilanzen anschauen, wo wir mehr Punkte geholt haben.“

Alper Kayabunar verlässt Türkgücü München nach 15 Jahren

Seinen Abschied wollte er direkt nach der Partie zunächst noch nicht bestätigen. „Ich will dazu jetzt nicht so viel sagen. Wenn klar ist, was passiert, werden wir nochmal reden und dann das Beste für den Verein entscheiden.“ Zweieinhalb Tage später herrscht Gewissheit. Der Klub hat am Montagnachmittag den Abschied auf Instagram bestätigt.

„Nach 15 Jahren außergewöhnlicher Hingabe, Loyalität und unvergesslicher Momente bedanken wir uns von ganzem Herzen bei Alper Kayabunar“, heißt es in dem Statement. „Vom Spieler zum Jugendtrainer, vom Aufstiegskämpfer bis hin zum Cheftrainer in der Regionalliga – du hast Türkgücü München in verschiedensten Rollen mitgeprägt und mit deinem unermüdlichen Einsatz, deiner Leidenschaft und deinem Charakter ein bleibendes Erbe hinterlassen.“

Große Fußstapfen für den Kayabunar-Nachfolger bei Türkgücü München

Er habe an der Heinrich-Wieland-Straße Generationen von Spieler entwickelt und unzählige Spiele geprägt. „Türkgücü München verliert nicht nur einen verdienten Trainer, sondern eine starke Persönlichkeit mit Vorbildfunktion“, wird Serdar Yilmaz in der Klubmitteilung zitiert. „Ich danke Alpi im Namen des gesamten Vorstands und Vereins für seine herausragende Arbeit und wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste.“

Wie schwer der Verlust ausfällt, wird er Klub erst beim Neustart - aller Voraussicht nach dann in der Bayernliga - merken. Kayabunar war das Gesicht des Vereins, in einem chaotischen Umfeld ein absoluter Sympathieträger und bestens vernetzt. Die Fußstapfen könnten für seinen Nachfolger kaum größer sein. (jb)