
Nach zwei knappen Niederlagen hatten Rainer Elfinger und Türkgücü München nun Zeit, sich auf die nächsten schweren Aufgaben vorzubereiten.
München – Noch knapper hätte es nicht sein können. Zweimal verlor das Team unter seinem neuen Trainer Rainer Elfinger mit 1:2 – vor allem gegen Erlbach zeigte Türkgücü eine starke Leistung. Lob bekam die Mannschaft dafür sowohl vom Gegner, als auch vom Coach: „So gut habe ich bisher mit keiner Mannschaft in Erlbach dagegen gehalten.“ Am Ende sprang aber doch nichts Zählbares raus, weshalb es für Elfinger und die Spieler heißt, weiter dranzubleiben. Die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher.
Als Nächstes geht es gegen Kirchanschöring. Zuvor hatte die Elf durch das spielfreie Wochenende Zeit, weiter im Training zu arbeiten. „Ich muss eine gesunde Mischung hinkriegen. Wir müssen die Köpfe hochkriegen, wir müssen den Spaßfaktor trotzdem hochfahren“, so Elfinger. „Wir sind keine Mannschaft, die nicht Fußball spielen kann.“ Trotzdem gilt es für ihn, an den Basics arbeiten, um im Spiel besser zu verschieben und besser gegen den Ball zu arbeiten. Ansonsten sah er das spielfreie Wochenende aber eher negativ, weil die Mannschaft aus dem Rhythmus kommt.
Nach Kirchanschöring geht es Zuhause gegen den TSV Landsberg weiter. Der Spielplan ist für den 59-Jährigen „eklig“, eine Wahl hat er aber natürlich nicht. „Du hast immer eine Chance, auch wenn du als Letzter in der Tabelle dastehst“, blickt Elfinger auf die nächsten zwei schweren Spiele. Den Druck, punkten zu müssen, möchte er der Mannschaft nehmen. Mehr als die Relegation hält er bis zum Saisonende für „illusorisch“. Alles darüber hinaus wäre „ein Sechser im Lotto“.
„Wenn wir jetzt noch punkten, macht es das natürlich einfacher, aber wir können auch in der Winterpause mit einer guten Vorbereitung vieles reparieren“, so der Ex-Coach des TSV Grünwald, der dort den Aufstieg in die Bayernliga feierte. Was Elfinger Hoffnung macht? „Als wir das 1:1 gegen Erlbach geschossen haben, war richtig Leben drin“, sagt Elfinger. Dieses Feuer gilt es jetzt, erneut zu entfachen. (sge)