Spielszene mit Andreas Kostorz (Nummer 6).
Spielszene mit Andreas Kostorz (Nummer 6). – Foto: Christian Riedel

Strohmaier: "Wir haben jetzt diese Chance und werden alles versuchen"

Erstes Etappenziel erreicht! VfB Hallbergmoos macht Relegation fix

Der VfB Hallbergmoos hat in Schwabmünchen mit 3:0 gewonnen und die Relegation sicher. Und sogar ein vorzeitiges Happy End ist noch im Bereich des Möglichen.

Schwabmünch.
0:3
Hallbergmoos

Hallbergmoos – Nach der großen Aufholjagd in der Rückrunde hat der VfB Hallbergmoos Teilziel eins erreicht. In der vorletzten Runde der Bayernliga Süd gab es einen letztlich hochverdienten 3:0 (1:0)- Sieg bei Absteiger TSV Schwabmünchen. Damit hat der VfB die Relegation sicher und darüber hinaus ein Fernduell mit Türkspor Augsburg um den direkten Klassenerhalt.

Die Wahrscheinlichkeit war im Vorfeld sehr groß, dass mit einem Dreier beim bereits abgestiegenen Schlusslicht die Teilnahme an der Relegation fix ist. Das hatte aber zur Folge, dass man beim Pflichtsieg hoch drei doch recht nervös war. 30 Meter vor dem gegnerischen Tor hatte der VfB so große Räume wie sonst nie. Aber das Team machte wenig daraus, wirkte fahrig und hatte eine ungewohnt hohe Fehlpassquote. Auf der anderen Seite stand allerdings ein eher harmloser Tabellenletzter, der auch wie ein Tabellenletzter spielte. Doch Schwabmünchen war durchaus bereit, etwaige Geschenke der Gäste anzunehmen.

Simon Werner stellt auf 1:0 für Hallbergmoos

Mitte der ersten Halbzeit kamen die Hallbergmooser Kicker dann besser durch und hätten dem Gegner mit einem 2:0 den Stecker ziehen können. Es gelang jedoch nur ein Tor, bei dem Johannes Petschner leidenschaftlich nach vorne marschierte und mit seinem Querpass Simon Werner fand (22.). Die Nummer 9 des VfB Hallbergmoos traf auch wenige Minuten später nach einem Zuckerpass von Mert Sahin, doch der Schiedsrichter sah eine Abseitsstellung. Die Entscheidung war durchaus zweifelhaft. Die bayernligauntauglich aufgetretenen Schwabmünchener hatten jedoch auch das Potenzial für einen Lucky Punch. Ein solcher wäre ein Fernschuss gewesen, den VfB-Keeper Martin Dinkel stark aus dem Kreuzeck holte (35.).

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

Der Fan auf der Tribüne wusste bereits nach 45 Minuten, dass die Relegation nahezu fix ist. Die beiden Konkurrenten Wasserburg und Dachau lagen schon jeweils mit 0:4 hinten – und mit einem VfB-Remis wäre die Verlängerung der Spielzeit sicher gewesen. Für zwei Tore und einen Sieg von Schwabmünchen brauchte es aber schon eine blühende Fantasie.

Fernduell am letzten Spieltag mit Türkspor Augsburg

Nach der Pause war die Partie jedoch durchaus seltsam. Die Gastgeber lauerten auf eine weitere Ausgleichschance, bekamen die aber nicht angeboten. Hallbergmoos dagegen brachte lange den Ball nicht gefährlich in den Strafraum. Also musste eine andere Lösung her: Der Freistoß von Andreas Kostorz aus rund 30 Metern schlug mittig unter der Latte ein, war aber eigentlich ein Torwartball (75.). Mit dem 2:0 war der Gegner geschlagen, sodass mit Leon Schmit der Kleinste ein Kopfballtor machen konnte (80.). Mit etwas mehr Spielzeit hätte der VfB den Gegner wohl noch abgeschossen.

Nun richtet sich der Blick auf das bis vor kurzem Undenkbare. Der VfB Hallbergmoos steht auf dem obersten Relegationsplatz – und spielt mit dem aktuell zwei Punkte besseren Team von Türkspor Augsburg um den direkten Klassenerhalt. Wenn der VfB nächsten Samstag zu Hause gegen den SV Donaustauf gewinnt und Augsburg in Wasserburg verliert, gäbe es das sofortige Happy End. „Wir haben jetzt diese Chance und werden alles versuchen“, sagt Trainer Matthias Strohmaier. Im Unterton schwingt mit, dass man die Angelegenheit ansonsten eben über die Relegation regeln wird. Gegen diese Hallbergmooser spielt derzeit keiner gerne.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Aufrufe: 015.5.2022, 14:00 Uhr
Nico BauerAutor