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– Foto: Lou.graphie

TSV Blaustein: "Gesehen, wie weit wir von der Spitze entfernt sind"

FuPa-Zwischenbilanz: Benjamin Huber nur bedingt zufrieden

Benjamin Huber, Trainer des TSV Blaustein, spricht über die Herausforderungen seiner ersten Saison, Verletzungsprobleme und den Weg aus dem Tabellenkeller. Trotz zahlreicher Rückschläge sieht er positive Entwicklungen in der Mannschaft und betont die Bedeutung des Teamgeists.

Mit nur 16 Punkten aus 14 Spielen rangiert der TSV Blaustein in der Bezirksliga Donau/Iller aktuell auf Platz 10 der Tabelle und steckt mitten im Abstiegskampf. Für Trainer Benjamin Huber, der seit dieser Saison das Ruder übernommen hat, ist die Situation einfach, aber herausfordernd spannend.

Der 39-Jährige, der in der Vergangenheit als Spieler für den FC Heidenheim, die Stuttgarter Kickers, den SSV Ulm und Normannia Gmünd aktiv war, ist dennoch optimistisch: „Ich denke, dass wir punktetechnisch im Soll sind, wenn wir unser Nachholspiel gegen Asselfingen gewinnen.“

Die Saison begann mit einem personellen Umbruch. „Wir haben vor der Runde viele Leistungsträger verloren, darunter altgediente Spieler wie Otto“ erklärt Huber. Um die Lücken zu schließen, setzte das Trainerteam auf eine neue Spielweise: „Im Vergleich zum letzten Jahr versuchen wir, weiter vorne anzugreifen und durch hohe Ballgewinne Chancen zu kreieren. Damals wurde noch hauptsächlich in der eigenen Hälfte verteidigt.“

Doch die Umstellung wurde durch Verletzungsprobleme erschwert. „Wir haben in der ganzen Saison nie mit der gleichen Formation gespielt und konnten uns daher nie richtig einspielen. Viele Spieler, die letztes Jahr noch in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen, mussten einspringen,“ so Huber weiter.

Trotz der Umstände lobt Huber den Zusammenhalt seiner Mannschaft: „Das letzte Punktspiel war ein gutes Beispiel. Wir haben in den letzten zehn Minuten das Spiel gedreht. Das zeigt, dass die Mannschaft intakt ist.“ Gleichzeitig bleibt der Trainer realistisch: „Im Spiel gegen den TSV Neu-Ulm haben wir deutlich gesehen, wie weit wir noch von der Spitze entfernt sind.“

Das Hauptaugenmerk liegt deshalb auf einer soliden Defensivarbeit und mehr Variabilität in der Offensive. „Wir müssen vorne mehr Bewegung reinbringen und die Chancen, die wir haben, mit mehr Gier nutzen. Bei Standards gegen uns kassieren wir zu viele Tore – auch das müssen wir abstellen,“ erklärt Huber.

Die Vorbereitung für die Rückrunde startet Ende Januar. „Das Training findet entweder auf dem Platz oder im Fitnessstudio statt,“ so Huber. Geplant sind Testspiele gegen Landesliga-Teams wie Türkspor Neu-Ulm oder Türkgücü Ulm. „Stand jetzt wird es keine Neuzugänge geben,“ stellt Huber klar.

Das Ziel für die restliche Saison ist eindeutig: „Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Gegen die direkte Konkurrenz musst du gewinnen, um in der Liga zu bleiben.“

Mit Blick auf die Tabelle wird klar, wie entscheidend die kommenden Wochen für den TSV Blaustein sind. Der Rückstand auf Platz 5 beträgt zwar nur sechs Punkte, doch auch die Abstiegsplätze sind nicht weit entfernt. Der Erfolg im Nachholspiel gegen Schlusslicht Asselfingen könnte ein Wendepunkt sein.

Benjamin Huber setzt in seiner ersten Saison als Trainer des TSV Blaustein auf eine Mischung aus taktischen Anpassungen und der Förderung des Teamgeists. Trotz Herausforderungen bleibt er optimistisch.

Aufrufe: 021.1.2025, 15:00 Uhr
Nicolas BläseAutor