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TS Dortmund: Drei Spieler weg - Bövinghausen und Herne schlagen zu

Es gibt nicht wenige, die glauben, dass Regionalligist Türkspor Dortmund die Saison nicht beenden wird.

von red · 28.08.2024, 14:30 Uhr · 0 Leser
Schmeling (rechts) läuft ab sofort für Wesfalia Herne auf.
Schmeling (rechts) läuft ab sofort für Wesfalia Herne auf. – Foto: Jochen Classen

Zu sehr basiere der rasante Aufstieg vermeintlich auf einem Kartenhaus, das jederzeit an der Schnittstelle zum Profifußball einstürzen kann. Bekanntlich werden mit viel finanziellem Aufwand die Heimspiele in der laufenden Saison in Velbert bzw. nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen im Hagener Ischelandstadion ausgetragen. Gerüchte über offene Gehälter, fehlende Verträge und Trainingsboykotts machten bereits die Runde. Kürzlich kam nun die Nachricht, dass der Vorsitzende Ömür Turhan, der noch mit großen Worten den Erfolg des Regionalliga-Aufstiegs für sich verbucht hatte, nach nur wenigen Monaten zurücktritt ("Den zeitlichen Aufwand habe ich unterschätzt") und der frühere Präsident und Mäzen Dr. Akin Kara wieder zurückkehrt.

Erst vorgestern hatte der Youtube-Kanal "Einfach Fußball" eine vermeintliche "Friede, Freude, Eierkuchen"-Stimmung bei Türkspor Dortmund vermittelt, in dem eine Doku über den Saisonstart veröffentlicht wurde. Probleme kamen nicht zur Sprache. Die ersten Fakten liegen aber auf dem Tisch. Kerem Sengün (24), Max-Migel Schmeling (24) und Ilker Algan (26) werden nicht mehr für Türkspor Dortmund auflaufen.

Nach Informationen des "RevierSport" steht der Abgang von Sengün im Zusammenhang mit Vereinbarungen, die der Verein gegenüber dem Spieler nicht eingehalten haben soll. Ein neuer Verein steht noch nicht fest.

Das sieht bei Schmeling und Algan anders aus. Schmeling wechselt zum Westfalenligisten SC Westfalia Herne, Algan hat sich dem Oberligisten TuS Bövinghausen angeschlossen.

Beide werden als Vertragsamateure ab sofort spielberechtigt sein. Bövinghausens Sportlicher Leiter Dino Dzaferoski freut sich in der Lokalpresse "Ruhr Nachrichten" auf die Rückkehr von Algan, der von Sommer 2022 bis Ende 2023 schon in Bövinghausen unter Vertrag stand und nicht ganz einvernehmlich den Verein damals Richtung Türkspor verlassen hatte: "Ilker hat sich damals vernünftig von uns verabschiedet. Mein Vater (Anm. der Redaktion: Präsident Ajhan Dzaferoski) war zwar angefressen und enttäuscht, aber jetzt ist alles geklärt. Wir kriegen brutale Qualität dazu. Ich kenne Ilker gut, und er wird uns auf jeden Fall weiterhelfen. Er wird ein Pendant zu Yanni Regäsel und Hayrullah Alici in der Mitte sein." Alici hatte den Wechsel von Algan auf den Weg gebracht.